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Artikel - Frauen in der Wirtschaft

Maßnahmen zur Stärkung von Netzwerken und Vorbildern

Einleitung

C3. Maßnahmen zur Stärkung von Netzwerken und Vorbildern

C3.1. Mit Vorbildern für Selbständigkeit werben: BMWE-Initiative „FRAUEN unternehmen“

Verantwortlich: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) – „FRAUEN unternehmen“

Ausgangslage: Warum besteht Handlungsbedarf?

Frauen gründen seltener als Männer. Einer der wichtigsten Gründe ist: Es fehlt an weiblichen Vorbildern. Rollenvorbilder beeinflussen nicht nur die Bildungs- und Berufswahl, sondern auch die Gründungsneigung. Dabei orientieren sich Gründerinnen und Gründer an Vorbildern, die ihnen selbst nahe sind, also vielfach am eigenen Geschlecht. Vorbilder in Kindheit und Jugend haben ebenfalls eine starke Wirkung. Weibliche Rollenvorbilder sollten öffentlich sichtbarer werden. Das gilt nicht nur für Unternehmerinnen, sondern für Frauen generell, zum Beispiel im Handwerk, im MINT-Bereich oder in der Digitalwirtschaft.

Was beinhaltet die Maßnahme?

Als Vorbilder für weibliches Unternehmertum geben die „Vorbild-Unternehmerinnen“ der Initiative „FRAUEN unternehmen“ ihre Inspiration und Leidenschaft an die junge Generation weiter. In Veranstaltungen mit Schülerinnen, Auszubildenden, Studentinnen und Hochschul­absolventinnen sowie mit weiteren gründungsinteressierten Frauen berichten sie über Chancen und Anforderungen einer Neu- beziehungsweise Nachfolgegründung und geben einen realisti­schen und persönlichen Einblick in ihren unternehmerischen Alltag.

Die Vorbild-Unternehmerinnen werben für die Selbständigkeit mit eigenen Angeboten in be­stehenden Formaten wie unter anderem dem Girls’Day (weitere Infos zum Girls‘Day unter D1.1). Sie bieten einen Raum zum Austausch über wichtige Themen für angehende Unternehmerinnen. she­TALKS! ist beispielsweise eine Online-Summit-Reihe für Frauen, bei der sich die Teilnehmerin­nen von den Erfahrungen der Vorbild-Unternehmerinnen zu Themen wie „Familie und Karrie­re“ oder Gründungen im MINT-Bereich („MINT your Future“) inspirieren lassen können. Der Dialog mit Studierenden und gründungsinteressierten Frauen findet auch an besonderen Orten statt: Bei „Netzwerken unter Bildern“ können Interessierte in Museen oder Galerien mit Vorbild-Unternehmerinnen ins Gespräch kommen.

Weitere Informationen:
BMWE-Webseite zu „FRAUEN unternehmen“

Kontakt:

C3.2. Unternehmerinnen als Vorbilder bekannter machen: Austausch, Verabreden gemeinsamer Themen, Aktionen oder Bündnisse, zum Beispiel „Vorbildertag“

Verantwortlich: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) – „FRAUEN unternehmen“

Beteiligt: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus (IntB/AntiRAB), Deutscher Franchisever­band, Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), Deutscher LandFrauenverband (dlv), GetStarted by Bitkom, High-Tech Gründerfonds (HTGF), Initiative Selbständiger Immigrantinnen (I.S.I.), Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit (kompetenzz), Perspektive neuStart, Verband der Unternehmerinnen in Deutschland (VdU), Wirtschaftsjunioren Deutsch­land (WJD), Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

Weitere Verbände und Netzwerke können sich anschließen.

Ausgangslage: Warum besteht Handlungsbedarf?

Frauen sind als Unternehmerinnen insbesondere in ländlichen Räumen, in der Landwirtschaft und in technischen Berufen wie der Informationstechnologie oder der Künstlichen Intelligenz (KI) weiterhin deutlich unterrepräsentiert und öffentlich wenig sichtbar. Fehlende Vorbilder und stereotype Rollenbilder erschweren Gründung, Betriebsübernahme und unternehmerisches Wachstum von Frauen. Die Sichtbarkeit erfolgreicher Unternehmerinnen ist ein zentraler Hebel, um Frauen zu ermutigen, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen und den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen.

Je früher Frauen mit Rollenvorbildern in Kontakt kommen, umso größer ist die Chance, dass sie eine Karriere als Unternehmerin in Erwägung ziehen. Auch kann eine höhere Beteiligung erfolg­reicher Unternehmerinnen einen Beitrag zur Stärkung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Wirtschaft leisten. Die Wirtschaft kann es sich aufgrund des Fachkräftemangels nicht leisten, auf das Gründungspotenzial von Frauen zu verzichten.

Was beinhaltet die Maßnahme?

Nach den erfolgreichen Vorbilderaktionen in den Jahren 2023, 2024 und 2025 wird es 2026 erneut eine Vorbilderaktion geben. Beteiligte Organisationen des Aktionsplans posten in den sozialen Medien ihre Vorbilder für weibliches Unternehmertum. Den Startschuss zur Aktion im Jahr 2025 hat die Abteilungsleiterin Mittelstand, Zukunftstechnologien, Start-ups des BMWE, Dr. Janina Jänsch, gegeben.

Kontakt:

Geschäftsstelle „FRAUEN unternehmen“: info@frauen-unternehmen-initiative.de

Einige gute Beispiele für Austauschformate der Beteiligten des Aktionsplans, die einen Anknüpfungspunkt für den Austausch bieten (siehe hierzu auch Hinweise in der Veranstaltungsliste):

  • She suceeds award des Verbandes der Unternehmerinnen in Deutschland (VdU)
    Der she succeeds award des VdU zeichnet Frauen aus, die ein bestehendes Unternehmen erfolgreich übernommen haben und macht sie über crossmediale Berichterstattung und Medienarbeit sichtbar. Mit der Maßnahme werden Nachfolgerinnen als Vorbilder präsentiert, ihre Leistung gewürdigt und die Karriereoption Unternehmensnachfolge für Frauen in den Bereich des Möglichen, Machbaren und nicht zuletzt Erstrebenswerten gerückt. Darüber hinaus fördert der Preis die Vernetzung zwischen den Nachfolgerinnen und trägt dazu bei, den erfolgreichen Generationswechsel im Mittelstand als sichtbares Markenzeichen weiblicher Unternehmerinnen zu etablieren.
  • Wettbewerb „ländlich.innovativ.mutig. – Unternehmerin des Jahres“ des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv)
    Der Deutsche LandFrauenverband lobt seit 2012 den bundesweiten Wettbewerb „Unternehmerin des Jahres“ aus. Ausgezeichnet werden Unternehmerinnen aus der Landwirtschaft, den ländlichen Räumen sowie Jungunternehmerinnen. Der Wettbewerb macht innovative Geschäftsmodelle sichtbar, würdigt unternehmerische Leistungen und stellt erfolgreiche Frauen als Vorbilder in den Mittelpunkt. Die Gewinnerinnen werden im Rahmen des Deutschen LandFrauentags ausgezeichnet und erhalten ein professionelles Filmporträt, ein Preisgeld, sowie einen Gutschein für die Teilnahme an den Unternehmerinnen-Fachgesprächen der Andreas Hermes Akademie.
  • Unternehmerinnenpreis der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe (SenWiEnBe)
    Der Berliner Unternehmerinnenpreis, der seit 2004 vom Land Berlin (SenWiEnBe) ausgelobt wird, würdigt herausragende frauengeführte Unternehmen in den Kategorien Newcomerinnen (unter fünf Jahre am Markt), Kleinstunternehmen (1 – 9 Mitarbeitende, über fünf Jahre am Markt), KMU/Großunternehmen (ab zehn Mitarbeitenden) sowie die Sonderkategorie „Women in Tech“. Ziel des Preises ist es, erfolgreiche Unternehmerinnen sichtbar zu machen, weibliche Vorbilder zu stärken und unternehmerische Vielfalt im Mittelstand öffentlich anzuerkennen. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des Berliner Unternehmerinnentags und ist eng mit der Öffentlichkeitsarbeit des Landes verknüpft.
  • Podcasts und Online-Veranstaltungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln JUNIOR (IW JUNIOR)
    Die Podcasts der IW JUNIOR porträtieren spannende Unternehmerinnen, die durch ihr Beispiel Lust aufs Gründen machen. Die Online-Veranstaltungen der IW JUNIOR bieten die Möglichkeit, sich mit interessanten Persönlichkeiten aus der Wirtschaft auszutauschen. Sie erzählen ihre Geschichten, verraten ihre Erfolgsgeheimnisse, berichten von ihren persönlichen Erfahrungen und davon, welche Visionen und Ideen sie für das deutsche Bildungssystem haben und was passieren muss, damit in Zukunft noch mehr Frauen in Deutschland durchstarten können.
  • Female Founders Circle (Get started by Bitkom)
    Beim Female Founders Circle berichten Gründerinnen Studentinnen von ihren Karrierewegen, ihren alltäglichen Aufgaben und erzählen, was es wirklich heißt, CEO, CFO oder CTO & Co zu sein
  • -Talk des Deutschen Franchiseverbandes
    In den regelmäßigen digitalen Talkrunden berichten seit 2023 Franchisenehmerinnen, wie sie ihren Weg in die Selbständigkeit gegangen sind und warum sie sich gerade für ein Franchisesystem entschieden haben. Gründungsinteressierte Teilnehmerinnen haben hier die Möglichkeit, sich über diese Form des Unternehmerinnentums zu informieren und wich­tige Tipps und Hinweise aus erster Hand zu erhalten. Erstmals hat es im Rahmen der Fran­chise Expo Deutschland einen Live FiF-Talk am 8. November 2024 in Frankfurt gegeben. Weitere FiF-Talks folgten bei den Expo Reals. Nach weiteren FiF-Talks bei den Franchisemessen in Frankfurt und digital soll die Reihe fortgesetzt werden. Informationen unter www.frauen-im-franchise.com.

C3.3. Netzwerke aufbauen: „Kompass“ – Mentoring-Programm für Unternehmerinnen in der Landwirtschaft

Verantwortlich: Deutscher Bauernverband

Ausgangslage: Warum besteht Handlungsbedarf?

Nur jeder zehnte landwirtschaftliche Betrieb in Deutschland wird von einer Frau geführt. Wir brauchen mehr Frauen in der Rolle als Betriebsleiterin und Inhaberin, damit sie ihre Kompeten­zen, ihre Innovationskraft und ihre Bereitschaft zur Diversifizierung in die Landwirtschaft ein­bringen können. Auch in Gremien, Verbänden und der Politik sind Frauen immer noch unter­repräsentiert. Der Deutscher Bauernverband unterstützt seit 2023 mit dem „Kompass“ – Mento­ring-Programm Frauen und Unternehmerinnen in der Landwirtschaft dabei, sich zu vernetzen und bestärkt sie auf ihrem Weg der Betriebsübernahme.

Was beinhaltet die Maßnahme?

Über ein Jahr hinweg werden zehn Unternehmerinnen von erfahrenen Mentorinnen aus Landwirtschaft und Verband begleitet und bauen dabei ein überregionales Netzwerk zu weiteren Unternehmerinnen und Landwirtinnen auf. Zusätzlich finden in diesem Zeitraum vier Coaching- Module statt, die jeweils zwei Tage dauern. Sie behandeln speziell die Themen Persönlichkeitsentwicklung, Resilienz, Zeitmanagement, Rhetorik und Social Media.

Durch die Teilnahme an Veranstaltungen wie parlamentarischen Abenden, dem Bauerntag oder der Grünen Woche erhalten die Teilnehmerinnen zudem wertvolle Einblicke in die Bedeutung der politischen Arbeit. Sie lernen, wie sie ihre Anliegen, Perspektiven und Stimmen als Unter­nehmerinnen in der Landwirtschaft wirksam einbringen können.

Weitere Informationen:
Deutscher Bauernverband – Kompass – Das Mentoring-Programm für Frauen in der Landwirtschaft

Kontakt:
Deutscher Bauernverband, Theresa Kärtner:
T.kaertner@bauernverband.net

C3.4. Netzwerke vernetzen: Austausch, Verabreden gemeinsamer Themen, Aktionen oder Bündnisse

Verantwortlich: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)

Beteiligt: Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus (IntB/AntiRAB), Bundesverband der Freien Berufe (BFB), Bundesverband Deutsche Startups (Startup- Verband), bundesweite gründerinnenagentur (bga), Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), Bundesverband UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH), Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR), High-Tech Gründerfonds (HTGF), jumpp – Ihr Sprungbrett in die Selbständigkeit, Frauenbetriebe, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit (kompetenzz), Perspektive neuStart, Verband der Unternehmerinnen in Deutschland (VdU), Zentralverband des Deutschen Hand­werks (ZDH)

Ausgangslage: Warum besteht Handlungsbedarf?

Einzelne Netzwerke erreichen mit ihren Aktionen nur einen begrenzten Adressatenkreis. Wenn Netzwerke gemeinsame Anliegen und Ideen anlassbezogen gemeinsam kommunizieren, können sie ihre Reichweite steigern und die Diskussion weiter in die Öffentlichkeit tragen.

Was beinhalten die Maßnahmen?

Die Beteiligten vereinbaren, zu den Themen des Aktionsplans und/oder an bestimmten Tagen gemeinsam zu kommunizieren, zum Beispiel durch Verwendung eines gemeinsamen Hashtags oder des Key Visuals des Aktionsplans. Gleichzeitig werden bestimmte Anlässe festgelegt, zu denen die jeweils eigenen Inhalte mit dem Key Visual des Aktionsplans und dem Hashtag ver­öffentlicht werden. Dabei könnten im Vorfeld auch jeweils bestimmte Schwerpunkte vereinbart werden, zum Beispiel Nachhaltigkeit, Vorbilder oder Mut machen.

Einige gute Beispiele für Vernetzungsformate der Beteiligten sind (siehe hierzu auch Veranstaltungsliste (PDF, 185 KB)):

  • Der ZDH führt in Kooperation mit Handwerkskammern, Fachverbänden und den Unter­nehmerfrauen im Handwerk (UFH) regelmäßig bundesweite Frauennetzwerk-Treffen durch. Ein wichtiges Anliegen für den ZDH und den Bundesverband UFH ist, dass die soziale Absicherung von Unternehmerinnen bei Schwangerschaft und Mutterschaft verbessert wird.
  • Der BFB wird seine Sammlung von Praxisbeispielen fortsetzen, unter anderem im Rahmen von Gründerinnenporträts im Mitgliedermagazin „der freie beruf“. Er wird die Beispiele, Erfahrungswerte und Informationen mit den 57 Mitgliedsorganisationen des BFB teilen und sich dazu mit relevanten Partnerinnen und Partnern in Einzelgesprächen austauschen, ins­besondere in der Kommunikation. Viele Beispiele stammen von Sprecherinnen oder Teilneh­merinnen an Podiumsdiskussionen aus den Gründerinnen-Formaten des BFB wie der fünften Gründerinnenkonferenz des BFB, die am 12. November 2024 in Berlin in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und dem VdU stattfand.
  • Der BFB organisiert zudem seit 2025 im zweijährigen Rhythmus einen „Tag der jungen Freien Berufe“. Diese Veranstaltung identifiziert und präsentiert zahlreiche Vorbilder aus den Reihen der Freien Berufe und rückt deren Leistungen sowie berufspolitisches Engagement besonders in den Fokus.
  • Die DIHK koordiniert den weiteren Auf- und Ausbau von Unternehmerinnennetzwerken in den IHK-Regionen. 50 IHKs haben ein Unternehmerinnennetzwerk in ihrer Region etabliert. Die dort engagierten Unternehmerinnen führen etwa Vorbild-Aktionen durch, pflegen den Kontakt zu Schulen und stehen an Gründung oder Nachfolge interessierten Frauen mit Erfah­rung, Rat und Tat zur Seite. Mittlerweile stellen Frauen nahezu die Hälfte aller Teilnehmen­den an IHK-Gründungsberatungen. Dies ist auch dem intensiven Engagement der Business Women IHK zu verdanken. Jährlich informieren und beraten die IHKs rund 70.000 Frauen zur Unternehmensgründung. Ansprechpartnerin hierfür ist Julia Arnold (arnold.julia@dihk.de).
  • FidAR legt 2026 anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums am 24. März 2026 beim FidAR-Forum mit hochrangiger Beteiligung einen Fokus auf gleichstellungspolitische Maßnahmen für Frauen in Führungspositionen aus internationaler Sicht.
  • kompetenzz bringt mit zahlreichen Netzwerken für Frauen in den Bereichen Innovationen und MINT sowie Digitale Teilhabe Erfahrung und Kontakte in den Aktionsplan ein. Ferner kann es das Thema mit seinem Engagement bei der Karrieremesse FEMWORX auf der Hannover Messe vorantreiben.
  • #SheTransformsIT hat unter dem Hashtag #MaleAllyMonday eine Social Media Serie gestar­tet, um auch Männern, die sich öffentlich für selbständige Frauen einsetzen, eine Sichtbarkeit zu geben. Die Beteiligten des Netzwerks, aber auch andere sind eingeladen, den Hashtag in ihrem Corporate Design (CD) Montags für Posts zu nutzen. In der Reihe #SheSpotlight stellt #SheTransformsIT Frauen auf LinkedIn und Instagram vor, die die digitale Welt mitgestalten und andere ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen. Fast jeden Donnerstag gibt es ein neues Vorbild kennenzulernen!

Kontakt:
BMWE, Referat VIIA1 (Grundsatzfragen der nationalen und europäischen Mittelstandspolitik):
buero-viia1@bmwe.bund.de

C3.5. Mehr Transparenz in Bezug auf bestehende Netzwerke: Netzwerkübersicht und Initiativenlandkarte

Verantwortlich: bundesweite gründerinnenagentur (bga) (Netzwerkübersicht), #SheTransformsIT-Geschäftsstelle (Initiativenlandkarte)

Ausgangslage: Warum besteht Handlungsbedarf?

  1. Netzwerke für Gründerinnen, weibliche Start-ups, Unternehmerinnen und Betriebsnachfolgerinnen
    Rund zwei Drittel der Frauen, die sich selbständig machen, gründen ihre Unternehmen als Einzelpersonen. Sie suchen – ebenso wie etablierte Unternehmerinnen – den fachlichen Austausch auf Augenhöhe, um voneinander zu lernen und sich untereinander zu vernetzen. Sie initiieren und betreiben regionale Gründerinnen-, Female-Start-up-, Unternehmerinnen- und Betriebsnachfolgerinnen-Netzwerke, deren Mitglieder regelmäßig zum Know-how-Transfer zusammenkommen. Netzwerke schaffen eine Basis, um gemeinsam Aufträge zu bearbeiten und Unternehmenskooperationen einzugehen. So stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit und Marktkraft der einzelnen Unternehmen. Darüber hinaus gibt es auf intermediärer Ebene Netzwerke und Arbeitskreise, die einen Beitrag zur Förderung von Female Entrepreneurship leisten, indem sie unter anderem Modelle speziell zur Unterstützung von Gründerinnen entwickeln und sich für Rahmenbedingungen einsetzen, die Unternehmerinnen gerecht werden.
  2. Initiativenlandkarte: Deutschlandkarte mit Netzwerken für Mädchen und Frauen im Bereich Digitalisierung
    Netzwerke spielen eine wichtige Rolle in vielen Bereichen des Lebens, insbesondere im Beruf. Sie bieten die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, Informationen auszutauschen und Karrieremöglichkeiten zu erweitern. Frauen und Männer haben oft unterschiedliche Herangehensweisen an das Netzwerken. Frauen neigen dazu, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, um langfristige Partnerschaften aufzubauen, während Männer oft eher schnelle und effiziente Geschäftsbeziehungen im Blick haben. Häufig haben Frauen weniger Zugang zu informellen Netzwerken, da diese oft von Männern dominiert werden – auch im Bereich der Digitalisierung. Daher ist es wichtig, dass Frauen Unterstützung bei der Erweiterung ihrer beruflichen Netzwerke erhalten und existierende Netzwerke sichtbarer gemacht werden.

Was beinhalten die Maßnahmen?

  1. Netzwerke in allen Bundesländern für Gründerinnen, weibliche Start-ups, Unternehmerinnen und Betriebsnachfolgerinnen
    Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) eröffnet mit ihrem Netzwerkeportal Zugänge zu über 250 Anlaufstellen und Netzwerken in ganz Deutschland, die als Arbeitskreise, Stamm­tische, Verbände und Vereine analog sowie digital in Erscheinung treten.
    Weitere Netzwerke können durch Senden einer Nachricht an frauenunternehmenzukunft@gruenderinnenagentur.de hinzugefügt werden.
  2. Initiativenlandkarte: Deutschlandkarte mit Netzwerken für Mädchen und Frauen im Bereich Digitalisierung
    In Deutschland gibt es zahlreiche tolle Initiativen, die sich für Mädchen und Frauen in der Digitalisierung einsetzen. Genau diese Initiativen macht #SheTransformsIT mit der Initiati­venlandkarte sichtbar, die seit dem 23. Mai 2023 unter www.shetransformsit.org/initiativenlandkarte zugänglich ist. Die Karte enthält neben dem Namen der Initiative die Kontaktdaten (Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse) sowie die Website. Seit August 2024 gibt es eine neue Suchfunktion zum Filtern. Die Eintragung erfolgt über ein Anmeldeformular auf der Webseite.
    Ihre Initiative fehlt auf der Landkarte oder Sie kennen weitere tolle Organisationen, die sich für Frauen in der Digitalisierung starkmachen? Dann nehmen sie gerne Kontakt mit #SheTransformsIT auf. Weitere Initiativen oder Organisationen, die sich für Frauen in der Digitalisierung stark machen, können ergänzt werden durch Senden einer Nachricht an info@shetransformsit.org.

Weitere Informationen:

Kontakt:

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