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IPCEI Nächste Generation Cloud Infrastrukturen und Services Europa gemeinsam auf dem Weg zur Cloudinfrastruktur der Zukunft

Einleitung

ipcei-cis-Europa-Grafik

Das IPCEI-CIS (IPCEI Next Generation Cloud Infrastructure and Services) ist das zentrale digitalpolitische Projekt der Europäischen Union (EU), das die digitale Souveränität Europas stärken soll. Unter deutscher Ratspräsidentschaft ins Leben gerufen, arbeiten aktuell zwölf Mitgliedstaaten gemeinsam daran, ein leistungsstarkes und nachhaltiges Multi-Provider Cloud-Edge Kontinuum für Europa aufzubauen. Über 150 Partner sind in Europa an diesem Projekt beteiligt.

Um die Vision, Mission und einzelnen Projekte des IPCEI-CIS zu vereinen, haben die Teilnehmer die „8ra Initiative" ins Leben gerufen. Sie ist essentiell, um die IPCEI-CIS-Projekte unter einem gemeinsamen Leitbild zu vereinen, ihre langfristige Wirkung sicherzustellen und Europas Position im globalen Wettbewerb zu stärken. Durch die enge Zusammenarbeit von Mitgliedstaaten und Industriepartnern stellt die „8ra Initiative" sicher, dass die IPCEI-CIS-Projekte nachhaltige und zukunftsweisende Ergebnisse liefern – und damit Europas technologische Innovationsführerschaft weiter ausbauen.

Mit dem IPCEI-CIS entsteht ein Multi-Provider Cloud-Edge Kontinuum ohne Bindung an einen einzelnen Anbieter. Hinsichtlich Interoperabilität, Portabilität und Skalierbarkeit wird eine einzigartige Infrastruktur entwickelt, die das bisherige, durch Drittanbieter dominierte, Angebot am Cloud-Markt maßgeblich revolutioniert. So kann in der Europäischen Union in wenigen Jahren die nahtlose Integration einer Vielzahl unterschiedlicher Datenverarbeitungslösungen ermöglicht werden, um Anwendungen wie zum Beispiel autonomes Fahren zu unterstützen.

Das Cloud-Edge Kontinuum bezieht sich auf die nahtlose Integration von Edge-Computing und Cloud-Computing, um eine optimale Datenverarbeitung und -speicherung in verteilten Netzwerken zu ermöglichen. Dabei werden Daten und Anwendungen je nach ihren Anforderungen an den Edge-Standorten (nahe den Endgeräten) oder in der Cloud platziert. Dies ermöglicht eine schnellere Verarbeitung von Echtzeitdaten am Rand des Netzwerks, während weniger zeit- und sicherheitskritische Aufgaben in der Cloud ausgeführt werden. Das Cloud-Edge Kontinuum ist entscheidend für Anwendungen, bei denen niedrige Latenzzeiten und hohe Geschwindigkeiten erforderlich sind.

IPCEI-CIS kurz erklärt

Wie das IPCEI-CIS Europas Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit stärken soll

Worum geht es?

Derzeit wird der Cloudmarkt von wenigen großen Unternehmen aus Drittstaaten beherrscht, während europäische Anbieter stark zersplittert sind und in Summe weniger als 13 Prozent am Weltmarkt ausmachen. Dies führt zu Problemen wie mangelnder Skalierbarkeit, Interoperabilität und Transparenz in den Angeboten. Diese Situation wirkt sich negativ auf den Wettbewerb aus und behindert die vollständige Nutzung des hohen Innovationspotenzials der europäischen Wirtschaft.

Das IPCEI-CIS setzt hier gemeinsam mit der „8ra Initiative“ an: Durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit, gezielte Innovationen und die Entwicklung skalierbarer Cloud-Edge-Lösungen werden europäische Werte wie Souveränität, Nachhaltigkeit und Transparenz in den Mittelpunkt gerückt. So entstehen zukunftsfähige Lösungen, die den europäischen Markt stärken und langfristig Wettbewerb und Innovation vorantreiben.

Aktuelle Umfragen zeigen, dass Unternehmen vermehrt mit europäischen Anbietern zusammenarbeiten möchten. Aus einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2025 geht beispielsweise hervor, dass 84 Prozent der Unternehmen der Meinung sind, dass die neue Bundesregierung die Stärkung der digitalen Souveränität ganz oben auf ihre Agenda setzen sollte.

Die Anforderungen der europäischen Industrie an eine Cloudinfrastruktur steigen ständig, insbesondere in Bereichen wie Echtzeitfähigkeit in der Industrie und für autonomes Fahren. Durch die Bündelung der Projekte in der „8ra Initiative“ schafft das IPCEI-CIS eine klare Roadmap für nachhaltige und sichere Cloud-Edge-Lösungen, die zentrale Anforderungen wie Interoperabilität und zukünftige Skalierbarkeit erfüllen. Gleichzeitig sind die Sicherheit von Daten und die Einhaltung der europäischen Datenschutzgrundverord-nung für Unternehmen von großer Bedeutung. Um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu stärken, wurde das IPCEI-CIS als ein Projekt von höchster strategischer Relevanz und wesentlicher Bestandteil der Umsetzung der europäischen Industriestrategie ins Leben gerufen.

Ziele

Was soll erreicht werden?

Das IPCEI-CIS zielt darauf ab, eine hochleistungsfähige Cloud-Edge-Infrastruktur nach europäischen Werten aufzubauen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Europas im digitalen Umfeld zu sichern. Kern ist es dabei, ein übergreifendes Cloud-Edge-Kontinuum zu erschaffen, das nicht an einzelne Anbietenden gebunden ist. Dies soll auf Basis einer gemeinsamen technologischen Grundlage für energiesparende, klimaneutrale, hocheffiziente, automatisierte und miteinander verbundene Services erreicht werden. So soll die digitale Souveränität und Datenportabilität für Europa maßgeblich gestärkt werden.

Um Um sicherzustellen, dass das IPCEI-CIS diese Ziele erreicht, wird in den Projekten ein besonderer Fokus auf Standardisierung, Interoperabilität, Nachhaltigkeit und Cybersicherheit gelegt. Durch die „8ra Initiative“ wird gewährleistet, dass diese Anstrengungen auch nach Projektende von IPCEI-CIS langfristig Bestand haben und die Entwicklung der digitalen Transformation Europas nachhaltig vorantreiben.

Standardisierung

Ein zentrales Ziel ist die Schaffung von Synergieeffekten durch verschiedene Maßnahmen, darunter die Überprüfung bestehender und aufstrebender Standards im IPCEI-Technologie-Stack, die enge Zusammenarbeit mit Standardisierungsorganisationen wie CEN/CENELEC und ETSI, die Entwicklung von Referenzimplementierungen und die Bereitstellung von Open-Source-Ergebnissen gemäß gängigen Open-Source-Software-Lizenzen.

Interoperabilität

Das IPCEI-CIS soll innovative datenverarbeitende Lösungen schaffen, die auf Konnektivität zwischen Daten, ausreichende Bandbreitenverfügbarkeit und niedrige Latenz angewiesen sind. Ein Netzwerk europäischer Cloud-Dienstanbieter verknüpft dafür Datenspeicher dezentralisiert und ermöglicht den sicheren Betrieb. Gleichzeitig werden Skalierbarkeit und Interoperabilität von Anwendungssoftware und Daten, von verschiedenen Infrastrukturanbietern gesteigert. Damit leistet das IPCEI-CIS einen wichtigen Beitrag zu den Zielen der Europäischen Datenstrategie, insbesondere zur Einrichtung von Datenverarbeitungsaktivitäten des High-Impact-Project (HIP) zu europäischen Datenräumen und föderierter Cloud Infrastrukturen und Dienstleistungen.

Die Relevanz von Interoperabilität für die effiziente Entwicklung und Implementierung digitaler Lösungen für Europa ist auch Gegenstand der Berlin Declaration, die am 3. November 2025 im Rahmen der 8. Friends of Industry Konferenz in Berlin von den Wirtschaftsministern aus 17 Mitgliedstaaten unterzeichnet wurde.

Nachhaltigkeit (Energieeffizienz)

Das IPCEI-CIS strebt an, digitale Infrastrukturen in das Energiemanagement zu integrieren, um eine nachhaltige EU-Digitalisierung zu fördern. Dies geschieht im Einklang mit dem europäischen Green Deal, indem grüne Technologien entlang der Wertschöpfungskette entwickelt werden. Cloud-Edge-Computing ist hierbei entscheidend und ermöglicht Innovationen in Bereichen wie Computing, Datenspeicherung, Kommunikation und Wärmeableitung. Potenzielle Anwendungsfälle sind verbesserte Kühlung für Rechenzentren, effiziente Nutzung von Abwärme und erneuerbare Energietechnologien.

Cybersicherheit

Cybersicherheit ist entscheidend für Vertrauen, Rückverfolgbarkeit, Resilienz und Zuverlässigkeit im Multi-Provider Cloud-Edge-Kontinuum. Zum Einsatz kommen Identitätsmanagement, robuste Verschlüsselungstechnologien und EUCC-zertifizierte Hardware. Ziel ist die Entwicklung KI-optimierter Sicherheitslösungen für die Cloud-Edge der nächsten Generation in vielfältigen Cloud-Umgebungen. Damit trägt das IPCEI -CIS zu den Zielen des EU Cybersecurity Acts bei.

Cloud-Edge-Kontinuum

Was ist ein Cloud-Edge-Kontinuum?

Eine Cloud bezeichnet einen externen Datenspeicher, der über das Internet Ressourcen bereitstellt. Cloud-Computing bietet zahlreiche Vorteile, darunter Skalierbarkeit, Flexibilität und Kosteneffizienz. Allerdings ist der Zugriff einer Cloud vom Internetempfang abhängig und eine Übertragung von Daten in Echtzeit aufgrund der Entfernung der Server nicht möglich. Edge-Computing bringt hingegen die Rechenleistung näher an die Datenquelle, reduziert Latenzzeiten und bietet Vorteile wie geringere Datenübertragungskosten. Daneben können Daten sicher am Ort der Entstehung verarbeitet werden. Dafür sind Edge-Ressourcen deutlich begrenzter. Das Cloud-Edge-Kontinuum stellt eine nahtlose Integration von Cloud- und Edge-Computing dar. Dabei werden Ressourcen und Anwendungen sowohl in die Cloud als auch an den Rand des Netzwerks verlagert. Dies ermöglicht eine dynamische Verteilung von Datenverarbeitungsaufgaben je nach Bedarf.

So kann mittels Cloud-Edge-Kontinuum die Leistung optimiert werden. Zudem ermöglicht das Cloud-Edge-Kontinuum eine höhere Anpassungsfähigkeit an die spezifischen Anforderungen einer Anwendung. Es bietet sowohl die niedrige Latenzzeit und Echtzeitverarbeitung der Edge-Technologie als auch die Skalierbarkeit und Ressourcenvielfalt der Cloud.

8ra Initiative"

Was ist die 8ra Initiative" und wie steht sie im Zusammenhang mit IPCEI-CIS?

Die „8ra Initiative“ fungiert als übergeordnete Struktur, die sicherstellt, dass die Ergebnisse des IPCEI-CIS über den Programmhorizont hinaus weiterentwickelt werden und einen bleibenden Mehrwert bieten. Während das IPCEI-CIS ein fokussiertes und zeitlich begrenztes Programm ist, das Innovation und Zusammenarbeit im Cloud-Edge-Kontinuum vorantreiben soll, schafft „8ra“ einen langfristigen Rahmen, der die fortlaufende Relevanz und Akzeptanz der erzielten Ergebnisse unterstützt. Zudem ermöglicht „8ra“ die Einbindung zusätzlicher Partner und Initiativen, die über das IPCEI-CIS-Konsortium hinausgehen, und fördert so den gemeinsamen Fortschritt hin zu einem souveränen Cloud-Edge-Kontinuum.

Mit „8ra“ wird langfristig sichergestellt, dass die im Rahmen des IPCEI-CIS erzielten Fortschritte auch in Zukunft weiterentwickelt werden. Die Initiative fördert deren Integration über verschiedene Sektoren hinweg und sorgt dafür, dass das volle Potenzial dieser Innovationen ausgeschöpft wird.

Wie unterstützt „8ra“ die Ergebnisse des IPCEI-CIS?

  • Kontinuität: „8ra“ baut auf den Erfolgen des IPCEI-CIS auf und sorgt dafür, dass die im Programm entwickelten Innovationen nachhaltig wirken und anpassungsfähig bleiben.
  • Strahlkraft: „8ra“ fördert die weite Verbreitung der IPCEI-CIS-Lösungen, indem es Akteure aus ganz Europa vereint und die Implementierung sowie Skalierbarkeit unterstützt.
  • Erweiterung: „8ra“ stärkt die Entwicklung einer engagierten Entwicklergemeinschaft, die das Lösungsportfolio erweitert und eine solide Basis für eine souveräne Cloud-Infrastruktur schafft.
  • Nachhaltigkeit: „8ra“ bietet eine Struktur, die die kontinuierliche Nutzung und Weiterentwicklung der durch IPCEI-CIS geschaffenen digitalen Infrastruktur gewährleistet.
  • Zusammenarbeit: „8ra“ fördert die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschung und Politik und trägt so dazu bei, die europäische Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Cloud-Technologien zu stärken.

Projektbeteiligte

Wer macht mit?

Insgesamt zwölf Mitgliedsstaaten beteiligen sich am IPCEI-CIS unter der Co-Koordination von Deutschland und Frankreich. Über 100 Partner sind in Europa an diesem Projekt beteiligt, das eine Gesamtinvestition von etwa fünf Milliarden Euro aufweist. Das Vorhaben wird in enger Kooperation mit GD Connect (Generaldirektion Kommunikationsnetze) der EU-Kommission durchgeführt.

Projektstatus

Wo stehen wir?

Am 5. Dezember 2023 hat die Europäische Kommission das Projekt gemäß den EU-Beihilfevorschriften genehmigt.

Inzwischen haben 29 deutsche Projekte ihre Arbeit aufgenommen. Neben den jeweiligen fachlichen Beiträgen zur digitalen Zukunft Deutschlands und Europas ist Vernetzung ein wichtiges Ziel. Dazu kamen Ende Januar 2024 mehr als 50 Projektvertreterinnen und -vertreter zum nationalen Kick-off in Berlin zusammen. Der offizielle internationale Auftakt des Großprojekts folgte Ende März 2024 in Brüssel.

Zahlen und Fakten zum IPCEI-CIS

750
Symbolicon für Münzen

Mio. Euro
stellt Deutschland insgesamt für das IPCEI bereit.

>100
Symbolicon für Bürogebäude

Unternehmen & Forschungseinrichtungen
sind europaweit am IPCEI-CIS beteiligt.

12
Symbolicon für Besprechung

EU-Staaten
beteiligen sich am IPCEI-CIS.

29
Symbolicon für Deutschland

deutsche Projekte
sind bislang bereits gestartet.

Die teilnehmenden Projekte im Überblick

Deutschland geht mit 32 Projekten voran

Im Rahmen des IPCEI-CIS wurden bislang 32 deutsche Projekte bewilligt. Die Forschungsfelder reichen von digitalen Flugzeug-Datenökosystemen bis hin zu Use Cases für Smart-City-Plattformen. In den Projekten bringen sowohl kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als auch Industriekonzerne und wissenschaftliche Einrichtungen ihre Expertise ein – in enger Zusammenarbeit über die verschiedenen europäischen Mitgliedsstaaten hinweg. So wird gewährleistet, dass eine integrierte, gesamteuropäische und anwendungsnahe Cloudinfrastruktur entstehen kann.

Adva Network Security GmbH, TRUE-SEC

Ein verteiltes Cloud-Edge-Kontinuum, die Kollaboration mehrerer Parteien und eine Multi-Cloud-Umgebung vergrößern die Angriffsfläche für Spionage, Sabotage und Cyberkriminalität erheblich. In einer vertrauenswürdigen Cloud-Edge-Infrastruktur und den damit verbundenen Diensten muss der durchgängige Schutz kritischer Daten an jedem Ort und zu jeder Zeit garantiert sein.

Das Project TRUE-SEC der Adva Network Security GmbH entwickelt eine kundenkontrollierte Schlüsselverwaltung und eine kontinuierliche Netzüberwachung, um eine sichere Konnektivität für vertrauenswürdige Anwendungen im Cloud-Edge Kontinuum zu ermöglichen. Ziel ist, fortschrittliche Sicherheits- und Automatisierungsfunktionen für Behörden, Betreiber kritischer Infrastrukturen und Unternehmen mit hohem Schutzbedarf zu implementieren. Die Verbindung zwischen zwei Endpunkten findet nach erfolgreicher Authentifizierung und Schlüsselmanagement über zwei mit starker quantensicherer Kryptographie geschützten VPN-Tunnel statt. Durch eine zentrale Überwachung der Sicherheit der aktiven Verbindungen und aller Netzressourcen können Angriffe frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Verantwortliches Unternehmen: Adva Network Security GmbH

Projektlaufzeit: 01.01.2024 – 31.12.2026

Website: https://www.advasecurity.com/de-de/innovation/secure-cloud-infrastructure

Airbus Operations GmbH, AXIS

Zukünftige Flugzeuggenerationen erfordern eine bessere Vernetzung zwischen den Flugzeugen und den Bodendienstleitungen, um einen optimierten Betrieb und eine effiziente sowie (cyber-) sichere Integration der Dienstleistungen zu ermöglichen. Eine europäische, föderierte, offene und dezentrale Cloud-Infrastruktur ist hierbei essentiell.
 
Das Projekt AXIS der Airbus Operations GmbH bindet Flugzeuge als “Flying Edge Devices” an eine IPCEI-CIS-konforme Infrastruktur an. Der Fokus des Projekts liegt einerseits auf der Integration und der Erprobung von technologischen Komponenten für die Kommunikation und Datenverarbeitung in einem Luftfahrzeug und andererseits auf der prototypischen Definition, Implementierung und Vernetzung von Konnektivitäts-Diensten. Dadurch entstehen neue integrierbare Dienste für Prozesse des Personen-Transportgewerbes und “Smart Services”. Die Anbindung von “On-Board” Kommunikationssystemen, die neue Produktfunktionen ermöglichen, sollen in einem Airbus-Testflugzeug (A350) erprobt werden.
 
Verantwortliches Unternehmen: Airbus Operations GmbH
 
Projektlaufzeit: 01.08.2023 – 31.12.2025

Website: tba

Akademie für künstliche Intelligenz AKI gGmbH, SOOFI

Europa verfügt derzeit über wenige offene Sprachmodelle, die groß genug sind, um als Grundlage für industrielle Anwendungen zu dienen. Auch Reasoning-Modelle, die komplexe Aufgaben lösen können, sind bisher kaum aus europäischer Hand verfügbar, sodass viele Unternehmen auf Modelle außereuropäischer Anbieter ausweichen müssen.

Das Projekt SOOFI „Sovereign Open Source Foundational Models for European Intelligence“ entwickelt offene, souveräne KI-Grundlagenmodelle für die industrielle Anwendung. Der Schwerpunkt liegt auf mehrsprachigen großen Sprachmodellen mit 70 bis 100 Milliarden Parametern, domänenspezifischen Reasoning-Modellen und skalierbaren Multi-Agenten-Systemen. Ziel ist die Bereitstellung belastbarer, kontrollierbarer und effizient integrierbarer KI-Technologien im Einklang mit der KI-Verordnung und europäischen Wertvorstellungen.

Parallel arbeitet SOOFI an einem Multi-Agenten-Framework, das große Sprachmodelle mit Werkzeugen, Datenräumen, digitalen Zwillingen und Cloud-Edge-Infrastrukturen verbindet.

Die entwickelten Technologien werden in Anwendungsfällen unter anderem in der Medizin, in Produktions- und Logistikprozessen sowie in der Verwaltung erprobt, um ihre Einsatzfähigkeit und Skalierbarkeit zu bewerten.

Verantwortliches Unternehmen: Akademie für künstliche Intelligenz AKI gGmbH

Projektlaufzeit: 01.09.2025 – 30.06.2026

Website: https://www.soofi.info/

Amadeus Data Procession GmbH, RESCUE

Wirtschaftlich und politisch motivierte Cyberangriffe sowie Katastrophenfälle stellen eine steigende Bedrohung dar. IT-Sicherheit und Resilienz sind daher Voraussetzung für ein hohes Vertrauen in die entstehenden europäischen Cloud- und Edge-Dienste.

Das Projekt RESCUE der Amadeus Data Processing GmbH entwickelt einen pilothaften Aufbau von cyberresistenten digitalen Zwillingen für Rechenzentren und Edges. Auf Basis der offenen Cloud-Edge-Infrastruktur entsteht eine Betriebsplattform in Industriequalität, die sicherheits- und unternehmenskritische Anwendungen in großem Umfang hosten kann. Diese Plattform schafft eine hohe Verfügbarkeit über mehrere Regionen – eine wesentliche Bedingung für grenzüberschreitende Geschäftskontinuität. Dabei können durch Automatisierungsfunktionen kritische Dienste dynamisch zwischen Regionen verschoben werden, während weniger kritische Dienste, wie zum Beispiel Testumgebungen, nach Bedarf auf- und abgebaut werden.

Verantwortliches Unternehmen: Amadeus Data Processing GmbH

Projektlaufzeit: 01.03. 2024 – tbc.

Website: https://amadeus.com/en/rescue

DB InfraGO AG, Cloud4Rail Operations

Im digitalisierten Bahnsystem der Zukunft fahren Züge vollautomatisiert. KI steuert das Verkehrs- und Kapazitätsmanagement in Echtzeit. Um diese Innovationen zu ermöglichen, wird im Rahmen des Projekts Cloud4Rail der Digitalen Schiene Deutschland ein neues Konzept für IT-Plattformen entworfen und erprobt: Ziel ist eine modulare streckenseitige IT-Plattform für sicherheitskritische Anwendungen des digitalen Bahnbetriebs im Cloud-Edge Kontinuum. Das Projekt Cloud4Rail wird erstmals einen betrieblichen Architekturentwurf und eine Demonstration dieses Konzepts für streckenseitige Bahnanwendungen realisieren, z.B. im „Digitalen Testfeld Bahn“ im Erzgebirge. Dieser Schritt von theoretischen Konzepten und Spezifikationen hin zur ersten praktischen Integration aller Systeme in einen Demonstrator ist ein großer Fortschritt. Er wird die technische Machbarkeit des vorgeschlagenen Entwurfs sicherstellen und beispielsweise prüfen, wie die IT-Plattform automatisiert auf Hardware-Ausfälle reagiert.

Verantwortliches Unternehmen: DB InfraGO AG

Projektlaufzeit: 01.05.2023 – 31.10.2026

Kontakt zum Projekt: cloud4rail@deutschebahn.com

Website: tba

DE-CIX Management GmbH, NEXUS

NEXUS DE-CIX Logo.

© DE-CIX Management GmbH, NEXUS

Die europäischen Cloud-Dienste arbeiten in einer weitgehend fragmentierten Umgebung, die hinsichtlich Komplexität, Leistung und Sicherheit große Herausforderungen mit sich bringt. Daneben sind Anwendungen auf verschiedene Standorte im Cloud-Edge Kontinuum verteilt und erfordern gleichzeitig eine große Bandbreite und geringe Latenzzeiten.

Das NEXUS-Projekt von DE-CIX Management realisiert eine neutrale, sichere und effizient verwaltete Serviceplattform, die eine leistungsstarke Interkonnektivität mit geringer Latenz und hoher Bandbreite bietet. Die Verwaltung basiert auf einem zentralen Dashboard – Unternehmen können so mit nur einem einzigen Konfigurationsansatz Netzwerksegmente, Sicherheitsrichtlinien und Dienste erstellen und ändern. Eine innovative API automatisiert die Echtzeit-Überwachung, Telemetrie sowie Fehlerbehebungs- und Berichtsfunktionen, mit denen Leistungs- und Sicherheitsprobleme erkannt und isoliert werden können. Dadurch wird die Eintrittsbarriere für verringert und der freie Datenfluss zwischen den Nutzern erleichtert.

Verantwortliches Unternehmen: DE-CIX Management GmbH

Projektlaufzeit: 01.07.2023 – 31.12.2026

Website: https://www.project-nexus.de/

Deutsche Telekom (DTAG), EdgeConnect

Im Rahmen des IPCEI-CIS wird die DTAG wichtige technologische Innovationen entwickeln, um einen Full-Service-Stack zu etablieren – als Voraussetzung für die Bereitstellung souveräner und offener Edge-Cloud-Dienste für Kunden und Nutzergemeinschaften, und zwar in der Massenproduktion, anschließend an das IPCEI-CIS. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Integration von Cloud-to-Edge-Diensten (über On-Prem-/Fern-/Nah-/Zentral-Edge) auf der Grundlage eines neuen Qualitätsniveaus von Verbindungen, geschäftskritischen Fähigkeiten bei der Orchestrierung und Föderation von Arbeitslasten, höchsten und garantierten Standards bei der Sicherheit und Resilienz/Verfügbarkeit von Diensten sowie signifikanten Verbesserungen bei der Effizienz und dem CO₂-Fußabdruck der Datenverarbeitung. Die IPCEI-CIS-Beiträge der DTAG werden die Grundlage für nahtlose digitale Dienste mit hoher Servicequalität über EU-Grenzen und Dienstanbieter hinweg bilden.

Verantwortliches Unternehmen: Deutsche Telekom AG (DTAG)

Projektlaufzeit: 2023 – 2026

Website: tba

Diehl Aerospace GmbH, AdvantagE

Die aktuellen Cloudumgebungen sind sehr heterogen und es fehlen durchgängige Mechanismen zur Wahrung der Datensouveränität und -identität. Insbesondere im Bereich der Luftfahrt, wo Sicherheit höchste Relevanz hat, braucht es eine sichere Integration und Verarbeitung von Daten.

Das Projekt AdvantagE der Diehl Aerospace GmbH schafft eine neue, sichere Datenintegrationsebene im Flugzeug mit einer „Flying Edge“-Komponente. Durch diese erweiterte Datenintegrationsebene können neue, intermodale Dienste, wie beispielsweise Reiseservices (Passagierkomfort, Corporate Identity der Kunden), entstehen oder Flugbetrieb und Wartung optimiert werden. Daneben wird eine Kommunikation aus der „Flying Edge“ im Flugzeug über eine Cloud zum Boden etabliert, um die Datensicherheit weiter zu erhöhen. Die „Flying Edge“ selbst wie auch die neuen Kommunikationswege werden gemäß den Zulassungsregularien der Luftfahrt eingeführt und gestaltet.

Verantwortliches Unternehmen: Diehl Aerospace GmbH

Projektlaufzeit: 01.07.2023 – 31.12.2026

Website: tba

eco – Verband der Internetwirtschaft e.V., FACIS

Das Projekt FACIS – Federation Architecture for Composition of Infrastructure Services (Föderationsarchitektur für die Zusammenführung von Infrastrukturdiensten) stärkt den Aufbau kollaborativer Ökosysteme durch die Orchestrierung innovativer föderierter Infrastrukturen und exemplarischer Governance-Frameworks (zum Beispiel Service Level Agreements). Dies erreicht es durch die Entwicklung und Anwendung von Federation Architecture Patterns (FAPs), maschinenlesbaren Service Level Agreements (SLAs) und Low-Code-Technologien. Ziele sind die nahtlose Integration unterschiedlicher Anbieter, die Harmonisierung von SLAs und die beschleunigte Adaption digitaler Dienste. Das Projekt unterstützt die Umsetzung zukunftsweisender Anwendungen, wie den digitalen Produktpass, KI-Verfahren und Collaborative-Condition­-Monitoring in der Industrie 4.0.

Durch die Nutzung europäischer Standards wie der European Digital Identity (eID) und die Veröffentlichung der Projektergebnisse als Free & Open Source reduziert FACIS die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern. In Pilotprojekten und Testumgebungen wird die Praxistauglichkeit demonstriert, beispielsweise zur Überwachung von Produktionsverfahren oder zur Optimierung globaler Lieferketten in souveränen Cloud-Edge-Betriebsstrukturen. Damit leistet FACIS einen wichtigen Beitrag zur Stärkung einer nachhaltigen digitalen Infrastruktur in Europa.

Verantwortliches Unternehmen: eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.

Projektlaufzeit: 01.11.2024 – 31.01.2027

Website: www.facis.eu

elevait GmbH & Co. KG, AIDED

Der öffentliche Sektor muss digitalisiert werden. Hierfür mangelt es an digital-affinem Personal – so fehlen im öffentlichen Sektor etwa 330.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem bedarf es vertrauenswürdiger und nach europäischen Datenschutzrichtlinien funktionierender Infrastruktur.

Das Projekt AIDED implementiert zur Eindämmung des Personalmangels KI-basierte Automatisierungen von repetitiven Verwaltungsaufgaben. Hierfür baut das Projekt ein Multi-Provider Cloud-Edge-Kontinuum auf, das eine einzigartige, hochverfügbare, sichere, DSGVO-konforme und dezentrale Serverstruktur für die öffentliche Verwaltung ermöglicht. Daten werden mittels maschinellen Lernens strukturiert, anonymisiert sowie Informationen für die Bearbeitung der Verwaltungsaufgaben extrahiert und verarbeitet. Zusätzlich strebt das Projekt eine automatisierte Übertragung der Verwaltungsaufgaben sowohl zwischen Kunden als auch Sektoren, zum Beispiel Kommunen, mit individuellen Anforderungen an. Bis zu 70 Prozent der verwendeten Software und KI-Modelle sollen für verschiedene Kunden wiederverwendbar sein, was ein enormes Einsparpotential bietet.

Verantwortliches Unternehmen: elevait GmbH & Co. KG

Projektlaufzeit: 01.06.2023 – 31.08.2026

Website: tba

Ericsson GmbH, KeeCEK

Die europäischen Industrien stehen vor großen Herausforderungen in der Digitalisierung, wie beispielsweise in der Industrie 4.0 – hier verlangt die Steuerung von Produktionsmaschinen und Robotern geschlossene und sichere Kontrollkreisläufe. Dies bedarf zusätzlich zur Cloud auch einer drahtlosen Verbindung zur Kommunikation über 5G.

Das Projekt KeeCEK von Ericsson entwickelt hierzu Technologien, um die Cloud-Edge-Knoten kleiner, energieeffizienter und effektiver zu machen. Effektiver heißt dabei, Cloud-Edge-Systeme für unternehmens- und industriekritische Anwendungen zu entwickeln, um sehr große Datenmengen mit sehr geringer Latenz besonders zuverlässig verarbeiten zu können. KeeCEK ermöglicht hierbei die Nutzung der bestehenden Mobilfunknetze als Plattform zur Bereitstellung von Cloud-Diensten für kritische Anwendungen. Durch geringere Latenzzeiten und die direkte Verbindung von Geräten mit Anwendungen in der Edge-Cloud werden verbesserte und neue Geschäftsprozesse möglich.

Verantwortliches Unternehmen: Ericsson GmbH

Projektlaufzeit: 01.05.2023 – 31.12.2026

Website: tba

Fachhochschule Dortmund, EMULATE

Potenziellen Nutzern von Edge-Computing fehlt es aktuell an passenden Werkzeugen, um entweder die Eignung öffentlicher Edge-Service-Angebote zu bewerten oder ihre eigene maßgeschneiderte Edge-Computing-Lösung zu planen, zu entwerfen und aufzubauen. Oft bedarf die Prüfung der Eignung eines kostspieligen und zeitintensiven Aufbaus einer realen Infrastruktur.

Das Projekt EMULATE der Fachhochschule Dortmund will mit der Erstellung von Emulations- und Diagnoseplattformen Abhilfe schaffen. Auf der einen Seite wird durch die Bereitstellung einer flexibel konfigurierbaren Emulationsplattform die Erstellung eines digitalen Zwillings einer Cloud-Edge-Infrastruktur ermöglicht. Auf der anderen Seite unterstützt die Diagnoseplattform die Bewertung existierender Umgebungen bezüglich deren Eignung für ein Cloud-Edge Kontinuum und vereinfacht die Fehlersuche in bestehenden Cloud-Edge-Lösungen. Damit beschleunigt das Projekt den Planungsprozess von individuellen Cloud-Edge-Lösungen und steigert deren Qualität.

Verantwortliches Unternehmen: Fachhochschule Dortmund

Projektlaufzeit: 01.05.2023 – 31.12.2026

Website: www.fh.do/emulate

GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG, FACE

Die Gesundheitsversorgung kann erheblich von digitalen Innovationen im Bereich Cloud- und Edge-Computing profitieren. Besonders große Potenziale zur Verbesserung bestehen, wenn umfangreiche Datenmengen verarbeitet werden müssen. Ein Beispiel dafür ist die Auswertung von Langzeit-EKG-Aufzeichnungen, bei denen etwa 100.000 Herzschläge pro Aufzeichnung gemessen werden.

Das Projekt FACE, geleitet von der GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG, entwickelt Lösungen, die die Vorteile von Künstlicher Intelligenz (KI), Edge- und Cloud-Computing nutzen, um die EKG-Analyse effizienter zu gestalten und die Patientenversorgung zu verbessern. Der innovative Ansatz des Projekts liegt in einem zweistufigen Analyseprozess, der eine intelligente Verteilung der Arbeitslast zwischen Edge- und Cloud-Systemen ermöglicht. Hierbei werden Schnittstellen entwickelt, die eine nahtlose Integration von EKG-Daten zwischen Edge- und Cloud-Modellen sicherstellen, um einen schnellen und präzisen Datentransfer sowie die kontinuierliche Verbesserung der Modelle zu gewährleisten.

Durch den Einsatz modernster Machine-Learning-Modelle wird ein kontinuierlicher Lernprozess ermöglicht, der Expertinnen und Experten bei der Auswertung und Bewertung von EKG-Befunden unterstützt. Um sicherzustellen, dass die entwickelten Modelle nicht nur technologisch fortschrittlich, sondern auch klinisch relevant sind, arbeitet das Projekt eng mit medizinischem Fachpersonal und Forschungseinrichtungen zusammen.

Verantwortliches Unternehmen: GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG (Konsortial-Lead)

Projektlaufzeit: 01.05.2024 – 31.12.2026

Website: tba

HOCHTIEF Engineering, Construct-X

Die Bauwirtschaft steht vor einem digitalen Umbruch: Viele Prozesse sind noch analog, Daten werden nicht durchgängig genutzt und Akteure arbeiten oft isoliert voneinander. Das führt zu Verzögerungen, hohen Kosten und erschwert nachhaltiges Bauen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an digitaler Zusammenarbeit, effizientem Materialeinsatz und Transparenz – über den gesamten Lebenszyklus von Bauprojekten hinweg.

Construct-X ist Teil des europäischen Förderprogramms IPCEI-CIS und entwickelt eine offene, sichere und europä-isch souveräne Dateninfrastruktur für die Bauwirtschaft. Ziel ist es, eine gemeinsame digitale Basis zu schaffen, auf der Unternehmen Daten vertrauensvoll austauschen können – etwa für digitale Materialdatenpässe, automatisierte Logistik oder KI-gestützte Baukostenberechnungen. Die Lösungen basieren auf einer föderierten Cloud-Edge-Architektur und sind Gaia-X-konform. Das bedeutet: Sie folgen europäischen Regeln zu Datensouveränität, Transparenz, Interoperabilität und Sicherheit.

Als Beitrag zur „8ra Initiative“ unterstützt Construct-X den Aufbau einer europäischen Cloud- und Dateninfrastruktur und zeigt am Beispiel Bau, wie das Multi-Provider Cloud-Edge-Continuum in der Praxis funktioniert – sicher, vernetzt und anwendungsnah.

Verantwortliches Unternehmen: HOCHTIEF Engineering

Projektlaufzeit: 01.03.2025 - 31.08.2028

Website: https://construct-x.org/

IANUS Simulation GmbH, ECOTWIN

Das Projekt ECOTWIN (Edge-Cloud Operative Digital Twin) entwickelt eine hybride Plattform zur Umsetzung technischer digitaler Zwillinge in der Industrie und Gebäudetechnik. Ziel ist die effiziente, KI-getriebene Analyse, Überwachung und Optimierung zeitkritischer technischer Prozesse wie chemische Reaktoren, Industrieöfen oder Gebäudeklimatisierung. ECOTWIN kombiniert die Rechenleistung der Cloud für KI-Training und Simulation mit der Echtzeit-Reaktionsfähigkeit des Edge-Computing, um robuste, zuverlässige und transparente KI-Systeme zu schaffen. Eine modulare Architektur erlaubt die einfache Integration neuer Anwendungen und Technologien.

Das Konsortium umfasst drei Partner: die IANUS Simulation GmbH als Leitung sowie die TU Darmstadt und die TU Dortmund. Hinzu kommen zahlreiche Technologiepartner. Use Cases aus Industrie und Gebäudetechnik demonstrieren die Praxistauglichkeit, wie die Optimierung chemischer Reaktoren oder die intelligente Gebäudeklimatisierung. ECOTWIN stärkt Europas digitale Souveränität, senkt Eintrittsbarrieren für KMU und fördert nachhaltige, zukunftsorientierte Technologien.

Verantwortliches Unternehmen: IANUS Simulation GmbH

Projektlaufzeit: 01.10.2024 – 31.12.2026

Website: tba

IONOS SE, IONORA

IONORA plant die Zusammenarbeit mit Energieversorgern, um ein innovatives und nachhaltiges Rechenzentrum zu errichten, das Synergien zwischen Rechenzentren und Energieerzeugende/-verbrauchern evaluiert, implementiert und testet. Diese Initiative zielt darauf ab, Energieübertragungsverluste zu reduzieren, Redundanzkonzepte durch räumliche Nähe zu verbessern und Abwärme mit Fernwärmenetzen und fortschrittlichen Flüssigkeitskühlsystemen nachhaltig zu nutzen. Das Projekt konzentriert sich auch auf die Optimierung der Cloud-spezifischen Infrastruktur auf der Ebene der Server-Racks über das gesamte Kontinuum von Public bis Edge Cloud. Dazu gehört die Entwicklung integrierter Kühlungskonzepte im Rack-Maßstab, die für die Steigerung der Energieeffizienz, die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks und die Verbesserung des Leistungs-/Kostenverhältnisses entscheidend sind. Dazu gehört auch die Überarbeitung der Lieferketten zur Minimierung der CO2-Belastung und die Integration offener Blueprints wie Open19 und OCP zur Rationalisierung der Hardware-Automatisierung und Telemetrie zur Optimierung der Arbeitslast. Darüber hinaus entwickelt IONORA eine anbieterunabhängige API für die Orchestrierung von Cloud-Plattformen, die die Integration mit Edge-Infrastrukturen ermöglicht. Dieses System beinhaltet KI, um die Auswirkungen von Arbeitslasten auf die Infrastruktur zu optimieren, wobei der Schwerpunkt auf der Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen liegt. Schließlich baut IONORA eine Gaia-X-konforme offene Cloud-Edge-PaaS-Schicht auf, um eine souveräne europäische Plattform zu fördern, die schnelle Innovationszyklen in verschiedenen Datenökosystemen unterstützt. Dazu gehören die Bereitstellung von Open-Source-Diensten und die Entwicklung einer standardisierten Laufzeitumgebung, die künftige Erweiterungen des Ökosystems begünstigt.

Verantwortliches Unternehmen: IONOS SE

Projektlaufzeit: 01.09.2023 – 30.09.2026

Webseite: tba

KSB SE & Co. KGaA, IIoT-Panda

Wasserversorger, wie kommunale Wasserwerke und Stadtwerke, stehen vor der Herausforderung die Leistung von Pumpen zu steigern, Ausfälle zu minimieren und die Sicherheit zu erhöhen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, integriert die KSB SE & Co. KGaA in ihrem Projekt „IIoT-Panda“ Pumpenanwendungen in das Industrielle Internet der Dinge (IIoT). Ziel des Projekts ist es, Lösungen für vernetzte Pumpenanwendungen zu entwickeln.

Ein zentrales Vorhaben dabei ist die Entwicklung einer offenen Schnittstelle für die KSB-Cloud, die die Interoperabilität mit verschiedenen Cloud-Systemen erhöht und eine sichere sowie Echtzeit-Auswertung und Steuerung von Pumpendaten ermöglicht. Technologien wie die Industrie 4.0-Verwaltungsschale sollen eine standardisierte Beschreibung der Pumpenkomponenten und -funktionen bereitstellen, um die Integration in IT-Systeme zu erleichtern und die Vernetzung im industriellen Internet der Dinge zu fördern. Dies soll zu einer optimierten Prozesseffizienz, erleichterter vorbeugender Wartung und nachhaltiger Ressourcennutzung führen.

Verantwortliches Unternehmen: KSB SE & Co. KGaA

Projektlaufzeit: 01.05.2024 – 31.12.2026

Website: tba

Lindner SE, BiGreen

Für die Nutzung der Rechensysteme und den Betrieb von deren Kühlsystemen werden enorme Mengen elektrischer, und anderer fossiler, Energie eingespeist, die meist zu 100 Prozent in Form von Abwärme ungenutzt in die Atmosphäre gelangen.

Das Projekt BiGreen der Lindner SE arbeitet an hochinnovativen, modularen Cloud-Edge-Computing-Systemen, die nahtlos in die Gebäudetechnik von Neubauten und Bestandsgebäuden integriert werden können. Die bei der Nutzung emittierte Abwärme wird direkt vor Ort für Gebäudeheizung, Warmwasserbereitung oder Prozesswärme verwendet. Die Energie soll vornehmlich aus lokalen, regenerativen Energiequellen stammen. Der „Schwarm“ an verteilten Cloud-Edge-Systemen wird intelligent gesteuert, um das Verhältnis zwischen der regenerativen Energie, der Nutzung der entstehenden Abwärme und der verfügbaren Rechenleistung zu optimieren. Daneben schützt ein vollkommen neuartiges, multidimensionales Sicherheits- und Zugriffskonzept, das sogenannte Multi-Layer Confidential Computing, die Systeme.

Verantwortliches Unternehmen: Lindner SE

Projektlaufzeit: 01.06.2023 – 31.12.2026

Website: https://www.bigreen.io/

N+P Informationssysteme GmbH, GREEN-TWIN

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) stehen immer mehr vor der Herausforderung, Echtzeitdaten ihrer Kunden zu erhalten. So können beispielsweise Maschinenherstellende den Einsatz ihrer Maschinen und Anlagen im Kundenumfeld überwachen und sich so neue digitale Geschäftsmodelle erschließen. Damit steigt der Bedarf, Cloud-Technologien zu nutzen. Gleichzeitig haben Kundinnen und Kunden Bedenken, Daten an einen einzigen Cloud-Anbietenden zu übertragen.

Das Projekt GREEN-TWIN der N+P Informationssysteme GmbH implementiert digitale Zwillinge im Bereich Gebäude und Fabrik als souveräne Cloud-Lösung. Durch den Aufbau und das Management von hybriden Plattformumgebungen und deren Datenräumen als Kombination aus On-Premise- und Cloud-Anteilen will das Projekt Multi-Provider-Infrastruktur-Szenarien schaffen, welche eine vertrauensvolle unternehmensübergreifende Nutzung von Daten gewährleisten. Um Interoperabilität, Datensouveränität und Datenhoheit zu unterstützen, integriert das Projekt GAIA-X-Grundkomponenten und -Standards. Ziel ist es, konkrete Use Cases in den Bereichen Digitales Gebäude, Digitale Fabrik und Digitale Produkte zu entwickeln.

Verantwortliches Unternehmen: N+P Informationssysteme GmbH

Projektlaufzeit: 01.05.2023 – 31.12.2026

Website: https://www.nupis.de/loesungen/plattform

Rheinmetall Technology Center GmbH, PoQuaSIA

Der steigende Digitalisierungsgrad in Industrie, Verwaltung oder im Mobilitätswesen sorgt dafür, dass Systeme miteinander vernetzt werden und dadurch immer mehr Angriffspunkte nach außen entstehen. Bei sicherheitskritischen Anwendungen, zum Beispiel dem fahrerlosen, teleoperierten Fahren, gelten höchste Anforderungen an Sicherheit, Latenz und Verfügbarkeit auch im Hinblick auf postquantensichere Verschlüsselungsverfahren.

Das Projekt PoQuaSIA des Rheinmetall Technology Center entwickelt Module für eine generische IoT-Plattform zur sicheren Anbindung an dezentrale Edge-Clouds oder an zentrale Clouds. Dazu schafft das Projekt zum einen die notwendige sichere Recheninfrastruktur, mit ausreichender Rechenleistung und Sicherheit gegen Verbindungsabbrüche und Cyberattacken. Zum anderen wird die post-quantum-sichere und besonders latenzarme Kommunikation zwischen den beteiligten Subsystemen durch ein eingebettetes System gewährleistet. Diese generische IoT-Plattform wird auf Use Cases aus dem Mobilitätsbereich, zum Beispiel der Teleoperation von Pkw, simulativ und in Form von Feldtest angewendet.

Verantwortliches Unternehmen: Rheinmetall Technology Center GmbH

Projektlaufzeit: 01.06.2023 – 31.05.2026

Robert Bosch GmbH, CUBE-C

Die Funktionalität von Fahrzeugen wird immer mehr durch Software definiert, was zu einem erhöhten Rechenaufwand und Energieverbrauch führt. Die Verwendung von Cloud- und Edgekapazitäten bietet die Chance, die eingebettete Elektronik in Fahrzeugen zu reduzieren und Funktionalität kostengünstiger anzubieten. Dazu braucht es insbesondere für Echtzeitanwendungen Lösungen zum Umgang mit Latenzen und zur Sicherstellung der Verfügbarkeit.

Das Projekt Cube-C von Bosch entwickelt Methoden, Bausteine und Tools zur Realisierung von sicherheits- und zeitkritischen Cyber-Physical Systems (CPS) in einem Cloud-Edge Kontinuum. Auf dieser Basis kann die Fahrzeug- und Cloud- Infrastruktur optimal genutzt werden, so dass Fahrzeuge ressourcenschonend, energieeffizient und sicher betrieben werden können. Dies umfasst Entwicklungsumgebungen, Betriebskonzepte sowie echtzeitkritische Funktionen mit Sicherstellung der Quality of Service und Methoden zur Verteilung von Funktionalitäten im laufenden Betrieb. Innerhalb des Projektes werden darüber hinaus erste Anwendungen für ein solches Cloud-Edge Kontinuum in den Bereichen Powertrain, Fahrerassistenzsysteme und kooperatives Fahren entwickelt.

Verantwortliches Unternehmen: Robert Bosch GmbH

Projektlaufzeit: 01.05.2023 – 30.04.2026

Website: https://www.bosch.com/research/news/ipcei-cis-project/

Robert Bosch GmbH, GrowING

Das Projekt growING revolutioniert die Zusammenarbeit im Sondermaschinenbau durch die Weiterentwicklung digitaler Zwillinge. Ziel ist es, eine nahtlose, digitale und unternehmensübergreifende Kooperation zu ermöglichen, um die Time-to-Market für neue Maschinen zu verkürzen. Mithilfe von Interoperabilitätstechnologien wie der Asset Administration Shell und dem Eclipse Dataspace Connector wird die Kompatibilität unterschiedlicher Werkzeuge und Prozesse sichergestellt. Demonstratoren und Pilotanlagen werden in realen Anwendungsszenarien aufgebaut, um die Effizienz und Praxistauglichkeit der entwickelten Lösungen zu validieren.

growING trägt maßgeblich zum Aufbau des Multi-Provider Cloud-Edge-Kontinuums bei, indem es Anforderungen liefert und bereitgestellte Anwendungen und Technologien verprobt. Das Projekt hebt das Konzept der digitalen Zwillinge auf ein neues Niveau, indem sie schrittweise angereichert und für komplexere Szenarien nutzbar gemacht werden. So stärkt growING die digitale Souveränität Deutschlands und Europas und reduziert technologische Abhängigkeiten, während es die Ausbildung und Qualifizierung von Fachkräften im Bereich digitaler Technologien fördert.

Verantwortliches Unternehmen: Robert Bosch GmbH

Projektlaufzeit: 01.11.2024-31.01.2027

Website: tba

SAP, ApeiroRA

Mit dem Projekt ApeiroRA will SAP einen Referenzentwurf für eine offene, flexible, leistungsstarke und sichere Cloud-Edge-Infrastruktur der nächsten Generation entwickeln. Das Projekt umfasst den Einsatz von intelligenten Überwachungs- und Optimierungsmethoden, um Energieeffizienz zu erreichen und Nachhaltigkeit zu unterstützen. Das Projekt wird das Ziel eines Multi-Provider Cloud-Edge Kontinuums in und für Europa stärken und außerdem eine solide Grundlage für die künftige Softwareentwicklung, den Einsatz und die Nutzung in Cloud-Edge-Umgebungen schaffen.

Verantwortliches Unternehmen: SAP SE

Projektlaufzeit: 2023 – 2026

Website: https://apeirora.eu/

Schunk SE & Co. KG, RoX

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© Schunk SE & Co. KG, RoX

Das Verbundprojekt RoX hat zum Ziel, ein digitales Ökosystem für die Entwicklung, den Betrieb und die Weiterentwicklung KI-basierter Robotiksysteme zu etablieren. Hierzu werden zum Beispiel generische Softwarebausteine bereitgestellt, die über das Ökosystem zugänglich sind. Grundlage des Ökosystems bilden Konzepte aus dezentral organisierten Datenökosystemen wie Manufacturing-X und Factory-X. Das Projekt integriert verschiedene Produktlebensphasen, von der Entwicklung über die Inbetriebnahme bis hin zu Betrieb und Wartung der Robotiksysteme. Standards und bestehende Technologien spielen eine zentrale Rolle, um die Anschlussfähigkeit und Kompatibilität der Projektergebnisse sicherzustellen.

Das Konsortium umfasst 24 Partner aus Industrie und Forschung, darunter Enabler und Anwendende, die eng mit nationalen und europäischen Partnern zusammenarbeiten. Mit über zwölf Use Cases in vier Anwendungsdomänen – Be- und Entladen, Kommissionieren/Kitting, Produktionsautomatisierung und KI-gestützte Roboter-Inbetriebnahme – wird die breite Praxistauglichkeit des Ökosystems geprüft und validiert.

Verantwortliches Unternehmen: ABB AG

Projektlaufzeit: 01.09.2024 – 28.02.2027

Website: www.project-rox.ai

secunet Security Networks AG, secunetEdgeCloud

Für künftige hochsichere Cloud-Edge-Lösungen sind Skalierbarkeit, Interoperabilität und Vertrauenswürdigkeit sowie die Erhöhung der Energieeffizienz durch Computing am Ort der Energieerzeugung höchst relevant.

Das Projekt secunetEdgeCloud von secunet Security Networks AG wird hierzu vollständig integrierte und sich automatisch vernetzende Cloud-Edge-Infrastrukturmodule entwickeln, die sich durch höchste Sicherheit auszeichnen. Die Knoten können automatisiert miteinander verbunden werden, um große Computernetzwerke zu bilden, sodass mit niedrigen Betriebskosten skalierende Netze zur Bereitstellung von Rechenleistung entstehen können. Dies wird unter anderem durch eine sicherheitsbewusste Codeentwicklung und -auswahl, den Einsatz modernster Verschlüsselungstechnologien und Virtualisierungstechnologien sowie die kryptografische Isolierung von Workloads erreicht. Diese Kombination aus hochsicherer, energieeffizienter, einfach nutzbarer und Open Source-basierter Technologie schließt eine technologische Lücke und ist zertifizierbar.

Verantwortliches Unternehmen: secunet Security Networks Aktiengesellschaft

Projektlaufzeit: 01.07.2023 – 31.12.2026

Kontakt: IPCEI-CIS-SEC@secunet.com

Siemens, KIbSIS

Die Integration von KI in safety-kritische Anwendungen stellt neue Anforderungen an Cybersicherheit und Echtzeitfähigkeit. Eine besonders herausfordernde Aufgabe ist dabei die Entwicklung fehlertoleranter und vertrauenswürdiger KI-Systeme für safety-kritische Umgebungen.

Das Projekt KIbSIS (KI-basierte Sicherheit für Industrie-Systeme) adressiert diese Herausforderungen durch innovative Cybersicherheitsverfahren. Kern des Projekts ist die Entwicklung einer KI-basierten Lösung zur automatischen Quittierung von Sicherheitseinrichtungen an Werkzeugmaschinen in Smart Factories unter Einhaltung von Safety-Anforderungen sowie Vorgaben für KI und Cybersicherheit. Eine KI-basierte Anomalie-Erkennung im Netzwerk und in industriellen Systemen identifiziert Störungen und Cyberangriffe frühzeitig und ermöglicht gezielte Gegenmaßnahmen. Zusätzlich entwickelt das Projekt krypto-agile Sicherheitsmechanismen mit Post-Quanten-sicheren Algorithmen auf Secure Elements sowie Migrationsstrategien für Kryptografie-Lösungen.

.Verantwortliches Unternehmen: Siemens AG

Projektlaufzeit: 01.10.2025 - 30.04.2028

Siemens, Kicks for Edge

Kicks4Edge Logo

© Siemens, Kicks for Edge

Die Edge-Technologie bietet ein großes Potenzial für die dezentrale Datenanalyse und die Digitalisierung von Produktionsprozessen in verschiedenen Branchen. Fabriken sind geprägt von heterogenen Systemen, vielfältigen Maschinen und höchsten Sicherheitsanforderungen. Das Projekt Kicks for Edge von Siemens Digital Industries zielt darauf ab, die Interoperabilität von Systemen zu fördern sowie die Erweiterung von Software- und Serviceangeboten für eine offene industrielle Edge-Technologie voranzutreiben und zu unterstützen, damit vielfältige Akteure in IT und Operational Technology (OT) mit der Edge-Technologie als Teil des Cloud-Edge-Kontinuums Geschäfte machen können. Das Projekt wendet einen neuartigen Ansatz für die Technologieeinführung in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) an, leitet die Anforderungen der Industrie ab, die in die Technologieentwicklung des IPCEI-CIS einfließen sollen, und ermöglicht neuen App- und Geräteherstellern die Teilnahme an der Edge-Technologie mit den drei Bausteinen Edge Build & Connect, App & Device Test Ecosystem und Edge-Kick-Start.

Verantwortliches Unternehmen: Siemens AG

Projektlaufzeit: 01.12.2023 – 31.12.2027

Siemens Energy Global GmbH & Co. KG, Wind-X

Im Projekt Wind-X wird ein neuer Datenraum für die europäische Windindustrie erschaffen, der Daten- und Informationsaustausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermöglicht. Dieser ermöglicht den Austausch von Informationen wie CO₂-Fußabdruckdaten und Echtzeit-Betriebsdaten von Windkraftanlagen zwischen relevanten Akteuren. Dabei setzt das Projekt auf eine Cloud-Edge-Infrastruktur, die hohe Datensouveränität gewährleistet und im Rahmen des IPCEI-CIS entwickelt wird. Ziel ist es, die relevantesten Datentypen für die Windindustrie zu identifizieren, passende Standards für Datenaustauschformate zu etablieren und deren Einsatz anhand von Anwendungsfällen wie „Traceability“ und „digitaler Zwilling“ zu erproben.

Mit seiner innovativen Herangehensweise leistet Wind-X einen Beitrag zur digitalen Souveränität Europas, indem es eine unabhängige und moderne Energieversorgung unterstützt. Gerade in abgelegenen Standorten mit begrenzter Internetkonnektivität bietet das Projekt neue Möglichkeiten zur effizienten Nutzung und Optimierung von Betriebsdaten. Die Nutzung europäischer Standards reduziert die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern, was die Sicherheit und Resilienz der europäischen Energieinfrastruktur stärkt.

Verantwortliches Unternehmen: Siemens Energy Global GmbH & Co. KG

Projektlaufzeit: 01.11.2024 – 31.07.2027

Siemens Mobility GmbH, Railway-X

Railway-X entwickelt einen sicheren und vertrauenswürdigen Datenraum für die Bahnbranche, der den Austausch relevanter Daten wie den CO-Fußabdruck und Batteriepass-Informationen ermöglicht. Durch den Einsatz von Cloud-, Edge- und Datenraumtechnologien wird eine effiziente und sichere Datenverarbeitung gewährleistet.

Ein zentraler Anwendungsfall ist der digitale Batteriepass, der sowohl statische als auch dynamische Betriebsdaten integriert und durch Edge-Computing in Echtzeit erfasst und verarbeitet wird. Railway-X erprobt zudem Technologien zur dynamischen Verteilung von Rechenkapazitäten und trägt zur digitalen Souveränität der europäischen Bahnindustrie bei, indem es die Abhängigkeit von nicht-europäischen Hyperscalern reduziert und die Datensouveränität wahrt.

Mit der Beschleunigung der digitalen Transformation in einer sich traditionell langsam digitalisierenden Branche, schafft das Projekt eine offene Grundlage für zukünftige Anwendungen. Bis zum Projektende soll ein nahezu betriebsbereiter Datenraum entstehen in dem der Batteriepass als erster marktreifer Use Case pünktlich zur EU-Verordnung umgesetzt wird.

Verantwortliches Unternehmen: Siemens Mobility GmbH

Projektlaufzeit: 01.01.2025 – 31.12.2026

Website: tba

SYSGO GmbH, SuzECK

Die Vernetzung sicherheitskritischer Systeme im Bahnbereich, zum Beispiel bei der Signalverarbeitung im Schienennetz oder der Datenverarbeitung in Schienenverkehrsmitteln, erfordert den Einsatz von intelligenten und damit sicheren und funktionellen Konnektivitätsplattformen, wie – unter anderem – von Cloud-Diensten.
Hier setzt das Projekt SuzECK an, indem es eine Safe-Computing-Plattform (SCP) schafft. Vorgesehen ist ein „Platform-independent Application Programming Interface“ (PI API) zwischen sicherheitsrelevanten Bereichen im Bahnsektor und Cloud- und Edge-Anwendungen. Das schafft einen Sicherheitslayer und unterstützt die Portabilität zwischen Anwendungen verschiedener Anbieter. Die Safe-Computing-Plattform wird durch eine funktionale Open-Source-Referenzimplementierung sowie weitere proprietäre Safety-Anpassungen unterstützt. Das Projekt orientiert sich hierbei am Standard SCP PI, der in Zusammenarbeit von europäischen Bahnen aus Deutschland, Frankreich, Niederlande und Schweiz) entworfen wurde.

Verantwortliches Unternehmen: SYSGO GmbH

Projektlaufzeit: 01.07.2023 – 31.12.2026

Website: tba 

WestfalenWIND IT GmbH & Co. KG, SDEC

Rox Logo

© WestfalenWIND IT GmbH & Co. KG, WindCORES (SDEC)

Rechenzentren stehen vor großen Herausforderungen, da sie der Motor einer digitalen Gesellschaft sind. Hyper-Scaler definieren das leicht zugängige Serviceangebot, bieten jedoch kaum Kunden-Souveränität bei der Erfüllung individueller Anforderungen zur Nachhaltigkeit oder Regulatorik. Um ein besseres Gegengewicht im europäischen und deutschen Markt zu bieten, muss ein kooperatives und zugleich nachhaltiges Cloud-Ökosystems entstehen.

Das Projekt SDEC der WestfalenWIND IT erforscht hierfür Rechenzentren-Edge-Infrastrukturen innerhalb von Windenergieanlagen. Zentrale Herausforderung ist die Architektur und Integration in einem standortübergreifenden Co-Location-Betriebsmodell zu etablieren. Das Vorhaben betrachtet Fragestellungen, die zu einer anforderungsgerechten Architektur führen sollen. Das Ziel ist ein verteiltes Co-Location-Ökosystem zu schaffen und die nahtlose Verschmelzung der Lösung in einer Energieerzeugerinfrastruktur zu ermöglichen. Die Bereitstellung dieser Ressourcen im Markt unterstützen zudem Use Cases für Smart-City-Plattformen oder gemeinnützige Kulturplattformen.

Verantwortliches Unternehmen: WestfalenWIND IT GmbH & Co. KG

Projektlaufzeit: 01.06.2023 – 30.11.2026

Website: www.windcores.de/forschung

Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS), CKKI

Cyberangriffe, aber auch Wartungsfehler oder Softwareprobleme können den Ausfall zentraler IT-Systeme der öffentlichen Verwaltung zur Folge haben und deren Handlungsunfähigkeit beinträchtigen. Hinzu kommt die starke Abhängigkeit der Verwaltung von proprietären Office- und Cloud-Lösungen einzelner, meist außereuropäischer Anbieter.

Das Projekt CKKI (Cloudbasierte Kommunikation im Krisenfall) setzt hier an und hat das Ziel digitale Souveränität, Interoperabilität und Krisenresilienz nicht nur konzeptionell, sondern gemeinsam mit europäischen Cloud-Anbietern unter realen Bedingungen zu erproben. Im Projekt wird openDesk als Open-Source-basierte Office- und Kollaborationssoftware eingesetzt, um Institutionen der deutschen Sozialversicherer im Krisenfall einen zweiten, unabhängigen Kommunikationsweg bereitzustellen. Die Lösung bündelt E-Mail, Office-Anwendungen, Kalender, Chat und Dokumentenablage und ist so ausgelegt, dass sie als Backup genutzt werden kann, wenn die Primär-IT einer Organisation ausfällt. Das Vorhaben leistet somit einen konkreten Beitrag zum Multi-Provider Cloud-Edge Continuum, indem eine produktive Office- und Kollaborationssoftware parallel auf mehreren Cloud-Infrastrukturen betrieben wird. Damit wird praktisch gezeigt, dass Anwendungen und Daten auch im Krisenfall verfügbar bleiben können, selbst wenn einzelne Anbieter oder Infrastrukturen nicht mehr erreichbar sind.

.Verantwortliches Unternehmen: Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS)

Projektlaufzeit: 01.01.2026 - 30.04.2026

Downloads

Weiterführende Informationen

  • 03.11.2025 - Download - Europäische Industriepolitik

    Publikation: Berlin Declaration

    Friends of Industry 2025
    (Dokument ist barrierefrei)

    PDF, 630 KB

    Öffnet PDF "Berlin Declaration" in neuem Fenster.
  • 17.02.2021 - Download - Europäische Industriepolitik

    Publikation: French – German Non-paper

    The European industrial policy strategy and its Spring-2021 Update

    PDF, 127 KB

    Öffnet PDF "French – German Non-paper" in neuem Fenster.

Pressemitteilung

  • 05.12.2023 - Gemeinsame Pressemitteilung - Europäische Industriepolitik

    Pressemitteilung: Europäische Kommission genehmigt europäisches Cloud-Großprojekt

    Öffnet Einzelsicht
  • 24.03.2023 - Pressemitteilung - Schlüsseltechnologien

    Pressemitteilung: Erstes deutsches Projekt im IPCEI Industrial Cloud kann starten

    Öffnet Einzelsicht
  • 08.04.2022 - Pressemitteilung - Innovationsförderung

    Pressemitteilung: Cloud-IPCEI in den Startlöchern: 26 deutsche Unternehmen und 750 Millionen Euro Förderung

    Öffnet Einzelsicht
  • 07.02.2022 - Pressemitteilung - Wirtschaftspolitik

    Pressemitteilung: Habeck reist zu Antrittsbesuch nach Paris

    Öffnet Einzelsicht