In der Initiative „Batteriezellfertigung Deutschland“ werden die verschiedenen Innovations- und Investitionsvorhaben in Deutschland sowie verschiedene flankierende Maßnahmen aufeinander abgestimmt. Das stärkt den Wissenstransfer aus der Forschung in die intelligente und nachhaltige Produktion von Batterien. Und es fördert Kooperationen von Projektpartnern, zum Beispiel in den Bereichen Fachkräfte, Finanzierung und Nachhaltigkeit. Ziele sind der Auf- und Ausbau von Know-how entlang der Batterie-Wertschöpfungskette sowie der Einstieg in die Großproduktion von Batteriematerialien, -komponenten, -zellen und -systemen.
Deutsche Batteriefertigung: Innovativ, nachhaltig, klimafreundlich
Der Lebenszyklus einer Batterie beginnt mit der Gewinnung der Rohstoffe, der Herstellung von Batteriematerialien und -komponenten und der Fertigung der Batteriezellen. Bereits hier wird mit innovativen Verfahren auf mehr Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei der nächsten Batteriegeneration geachtet. Die Batteriezellen werden elektrisch verbunden, mit einem Batteriemanagementsystem ausgestattet und zusammen mit weiteren Bauteilen in ein Gehäuse integriert. Damit ist die Batterie fertig für den Einsatz.
Zum nachhaltigen Lebenszyklus einer Batteriezelle gehören auch kluge Lösungen für das Recycling. Denn die Verwendung unterschiedlicher Batteriearten mit jeweils anderen enthaltenen Rohstoffen macht die stoffliche Verwertung komplex. Vor allem aus der Kathode, aber auch aus anderen Komponenten der Batterie können wertvolle Rohstoffe wie Kobalt, Nickel, Graphit oder Lithium zurückgewonnen werden. Das Recycling reduziert auch die Abhängigkeit von importierten Rohstoffen.
Vor diesem Hintergrund hat das Bundeswirtschaftsministerium im Jahr 2021 im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung den Förderaufruf „Forschung in der Schwerpunktförderung Batteriezellfertigung“ veröffentlicht. Diese Maßnahme fördert die Innovationsbasis entlang der Batterie-Wertschöpfungskette zur Unterstützung der industriellen Produktion von Batteriezellen höchster Qualität in Deutschland. Als Wertschöpfungskette wird hier der gesamte Weg vom Rohstoff, alle Zwischen- und Zulieferprodukte bis hin zu Systemintegration sowie das spätere Recycling verstanden.
Im Rahmen dieses Förderaufrufs werden insbesondere Maßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit und Digitalisierung gefördert. Schwerpunkte der Förderung liegen auf innovativen und anwendungsnahen Lösungen für effiziente Material- und Energienutzung im gesamten Batterie-Wertschöpfungskreislauf sowie auf Zweitnutzungs- und Recyclingkonzepten. Weitere Schwerpunkte sind Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den Bereichen Batterietest, Zertifizierung, Industrie 4.0 und Anwendungen von Batteriezellen der nächsten Generation. Übergeordnetes Ziel ist eine nachhaltige, ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft für eine hochqualitative und wettbewerbsfähige Batterieproduktion in Deutschland.
Um den Auf- und Ausbau von Produktionskapazitäten entlang der Batterie-Wertschöpfungskette zu unterstützen, hat das Bundeswirtschaftsministerium 2023 zudem die Förderrichtlinie „Resilienz und Nachhaltigkeit des Ökosystems der Batteriezellfertigung“ veröffentlicht. Der Schwerpunkt der Förderrichtlinie liegt auf strategischen Projekten entlang der Batterie- Wertschöpfungskette: von den Rohstoffen bis zur Batteriezelle und dem anschließenden Recycling.
Investitionsförderungen unter der Richtlinie wurden auf Basis der „BKR-Bundesregelung Transformationstechnologien“ gewährt, die die Europäische Kommission am 19. Juli 2023 beihilferechtlich genehmigt hatte. Die Bundesregelung beruht auf dem von der Europäischen Kommission im März 2023 geschaffenen Beihilferahmen des „Temporary Crisis and Transition Framework“ (TCTF) für Transformationstechnologien.
Mit der Förderung strategischer Einzelvorhaben stärkt das Bundeswirtschaftsministerium gezielt Projekte von besonderer Bedeutung für das Batterieökosystem in Deutschland. Die Vorhaben adressieren zentrale Entwicklungsziele entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette – mit Anwendungsperspektiven sowohl für die Elektromobilität als auch für stationäre Energiespeicher. Zu den strategischen Projekten.
Lebenszyklus einer Batterie
© Bundeswirtschaftsministerium