Mit dem Projekt MEMS erweitert die Universität Rostock ihre Forschungsinfrastruktur für die Entwicklung nachhaltiger maritimer Technologien. Ziel ist der Aufbau moderner Messtechnik, mit der sich hydrodynamische Prozesse an Schiffsmodellen und maritimen Strukturen präzise erfassen und analysieren lassen. Hierzu werden ein Widerstands- und ein Propulsionsdynamometer sowie ein hochauflösende Ultraschallsonden beschafft und in die bestehenden Versuchsanlagen integriert. Die neue Infrastruktur ermöglicht es, hydrodynamische und Einflussgrößen besser zu verstehen und innovative Lösungen zur Senkung des Energiebedarfs und der Emissionen im maritimen Sektor zu entwickeln. Gleichzeitig werden belastbare experimentelle Daten für die Validierung numerischer Simulationsverfahren und den Einsatz datengetriebener Entwicklungsmethoden bereitgestellt. Die Anlagen stehen künftig Forschungsprojekten, Studierenden sowie Industriepartnern zur Verfügung und stärken den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Industrie. Damit leistet MEMS einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung klimaneutraler maritimer Technologien und unterstützt den Weg zu einer nachhaltigen Nutzung der Ozeane.
Ausführende Stelle: Lehrstuhl für Schiffbau & Lehrstuhl für Meerestechnik, Universität Rostock
Fördervolumen: 340.000 Euro
Projektlaufzeit: 2026