Die maritime Wirtschaft ist durch hochbeanspruchte Großstrukturen geprägt: Offshore‑Windenergieanlagen, Konverter-Plattformen, Krane, Schiffsmotoren, Rammgeräte und Gezeitenkraftwerke sind dauerhaft hohen Belastungen ausgesetzt. Zum Nachweis der Lebensdauer dieser Strukturen werden alle relevanten Konstruktionsdetails, wie Schweißnähte, Schrauben, Kabelöffnungen und Flansche nach den jeweiligen normativen Vorgaben bemessen und bestimmen somit maßgeblich die Geometrie und damit die Wirtschaftlichkeit und Ressourceneffizienz der Konstruktion. Zudem steht im maritimen Sektor gerade bei den Verbindungen die Zuverlässigkeit im Fokus, da Instandhaltungsmaßnahmen enorme Folgekosten verursachen.
Die im Vorhaben Fatigue.Boost geschaffene Infrastruktur trägt dazu bei, das Ermüdungsverhalten relevanter Konstruktionsdetails sowohl auf werkstofflicher als auch auf Bauteilebene durch experimentelle Untersuchungen unter Berücksichtigung des weiteren Größenwachstums maritimer Strukturen zu erschließen. Hierdurch können die versuchsgestützten Grundlagen für eine sichere und gleichzeitig wirtschaftliche sowie ressourcenschonende Auslegung dieser Großstrukturen auch für die Zukunft geschaffen werden.
Ausführende Stelle: Fraunhofer IGP, Rostock
Fördervolumen: 1,5 Mio. Euro
Laufzeit: 2026