Um die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen und Märkte für grüne Wasserstofftechnologien, weiterzuentwickeln bedarf es gezielter Unterstützung, um wirtschaftliche Produktions- und Nutzungspfade aufzuzeigen, Projektmöglichkeiten zu identifizieren und Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Genau hier setzt das vom BMWK beauftragte und geförderte und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführte Programm „Umsetzung des International Hydrogen Ramp-up Programme“ (H2Uppp) an.

H2Uppp wendet sich insbesondere an Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländern, die sich in einem frühen Projektstadium befinden und unterstützt dort bei Vormachbarkeitsstudien und Projektscouting, um den Markteinstieg zu erleichtern. Die Projekte werden sowohl fachlich, als auch politisch bei der Ideenentwicklung und Projektvorbereitung begleitet.

Ziele des Vorhabens sind:

  • Identifizierung,
  • Vorbereitung
  • und Begleitung von Projekten zur Produktion und Nutzung von grünem Wasserstoff und Power-to-X-Anwendungen.
  • Teilnahme am internationalen Handel

Über drei Handlungsfelder lässt sich die Vorgehensweise des Vorhabens erklären:

  1. Projektidentifizierung - Es werden Projektmöglichkeiten und Geschäftsmodelle entlang der H2-Wertschöpfungskette Wertschöpfungskette unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit identifiziert. Dazu berät die GIZ fachlich und begleitet die Ideenentwicklung und Projektvorbereitung. H2Uppp betreibt zudem Marktanalysen und vernetzt Technologieanbieter und Projektentwickler.
  2. Projektentwicklung - H2Uppp arbeitet mit privaten Unternehmen zusammen, um vom BMWK gebilligte Projekte über Public Private Partnerships (PPP) umzusetzen. H2/PtX-Projekte werden in der frühen Phase der Projektentwicklung entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette (Erzeugung, Speicherung, Umwandlung, Transport und Nutzung) gefördert und tragen somit zum Ausbau des H2-Marktes und der Förderung der Export-Import-Beziehungen nach Deutschland und Europa bei. Es werden u.a. kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unter Verwendung von innovativem deutschem und europäischem Technologie-Know-How unterstützt. Auswahl erfolgt über einen offenen Call.
  3. Projektflankierung und Handel - Parallel berät die GIZ lokale Partner in den Partnerregionen in den Zielländern mit hohem Exportpotenzial und einem Handelsinteresse mit Deutschland. Der Fokus der Beratung liegt auf der Weiterentwicklung des Marktumfelds und der Minderung von regulatorischen, handelsrelevanten und sozioökonomischen Projektrisiken. Die GIZ erstellt Analysen und Fachstudien über Markt- und Handelsentwicklung, länder- und branchenspezifische Potenziale und Geschäftsmodelle.

Das gewonnene Wissen aus den Projekten steht anderen Unternehmen zum Markteinstieg und der Entwicklung weiterer Projekte zur Verfügung.

Die Aktivitäten werden in enger Kooperation mit den jeweiligen Auslandshandelskammern (AHKs) der Projektländer umgesetzt. Das AHK-Netzwerk spielt dabei eine wichtige Rolle: Es verfügt über Expertise in den verschiedenen Ländern, kennt die lokalen Marktbedingungen und verfügt über die relevanten Kontakte.

Im Zeitraum von 2021 bis 2026 wird H2Uppp mit einem Volumen von insgesamt 47 Mio. Euro vom BMWK gefördert.

Näheres zu den Bewerbungsfristen und -möglichkeiten sowie zu den bisherigen PPP-Projekten und deren Ergebnisse finden Sie hier.