Eines wurde im Rahmen der Sommerreise ganz deutlich: „Deutschland ist ein starkes Industrieland – und soll es bleiben. Dafür müssen wir technologische Exzellenz erhalten, industrielle Wertschöpfung sichern und Unternehmen wieder mehr Raum geben“, betont Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Gleichzeitig steht Deutschland vor großen Aufgaben: Die Industrie befindet sich mitten in der Transformation, Energieversorgung und Wettbewerbsfähigkeit müssen gesichert werden und neue Technologien verändern ganze Branchen. Gerade deshalb ist der direkte Austausch mit Unternehmen wichtiger denn je. Um die deutsche Wirtschaft zu stärken, braucht es eine starke heimische Produktion und Unternehmen, die auf ihrem Gebiet Vorreiter sind. Die Sommerreise führte die Ministerin zu eben solchen Unternehmen, die zentrale Bausteine des Industriestandorts Deutschland verkörpern: von Energie und Sicherheit über Digitalisierung und Fachkräfte bis hin zu Rohstoffen und klimafreundlicher Stahlproduktion.
Den Auftakt der Reise bildete ein Besuch bei der DEUTZ AG in Köln. Im Austausch mit der Unternehmensleitung informierte sich Katharina Reiche über aktuelle Herausforderungen für den Industriestandort Deutschland. Dabei ging es auch um industriepolitische Fragen: Wie kann die Transformation der Automobilzulieferindustrie hin zur Verteidigungsindustrie gelingen? Wie kann industrielle Wertschöpfung gesichert werden? Anschließend nahm die Ministerin bei der RheinEnergie AG an der feierlichen Grundsteinlegung der Flusswärmepumpe am Heizkraftwerk Niehl teil. Das Vorhaben verdeutlicht, wie in Großprojekten Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit in der Energieversorgung gemeinsam gedacht werden können. Innovative Großwärmepumpen leisten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung und stärken zugleich die Resilienz der Energieinfrastruktur.
Anschließend reiste Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche nach Bayern. Beim Besuch des Hensoldt-Standorts Fürstenfeldbruck stand die Bedeutung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands im Fokus. Hensoldt ist ein führendes europäisches Technologieunternehmen im Sicherheits- und Verteidigungssektor und zeigt, was technologische Souveränität konkret bedeutet. Wie wichtig technologische Innovation für die Zukunft des Standorts Deutschland ist, zeigte hingegen der Besuch bei Bosch in Bamberg. Die Ministerin erhielt hier Einblicke in Produktion, Innovation und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Dieselfertigung. Das Unternehmen zeigt, wie industrielle Transformation gelingt.
Auch bei den Besuchen in Baden-Württemberg spielten KI und Spitzentechnologien eine große Rolle, wie etwa bei der TRUMPF SE & Co. KG in Ditzingen. Das Unternehmen stellte seine hochmodernen Werkzeug- und Lasermaschinen vor. Ministerin Reiche sprach dabei nicht nur mit Unternehmensvertretern, sondern tauschte sich zum Thema Fachkräftesicherung auch mit den Auszubildenden im Ausbildungszentrum des Unternehmens aus. Wie schnell aus technologischer Spitzenforschung industrielle Innovation werden kann, zeigte der anschließende Besuch des Unternehmens Neura Robotics in Metzingen. Heute gehört Neura Robotics zur weltweiten Spitzengruppe privater Robotikunternehmen und ist Pionier der kollaborativen Robotik, also der sicheren und direkten Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Die Unternehmen zeigen eindrucksvoll: Deutschland kann industrielle Weltspitze.
Nach den Stationen in Süddeutschland ging es für Katherina Reiche in den Osten der Republik. In Zielitz produziert die K+S AG Kalium, das als Düngemittel weltweit exportiert wird. Die K+S AG ist der fünftgrößte Kaliproduzent weltweit. Hier ging es für die Ministerin darum, auf die Bedeutung heimischer Rohstoffe hinzuweisen. Auch der Bergbau zählt zu den industriellen Stärken Deutschlands.
Zum Abschluss der Sommereise besichtigte die Ministerin die Baustelle eines neuen Stahlwerks der Salzgitter AG in Niedersachsen. Das Unternehmen ist der drittgrößte Stahlproduzent Deutschlands. Es investiert im Rahmen des Förderprojekts „SALCOS“ 2,7 Milliarden Euro in den Standort und erhält dafür eine öffentliche Förderung für den Einsatz von Wasserstoff in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Nach Abschluss von SALCOS will die Salzgitter AG zukünftig CO2-armen, grünen Stahl produzieren. Das Projekt zählt zu den wichtigsten industriepolitischen Vorhaben Deutschlands und zeigt, wie Wettbewerbsfähigkeit und Dekarbonisierung gemeinsam vorangebracht werden können.
Deutschland verfügt über starke Unternehmen, innovative Technologien und hochqualifizierte Beschäftigte. Hier werden die notwendigen Weichen dafür gestellt, Wohlstand zu sichern und neue Wachstumschancen zu eröffnen. Mit Blick auf die Unternehmen betont Ministerin Reiche: „Gemeinsam zeigen sie, warum Deutschland auch künftig ein führender Industriestandort sein kann.“
Wir wollen die Rahmenbedingungen für Unternehmen weiter verbessern, Bürokratie abbauen und Investitionen fördern. Es ist unsere Aufgabe, dafür sorgen, dass diese Wertschöpfung auch künftig in Deutschland bleibt und sich weiter entwickeln kann.