Worum geht es?
Derzeit wird der Cloudmarkt von wenigen großen Unternehmen aus Drittstaaten beherrscht, während europäische Anbieter stark zersplittert sind und in Summe weniger als 13 Prozent am Weltmarkt ausmachen. Dies führt zu Problemen wie mangelnder Skalierbarkeit, Interoperabilität und Transparenz in den Angeboten. Diese Situation wirkt sich negativ auf den Wettbewerb aus und behindert die vollständige Nutzung des hohen Innovationspotenzials der europäischen Wirtschaft.
Das IPCEI-CIS setzt hier gemeinsam mit der „8ra Initiative“ an: Durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit, gezielte Innovationen und die Entwicklung skalierbarer Cloud-Edge-Lösungen werden europäische Werte wie Souveränität, Nachhaltigkeit und Transparenz in den Mittelpunkt gerückt. So entstehen zukunftsfähige Lösungen, die den europäischen Markt stärken und langfristig Wettbewerb und Innovation vorantreiben.
Aktuelle Umfragen zeigen, dass Unternehmen vermehrt mit europäischen Anbietern zusammenarbeiten möchten. Aus einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2025 geht beispielsweise hervor, dass 84 Prozent der Unternehmen der Meinung sind, dass die neue Bundesregierung die Stärkung der digitalen Souveränität ganz oben auf ihre Agenda setzen sollte.
Die Anforderungen der europäischen Industrie an eine Cloudinfrastruktur steigen ständig, insbesondere in Bereichen wie Echtzeitfähigkeit in der Industrie und für autonomes Fahren. Durch die Bündelung der Projekte in der „8ra Initiative“ schafft das IPCEI-CIS eine klare Roadmap für nachhaltige und sichere Cloud-Edge-Lösungen, die zentrale Anforderungen wie Interoperabilität und zukünftige Skalierbarkeit erfüllen. Gleichzeitig sind die Sicherheit von Daten und die Einhaltung der europäischen Datenschutzgrundverord-nung für Unternehmen von großer Bedeutung. Um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu stärken, wurde das IPCEI-CIS als ein Projekt von höchster strategischer Relevanz und wesentlicher Bestandteil der Umsetzung der europäischen Industriestrategie ins Leben gerufen.