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Die Zusammenarbeit zwischen dem Bundeswirtschaftsministerium und der Ukraine war bereits vor dem russischen Überfall 2022 und dem daraus resultierenden Angriffskrieg eng und partnerschaftlich. Als eine Reaktion hat das Bundeswirtschaftsministerium seine Unterstützung intensiviert und angepasst. Gleichzeitig werden Kanäle für Hilfslieferungen von deutschen Unternehmen in die Ukraine unterstützt.
Die Energieversorgung in der Ukraine ist längst selbst zu einer Frontlinie geworden. Dort entscheidet sich, wie hart dieser Winter die Menschen trifft. Unsere zusätzlichen 100 Millionen Euro für den Ukraine Energy Support Fund sind eine klare Antwort: Wir lassen die Ukrainerinnen und Ukrainer nicht allein.
24.10.2025 - Pressemitteilung -
Internationale Beziehungen
Pressemitteilung:Bundeswirtschaftsministerin Reiche zu politischen Gesprächen in Kyjiw – Round Table mit ukrainischen und deutschen Rüstungsunternehmen
24.10.2025 - Pressemitteilung -
Europäische und internationale Energiepolitik
Pressemitteilung:Wirtschaftsministerin Reiche reist in die Ukraine – deutsch-ukrainische Zusammenarbeit im Energiesektor und in der Verteidigungswirtschaft im Fokus
Das Bundeswirtschaftsministerium ist vor allem in zwei Bereichen aktiv:
Zum einen in der Energiepolitik im Rahmen der Energiepartnerschaft. Das ist vor dem Hintergrund der gezielten russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur besonders wichtig.
Zum anderen unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium im wirtschaftlichen Bereich. So stellt das Bundeswirtschaftsministerium unter anderen seine Instrumente der Außenwirtschaftsförderung (AWF) zur Verfügung, um Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit in der Ukraine zu erleichtern und perspektivisch den Wiederaufbau zu unterstützen.
Die Bundesregierung ist sehr daran interessiert, die Geschäftsbeziehungen deutscher Unternehmen mit der Ukraine trotz der Kriegssituation aufrecht zu erhalten und auszubauen.
Fotoreihe: Bundeswirtschaftsministerin Reiche reist in die Ukraine
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Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche gibt nach ihrer Ankunft in Kyjiw ein Pressestatement.
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In diversen Gesprächen und Unternehmensbesuchen wird es zum einen um den Erhalt und den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur des Landes gehen – insbesondere nach den jüngsten schweren Angriffen Russlands.
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Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche: „Die Ukraine ist ein beeindruckend widerstandsfähiges Land – in ihrer Verteidigung, in ihrer Wirtschaft, in ihrem Mindset. Davon können wir viel lernen.“
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Katherina Reiche besucht den ukrainische Standort des Unternehmens Knauf in Begleitung mit Oleksii Sobolev, des Ministers für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft der Ukraine.
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Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche: „Die Ukraine verteidigt nicht nur sich selbst gegen die russische Aggression, sie verteidigt uns alle – unsere Werte, unsere Freiheit, unser Europa.“
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Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche: „Die Ukraine verteidigt nicht nur sich selbst gegen die russische Aggression, sie verteidigt uns alle – unsere Werte, unsere Freiheit, unser Europa.“
Mit seinen AWF-Instrumenten ermöglicht das Bundeswirtschaftsministerium deutschen Unternehmen sich weiterhin in der Ukraine zu engagieren. Dafür sind Exportkredit- und Investitionsgarantien von zentraler Bedeutung:
Die Exportkreditgarantien des Bundes sichern deutsche Exporte in ausländische Märkte gegen politische und wirtschaftliche Risiken ab.
Hinzu kommen Investitionsgarantien, die deutschen Unternehmen darin unterstützen Produktions- und Absatzmärkten zu erschließen und auszubauen. Die Bundesregierung sichert Unternehmen dabei gegen politische Risiken, beispielsweise Krieg, ab und entschädigt im Garantiefall den Vermögensverlust.
Daneben unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium die Ukraine beispielsweise im Rahmen von bilateralen Verwaltungspartnerschaften beim institutionellen Wiederaufbau und der Annäherung an die Europäische Union (EU), unter anderen durch ein Vorhaben für den Wiederaufbau der nationalen Qualitätsinfrastruktur der Ukraine.
Über das Programm „Partnering in Business with Germany“ werden Führungskräfte auf die Kooperation mit deutschen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) vorbereitet und B2B-Kontakte hergestellt. Von 2022 bis Ende 2024 ergänzte eine Sonderinitiative für geflüchtete Führungskräfte das Programm. Weiterhin besteht ein Fortbildungsprogramm für Beamtinnen und Beamte der ukrainischen Regierung.
Darüber hinaus setzt sich das Bundeswirtschaftsministerium sowie die Bundesregierung für eine starke europäische Unterstützung der Ukraine im Rahmen der neu geschaffenen Ukraine Fazilität der EU ein. Dadurch sollen der Ukraine Zuschüsse und Darlehen in Höhe von 50 Milliarden Euro bis 2027 gewährt werden. Im April 2025 belief sich die bereits im Rahmen der Fazilität an die Ukraine ausgezahlte EU-Hilfe auf insgesamt 19,6 Milliarden Euro.
Investitionsgarantien
Bestehende und künftige Investitionsgarantien decken beteiligungsähnliche Darlehen gegen:
Enteignungs- und Kriegsrisiken
Konvertierungs- und Transferrisiken für Tilgungs- und Zinszahlungen
Bei beteiligungsähnlichen Darlehen handelt es sich um langfristige Kredite, die deutsche Unternehmen häufig – neben der üblichen Eigenkapitalbeteiligung – zur Finanzierung ukrainischer Tochterunternehmen einsetzen. Diese Deckungserweiterung ist aktuell möglich, weil die Nationalbank der Ukraine bestimmte Transfer- und Devisenbeschränkungen aufgehoben hat.
Seit Mitte 2024 können bei Beteiligungsgarantien im Zusammenhang mit Investitionen in Projektgesellschaften außerhalb des Bankensektor grundsätzlich auch Erträge in den Deckungsumfang mit einbezogen werden.
Darüber hinaus sollen keine Antragsgebühren für Ukraine-Anträge anfallen. Für Ukraine-Garantien müssen deutsche Unternehmen nur noch das jährliche Garantieentgelt zahlen.
Das Interesse deutscher Investorinnen und Investoren an den Garantien für Investitionen in der Ukraine ist ungebrochen. Im Ergebnis werden Garantien dann übernommen, wenn die Investition förderungswürdig und risikomäßig vertretbar ist.
Exportkreditgarantien
Exportkreditgarantien sichern deutsche Exporteurinnen und Exporteure gegen Zahlungsausfall bei ihren ausländischen Bestellenden ab.
Die aktuellen Deckungsmöglichkeiten entsprechen grundsätzlich denen vor Kriegsbeginn. Für kurzfristige Geschäfte bestehen keine formellen Einschränkungen bei der Deckung. Für mittel-/langfristige Geschäfte bestehen Deckungsmöglichkeiten innerhalb eines Plafonds in Höhe von 250 Millionen Euro mit einer Orientierungsgröße von 10 Millionen Euro Auftragswert pro Einzelgeschäft.
Geschäfte mit höheren Auftragswerten sind bei Vorliegen besonderer Förderungswürdigkeit deckungsfähig.
Deckungen für Geschäfte mit dem öffentlichen Sektor können nach Einzelfallprüfung mit einer Garantie einer staatlichen Stelle übernommen werden. Seit dem 1. Juni 2025 beträgt das Entschädigungsrisiko auf Exportkreditgarantien in die Ukraine 653,2 Millionen Euro.
Deutsch-Ukrainische Energiepartnerschaft
Themen der Energiepartnerschaft sind
die Förderung der wirtschaftlichen Kooperation mit der Ukraine im Energiebereich und
die Transformation des ukrainischen Energiesektors mit Schwerpunkten auf dezentrale erneuerbare Energien, Wasserstoff, Kohleausstieg und Strukturwandel, Energieeffizienz und Dekarbonisierung.
Weiterführende Informationen zum ukrainischen Energiesektor sowie zu Veranstaltungen sind auf der Website der Energiepartnerschaft verfügbar.
Seit Kriegsbeginn leistet das Bundeswirtschaftsministerium Nothilfe und finanziert und liefert Ersatzteile für die Reparatur der ukrainischen Energieinfrastruktur. So beteiligt sich das Bundeswirtschaftsministerium bisher mit über 300 Millionen Euro am Ukraine Energy Support Fund der Ukrainischen Energiegemeinschaft. Der Fonds beschafft technische Güter wie Transformatoren.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat auch eine Spendenkampagne zur Unterstützung der Ukraine im Energiebereich ins Leben gerufen. Seit Beginn der Spendenkampagne konnten bereits rund 22.000 Güter ausgeliefert und 1,2 Millionen Menschen in der Ukraine erreicht und wieder mit Energie versorgt werden. Das Sekretariat der Deutsch-Ukrainischen Energiepartnerschaft (EP) der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH koordiniert die Spendenkampagne. Die Unterstützung hat unmittelbar nach Kriegsausbruch begonnen.
Mit einer Kofinanzierung im Umfang von 40 Millionen Euro beteiligt sich das Bundeswirtschaftsministerium am Second Power Transmission Project der Weltbank. Das Projekt dient der Modernisierung des ukrainischen Stromübertragungsnetzes.
Des Weiteren unterstützt Bundeswirtschaftsministerium über ein GIZ-Projekt den Strukturwandel in den Kohleregionen und den grünen Wiederaufbau der Ukraine.
Eine Übersicht über alle Kontaktmöglichkeiten für die Unterstützung der Ukraine im Energiebereich können Sie unserem Flyer entnehmen.
Auswahl weiterer Anlauf- und Beratungsstellen finden Sie hier:
Der Service Desk Ukraine des Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e. V. (OA) – die große Regionalinitiative der deutschen Wirtschaft für Osteuropa, Mittelosteuropa, Russland, Südosteuropa und Zentralasien.
Der VCI-Helpdesk des Verbands der chemischen Industrie
Mit einer Sonderseite zum Krieg in der Ukraine informiert die deutsche Außenwirtschaftsagentur GTAI deutsche Unternehmen über das Wirtschaftsumfeld in der Ukraine sowie zu Unterstützungsmaßnahmen Deutschlands und seiner Partnerstaaten. Hier findet sich eine Vielzahl aktueller Ausschreibungen für diverse benötigte Güter sowie Spendenmöglichkeiten.
Nationale Plattform Wiederaufbau
Die Ukraine hat bereits mit dem Wiederaufbau ihres Landes begonnen. Die „Plattform Wiederaufbau Ukraine“ richtet sich an die Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen in Deutschland. Sie bietet Informationen über:
den Wiederaufbau
zu Fördermöglichkeiten
vielfältige Unterstützungen
Möglichkeiten der wirtschaftlichen Verzahnung
18.12.2025Schlaglichter der Wirtschaftspolitik
Im Fokus: Weichen für Erneuerung - Die Rolle des BMWE im Wiederaufbauprozess der Ukraine