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Das Projekt Chem-X verfolgt das Ziel, ein interoperables Datenökosystem für die chemische Industrie zu schaffen, das den umfassenden Austausch von Daten im gesamten Wertschöpfungsnetzwerk ermöglicht. Im Fokus steht dabei nicht nur der vertikale Datenaustausch innerhalb einer bestimmten Industrie, sondern auch die interoperable, horizontale Anbindung an mehrere Abnehmerindustrien. Dieses Datenökosystem soll eine offene und transparente Kommunikation fördern, die sowohl gesetzlich verpflichtende als auch kommerzielle Prozesse unterstützt. Kernstück des Vorhabens ist die Entwicklung von Open-Source-Datenmodellen, die als Grundlage für den Datenaustausch dienen und den Anforderungen der digitalen Produktpässe gerecht werden.

Die drei übergeordneten Ziele von Chem-X sind:

  1. Wettbewerbsfähigkeit: Chem-X strebt an, durch die klare Definition chemiespezifischer Datenmodelle und die Standardisierung technischer Vorgaben die Interoperabilität und Effizienz in der Lieferkette zu verbessern.
  2. Nachhaltigkeit: Durch die Definition eines Open-Source-Datenmodells für Chemikalien wird eine transparente und durchgängige Kommunikation von Nachhaltigkeitsmerkmalen ermöglicht, wie beispielsweise der CO2-Fußabdruck (Product Carbon Footprint, PCF) oder Rezyklatanteile.
  3. Resilienz: Mithilfe digitaler Technologien - beispielsweise eines digitalen Materialzwillings und des standardisierten Austauschs von Materialdaten - kann die Branche flexibler und schneller auf Marktveränderungen reagieren.

Chem-X wird so nicht nur den digitalen Wandel in der chemischen Industrie vorantreiben, sondern auch den Übergang zu datenbasierten Mehrwertdiensten fördern, neue Geschäftsfelder ermöglichen und weitere Digitalisierungsprojekte in der Branche und darüber hinaus anstoßen.

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