Aufgestapelte Euromünzen, davor ein Pfeil der nach oben gerichtet ist.

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Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik steht das Wohlstands- und Aufstiegsversprechen infrage, dass es der nächsten Generation besser gehen wird. Demografischer Wandel, Engpässe auf dem Arbeitsmarkt, steigende Belastungen der sozialen Sicherungssysteme sowie hohe Energiepreise treffen auf eine geopolitische Neuordnung und einen spürbaren Rückgang der Exportdynamik. Gleichzeitig verändern Digitalisierung und Künstliche Intelligenz Wirtschaft und Arbeitswelt in einer Geschwindigkeit und Tiefe, die grundlegende Anpassungen erforderlich machen. Um Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand langfristig zu sichern, sind mutige Reformen notwendig. „Jetzt geht es um drei Dinge: den Faktor Arbeit zu entlasten, Bürokratie abzubauen sowie freien Wettbewerb und Innovationen zu stärken. Wer arbeitet und investiert, muss spüren, dass sich Einsatz in Deutschland lohnt“, betont Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche.

Ein zentraler Hebel ist dabei eine höhere gesamtwirtschaftliche Arbeitsleistung. Wir brauchen mehr Anreize für längeres Arbeiten auch im Alter, mehr Vollzeitarbeit und einen flexibleren Kündigungsschutz im Hochlohnbereich, um die Produktivität zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. „Leistung muss sich lohnen“, so Ministerin Reiche. Sie betont, dass die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft gestärkt und individuelle Leistung angemessen berücksichtig werden müssen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Wirtschaftswachstum ist keine abstrakte Kennzahl, sondern die Voraussetzung dafür, den Sozialstaat in seiner heutigen Ausprägung langfristig finanzieren zu können.

Wachstumsperspektiven durch verlässliche Rahmenbedingungen

Eine zukunftsfähige Standortpolitik erfordert zudem verlässliche und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen. „Selbsttragendes Wachstum werden wir aber nur bekommen, wenn wir den Arbeitsmarkt und die sozialen Sicherungssysteme reformieren, wenn wir schneller genehmigen, zulassen, planen können, wenn die Vergabe dieser öffentlichen Mittel schneller und unbürokratischer erfolgt“, so Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Steuerliche Entlastungen wären in diesem Zusammenhang sinnvoll, um den Faktor Arbeit so schnell es geht zu entlasten. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche: „Je mehr Menschen arbeiten, je attraktiver Arbeit ist, desto höher ist die Produktivität in Deutschland, desto geringer ist die Last auf den sozialen Sicherungssystemen.

Deutschland muss wieder gewinnen wollen – im internationalen Wettbewerb um Investitionen, Innovationen und Arbeitsplätze. Mit mutigen Reformen, weniger Bürokratie und einer klaren Anerkennung von Leistung kann es gelingen, Wachstum und Wohlstand nachhaltig zu sichern.