Quelle: iStock.com/Oktay Ortakcioglu

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Branchenskizze

Schöpferische und gestaltende Menschen sind die Basis der Kultur- und Kreativwirtschaft: Autorinnen und Autoren, Filmemacherinnen und Filmemacher, Musikerinnen und Musiker, bildende und darstellende Künstlerinnen und Künstler, Architektinnen und Architekten, Designerinnen und Designer sowie die Entwicklerinnen und Entwickler von Computerspielen schaffen künstlerische Qualität, kulturelle Vielfalt, kreative Erneuerung und stehen zugleich für die wirtschaftliche Dynamik eines auf Wissen und Innovation basierenden Wirtschaftssystems.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist von freiberuflich Selbstständigen sowie von Klein- und Kleinstbetrieben geprägt. Sie sind überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert – also nicht primär im öffentlichen (Museen, Theater, Orchester in öffentlicher Trägerschaft) oder zivilgesellschaftlichem Sektor (Kultur-, Kunstvereine, Stiftungen, etc.) – und beschäftigen sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen oder kreativen Gütern und Dienstleistungen.

Querschnittbranche zwischen Tradition und Moderne

Seit Ende der 1980er Jahre entwickelt sich die Kultur- und Kreativwirtschaft zu einem der dynamischsten Wirtschaftszweige der Weltwirtschaft. Er verbindet traditionelle Wirtschaftsbereiche, neue Technologien und moderne Informations- und Kommunikationsformen. Insbesondere die Software-/Games-Industrie zeigt durch die Vernetzung der verschiedenen kulturellen Sparten wie Film, Video, Musik, Text oder auch Animation das besondere Potenzial der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Bundesregierung hat 2007 die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, diesem Wirtschaftsbereich positive Zukunftsperspektiven zu erschließen. Dabei sollen sowohl die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt als auch das Arbeitsplatzpotenzial noch weiter ausgeschöpft und entwickelt werden. Darüber hinaus sollen die Erwerbschancen kleiner Kulturbetriebe sowie freischaffender Künstlerinnen und Künstler verbessert werden.
Im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft findet außerdem ein jährliches Monitoring statt. Es bietet einen Überblick über die volkswirtschaftliche Entwicklung der elf Teilmärkte, die der Kultur- und Kreativwirtschaft angehören.