Schiffbau macht’s möglich - Frachtsegelschiffe sind das einzige Transportmittel, das ohne fossile Energie auskommt! Wie aber verändern sich die Windlasten auf ein Segelschiff, dass realistische Seegangsbewegungen bei großen Drift- und Krängungswinkeln ausführt und wie optimiert man die Wechselwirkung aus Aerodynamik, Hydrodynamik und Schiffsbewegung? Mit der Modernisierung des Windkanals möchte das Institut für Fluiddynamik und Schiffstheorie der Technischen Universität Hamburg zukünftig Antworten auf diese Frage liefern.
Eine neue 6-Komponten-Waage, ein verlängerter Windkanal und ein integrierter innovativer Hexapod-Messstand sollen akkurate Messungen der dynamischen Lasten auf bewegte Körper im Windkanal ermöglichen. Während der Windkanal den See- und Fahrtwind simuliert, bewegt der Simulator das Modell, als würde es durch schweren Seegang und Wellen fahren. So wird erforscht, wie Wind und Wellen gemeinsam auf moderne Schiffsrümpfe oder Offshore-Anlagen wirken und welche Wechselwirkungen zwischen den dynamischen Windlasten, den Schiffsbewegungen und der Beanspruchung des Riggs und der Aufbauten in der Praxis entstehen.
Der modernisierte Windkanal wird neue Maßstäbe für die maritime Forschung zur Dekarbonisierung mit Hilfe von Frachtseglern setzen und hat das Potential, die Einführung und Akzeptanz von Segelantrieben der Schifffahrt zu beschleunigen.
Ausführende Stelle: TU Hamburg, Institut für Fluiddynamik und Schiffstheorie
Fördervolumen: 1,8 Mio. Euro
Laufzeit: 2026