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„Zukunft Region“-Vorhaben präsentieren sich auf der Regionalpolitischen Jahrestagung in Halle (Saale)
Einleitung
Am 2. und 3. März 2026 fand in Halle (Saale) die 4. Regionalpolitische Jahrestagung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie statt. Unter dem Titel „Innovationen und Investitionen: Regionen zukunftsfähig gestalten“ trafen sich mehr als 750 Teilnehmende, um über Impulse und Lösungen für eine zukunftsorientierte Regionalentwicklung zu diskutieren. Auch die geförderten Vorhaben des Bundeswettbewerbs „Zukunft Region“ hatten in diesem Jahr wieder die Chance, ihre Arbeit im Rahmen der Ausstellung zu präsentierten.
Industriebetriebe in vielen Regionen in Deutschland und Europa stehen vor tiefgreifenden Herausforderungen: steigende Kosten, der strukturelle Wandel und internationaler Wettbewerbsdruck. Davon ist insbesondere der Mittelstand betroffen, der als Rückgrat der regionalen Wirtschaft eine zentrale Rolle für Beschäftigung, Wertschöpfung und Innovation spielt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz standen daher innovative Ideen, wirksame Instrumente und neue Ansätze, wie Investitionen und Innovationen neue wirtschaftliche Dynamiken auslösen und selbsttragendes Wachstum in den Regionen stärken können. Über 750 Teilnehmende aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Verbänden und Gewerkschaften diskutierten in interaktiven Sessions aktuelle Transformationsprozesse und konnten sich von Good-Practice-Beispielen aus Unternehmen und Kommunen inspirieren lassen.
„Zukunft Region“-Vorhaben präsentieren sich im Ausstellungsbereich
Wie bereits bei den vergangenen Jahrestagungen hatte auch in diesem Jahr eine Auswahl an geförderten Vorhaben des Bundeswettbewerbs „Zukunft Region“ die Chance sich und ihre Arbeit auf der Ausstellungsfläche zu präsentieren: Die Projekte „STAY2GROW“ und „NetWORK.RVS“ informierten zum Beispiel wie eine umfassende Arbeitsmarktstrategie die regionale Wirtschaft stärken kann und wie es möglich ist, Absolventen und Absolventinnen als Nachwuchsfachkräfte in der Region zu halten. Die Vorhaben „Energiewerkstatt“ und „ECO2WEL“ zeigten anhand des Modells eines Pumpspeicherkraftwerks sowie mithilfe einer Präsentation des Netzwerks LORAWAN, wie die regionale Energieversorgung durch innovative Konzepte und die Förderung erneuerbarer Energien transformiert werden kann. Mit dem Potenzial ungenutzter Biomasse beschäftigt sich das Projekt „Zukunft mit BiSS“. Auf der Jahrestagung informierte die Projektmanagerin über die Ergebnisse einer Potenzialanalyse sowie das Akteursnetzwerk des Vorhabens. Im Mittelpunkt des Vorhabens „KDS-DroneTec“ steht die Schaffung eines Kompetenzzentrums für Drohnenanwendungen in der Region Nordfriesland, um die wirtschaftliche Stabilität sowie die Lebensqualität der Menschen vor Ort zu verbessern, neue Arbeitsplätze zu schaffen sowie nachhaltige Technologien zu fördern. Um dies zu veranschaulichen, hatten Besucherinnen und Besucher am Stand die Möglichkeit den Demonstrator einer Zieldarstellungsdrohne sowie eine consumer DJI-Drohne (Freizeit-Drohne) zu betrachten. Das Vorhaben „Ideenfabrik Euskirchen“ befindet sich mit seinen Projekten bereits in der Umsetzungsphase. Am Ausstellungsstand informierte die Projektmanagerin über die Errichtung eines „Sustainable Innovation Hub", der zum zentralen Element bei der Befähigung von Unternehmen zur nachhaltigen Transformation werden soll und dabei wichtige Entwicklungsherausforderungen der Wirtschaftsstruktur im Kreis Euskirchen adressiert.
Ministerpräsident Schulze besucht Stand des Vorhabens „STRAHLKRAFT“
Das in Sachsen-Anhalt in der Gemeinde Barleben angesiedelte Vorhaben „STRAHLKRAFT“ präsentierte seine Arbeit ebenfalls auf der Jahrestagung in Halle. Während des Rundgangs von Ministerpräsident Sven Schulz sowie im anschließenden Gespräch mit ihm, erläuterten die Vertreterinnen und Vertreter aus Barleben ihre Projektziele. Mithilfe einer interaktiven Simulation der Erreichbarkeit des Gewerbegebiets Technologieparks Ostfalen in Barleben (ST) zeigten sie, wie das Vorhaben die Chancen einer Stärkung der Wirtschaftskraft von Gewerbegebieten durch intelligente Konzepte zu Mobilität und Pendlerströmen aufgreift. Zusätzlich kann das Tool prüfen, wie Städte das Kriterium der sogenannten „15-Minuten-Stadt“ (d.h. alle Wege des Alltags können zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV binnen 15 Minuten erreicht werden) erfüllen. Als Kooperationspartner ist auch das Unternehmen HelloFresh am Projekt „STRAHLKRAFT“ beteiligt. Das Werk am Standort Barleben ist aktuell der modernste Produktionsstandort von HelloFresh. Vor Ort in Halle erklärte der Unternehmensvertreter, wie innovative Verkehrskonzepte für die Anbindung ländlicher Räume und Industriegebiete den Unternehmen in der Region helfen, Fachkräfte zu gewinnen und gleichzeitig den Umweltverbund zu fördern.
Wie auch in den vergangenen Jahren trafen sich die „Zukunft Region“-Vorhaben am nächsten Tag zum Vernetzungstreffen des Bundeswettbewerbs. Dabei ist es zur Tradition geworden, dass regionale Projekte sich und ihre Arbeit vorstellen. In den Veranstaltungsräumen der Leopoldina waren in diesem Jahr Andreas Blümner, Projektleiter SMART City Halle sowie seine Kollegin Sarah Chantal Keller, Koordination für Öffentlichkeitsarbeit SMART-City-Büro zu Gast. Gemeinsam stellten sie das SMART City Projekt Halle vor und zeigten, mit welchen Ideen und Möglichkeiten die Stadt von morgen gestaltet werden kann.