Wichtige Gremien für Bürokratierückbau und bessere Rechtsetzung auf Bundesebene sind
Staatssekretärsausschuss „Staatsmodernisierung und Bürokratierückbau“
Die Federführung für Bürokratierückbau innerhalb der Bundesregierung liegt beim Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Zur Steuerung der ressortübergreifenden Bürokratierückbaumaßnahmen hat die Bundesregierung am 6. August 2025 die Einsetzung des Staatssekretärsausschusses Staatsmodernisierung und Bürokratierückbau unter Vorsitz des Parlamentarischen Staatssekretärs, Philipp Amthor, beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung beschlossen. Dort beraten und koordinieren alle Ministerien die Maßnahmen der Bundesregierung für weniger Bürokratie und Staatsmodernisierung.
Neues Portal zur Beteiligung
Um bürokratische Hürden besser und schneller zu erkennen, sollen diejenigen miteinbezogen werden, die davon betroffen sind: Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Verbände und Verwaltungsbeschäftigte. Das Portal „EinfachMachen“ der Bundesregierung bietet ihnen die Möglichkeit, Erfahrungen einzubringen und Verbesserungsvorschläge zum Bürokratierückbau zu machen. So unterstützt das Portal eine moderne Verwaltung, die staatliches Handeln Schritt für Schritt einfacher, nutzerfreundlicher und praxistauglicher gestaltet. Das Meldeportal ist zunächst als Beta-Version gestartet und wird ab 2026 schrittweise ausgebaut.
Nationaler Normenkontrollrat
Die Bundesregierung hat im Jahr 2006 den Nationalen Normenkontrollrat (NKR) mit zehn ehrenamtlichen Mitgliedern eingerichtet. Der NKR unterstützt und berät den Bund als unabhängiges Expertengremium zu Bürokratieabbau und besserer Rechtsetzung.
Das Gremium prüft insbesondere den Erfüllungsaufwand neuer Gesetze und Verordnungen. Ziel ist, durch Transparenz über die Bürokratiekosten möglichst bürokratiearme Gesetze zu schaffen. Außerdem soll Bürokratie so messbar gemacht werden.
Seit 2023 kontrolliert der NKR außerdem, ob die Ministerien beim Entwurf neuer Regelungen den sogenannten Digitalcheck durchgeführt haben. Mithilfe dieses Checks soll digitaltaugliches Recht geschaffen werden.
Bundesländer und Europäische Union
Wenn wir bei unseren Praxischecks oder in Ihren Hinweisen auf unnötige Bürokratie in den Bundesländern stoßen, nehmen wir Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen in den Landesbehörden auf.
Außerdem binden wir Expertise aus den Ländern in unsere Arbeit ein. Dieser Austausch ist wichtig, denn Bundesrecht wird in der Regel durch die Länder beziehungsweise Kommunen vollzogen. Praxischecks laufen und liefen zum Beispiel in Kooperation mit Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen.
Auch in Europa setzen wir uns für Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung ein.