Die Energiewende ist ohne Offshore Windenergie nicht zu bewerkstelligen. Nur auf hoher See gibt es ausreichend Platz und vor allem starke und stetige Windverhältnisse, um den Energiebedarf zu decken. Zur Unterstützung hat die Politik das zum 01.01.2023 in Kraft getretene Wind-auf-See Gesetz ins Leben gerufen. Die dort verankerten Ziele können aus Sicht der Antragsteller mit den bisherigen Ansätzen rein am Meeresboden verankerter Fundamente wie Monopiles nicht erreicht werden. Nicht nur die Kosten für die Voruntersuchungen der jeweiligen Standorte, sondern auch die Philosophie in der Herstellung, Transport, Montage und Installation würden mit hohem zeitlichen und finanziellen Aufwand einher gehen und die Energiegestehungskosten negativ beeinflussen. Zudem würde bei der großen Anzahl zu installierender Windenergieanlagen (3.000-5.000) eine erhebliche Belastung auf die maritime Umgebung entstehen, deren Folgen nicht anzusehen wären. Daher haben sich die Partner in diesem Projekt das Ziel gesetzt neue Konzepte zu entwickeln, die Zeit- und Kostenoptimiert sind und gleichzeitig die Auswirkungen auf die maritime Umwelt minimieren. Basierend auf dem modularen HexaBase-System werden schwimmende Fundamente für tiefe und flache Gewässer entwickelt, die ganzheitlich über die Herstellungskette optimiert werden. Das modulare System mit einer geringen Anzahl unterschiedlicher Elemente, ermöglicht durch Vorfertigung in größeren Stückzahlen die Nutzung von Skaleneffekten. In Verbindung mit einer (möglichen) Wiederverwendung wird eine signifikanten Reduzierung der Energiegestehungskosten erreicht. Bei schwimmenden Fundamente werden die Lasten nicht über eine feste Bodengründung abgeleitet, sondern von Schwimmkörpern / Auftriebskörpern getragen. Somit ist diese Technologie minimalinvasiv für die Umwelt. Somit stehen der dauerhafte Schutz der maritimen Umgebung (Fauna & Flora) und die Minimierung der Energiegestehungskosten im Zentrum.
Koordination:
thyssenkrupp Steel Europe AG
Partner:
ESOS Wind GmbH, Universität Duisburg-Essen Fakultät für Ingenieurwissenschaften Institut für Schiffstechnik, Meerestechnik und Transportsysteme
Laufzeit: 01.08.2024 - 31.07.2027
Fördervolumen: 1,3 Mio. €