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Artikel - Wirtschaftliche Entwicklung

Konjunktur und Wachstum

Einleitung

Konjunkturelle Abschwächung zur Jahresmitte

Nach der spürbaren Erholung im ersten Halbjahr 2026 zeichnet sich zur Jahresmitte eine wirtschaftliche Abschwächung ab. Zwar haben sich Stimmungsindikatoren wie der ifo Geschäftsklimaindex, die ZEW-Konjunkturerwartungen und der S&P-Einkaufsmanager­index für Deutschland zuletzt weiter deutlich aufgehellt. Dabei wurde neben den Geschäftserwartungen auch die aktuelle Lageeinschätzung erneut deutlich günstiger beurteilt. Allerdings spiegelt sich diese positive Stimmung nicht in den jüngsten Konjunkturindikatoren. So war die Industrieproduktion im Juli entgegen der positiven Lageeinschätzung zuletzt rückläufig. Neben dem Automobilsektor, dessen Produktion auch infolge einer vorübergehenden, umstellungsbedingten Werksschließung eingeschränkt worden war, scheint auch die Sonderkonjunktur bei den energieintensiven Industrien an Dynamik zu verlieren. Diese konnten im zweiten Quartal vor dem Hintergrund eines globalen Lageraufbaus energieintensiver Produkte von günstigeren Absatzmöglichkeiten insbesondere im Vergleich zu asiatischen Anbietern profitieren, welche relativ stärker von Energiepreiserhöhungen und Lieferengpässen infolge der Unpassierbarkeit der Straße von Hormus betroffen waren. Die Auftragsentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe hat sich zuletzt zwar deutlich belebt, allerdings ging der kräftige Zuwachs vor allem auf Großaufträge im Bereich der öffentlichen Beschaffung zurück; ohne diese waren die Auftragseingänge zum vierten Mal in Folge rückläufig. Insbesondere bei den energieintensiven Industrien hat sich die Auslandsnachfrage in den vergangenen Monaten in der Tendenz verringert. Als weiterer Belastungsfaktor im laufenden Quartal kommen die anhaltenden niedrigen Wasserstände auf zentralen deutschen Binnenschifffahrtswegen hinzu, die zu regionalen Materialengpässen und Produktionsrückgängen führen könnten. Auch dies dürfte die Industrieproduktion kurzfristig dämpfen.

Aktuelle Indikatoren zur Entwicklung des privaten Konsums zeigen insgesamt ebenfalls ein verhaltenes Bild. Zwar hellten sich bei dem GfK-Konsumklima im August die Konjunktur- und im Zuge dessen auch die Einkommenserwartungen etwas auf; dennoch blieb die Anschaffungsneigung unverändert schwach. Der HDE-Konsumklimaindex konnte im September den Rückgang des Vormonats wieder nahezu aufholen, verbleibt aber weiterhin unter dem Niveau vom Jahresbeginn; auch bei dem ifo Geschäftsklima im Einzelhandel (ohne Kfz) vom August tendierten sowohl die Lageeinschätzung als auch die Erwartungen etwas günstiger. In dieser verhaltenen Indikatorenlage wiesen die preis- und saisonbereinigten Einzelhandelsumsätze im Juli den stärksten Rückgang seit über fünf Jahren auf, wobei Sondereffekte wie das Auslaufen des „Tankrabatts“ Ende Juni das Ergebnis belastet haben dürften.

Insgesamt dürfte die konjunkturelle Erholung im dritten Quartal einen spürbaren Dämpfer erfahren. Grund hierfür ist der weiterhin ungelöste Konflikt im Nahen Osten, der mit einer hohen Unsicherheit sowie einem erneut gestiegenen Preisniveau bei Energieträgern einhergeht und die Kaufkraft der privaten Haushalte schwächt. Zusätzlich belasten die Auswirkungen des anhaltenden Niedrigwassers die wirtschaftliche Lage.

Weltwirtschaft zeigt sich weiter resilient

Die weltweite Industrieproduktion expandierte im Juni mit einem saisonbereinigten Zuwachs von 1,3 Prozent gegenüber Mai wieder dynamischer, nachdem sie in den beiden Vormonaten stagniert hatte. Damit lag sie um 2,1 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Auch für den weiteren Verlauf senden die Frühindikatoren ungeachtet des andauernden Konflikts im Nahen Osten positive Signale für die Weltkonjunktur. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global für die Weltwirtschaft ist im August um 0,8 Punkte auf 53,5 gestiegen und deutet damit auf eine etwas höhere Gangart als im Vormonat hin. Der Anstieg spiegelt Zuwächse sowohl in der Industrie (+0,2 Punkte auf 52,3) als auch im Dienstleistungssektor (+1,0 Punkte auf 53,7) wider. Der sentix-Konjunkturindex für die Weltwirtschaft befindet sich im September mit 14,6 Punkten nahezu unverändert auf einem Höchststand seit Februar 2022. Die Finanzinvestoren sind dabei v.a. mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum und in Asien – getragen von China – optimistisch.

Das weltweite Güterhandelsvolumen stieg im Juni im Vormonatsvergleich saisonbereinigt um 2,0 Prozent, nachdem es im Mai um 0,5 Prozent expandierte. Die größten Zuwächse waren dabei in Afrika und im Nahen Osten mit 13,6 Prozent bzw. 16,1 Prozent zu verzeichnen, was in Zusammenhang mit der vorübergehenden Erholung des Handels durch die Straße von Hormus im Juni zusammenhängen dürfte. Der RWI/ISL-Containerumschlag­index hat im Juli nur leicht um 0,2 auf 142,5 Punkte nachgegeben. Regional betrachtet stellte sich die Entwicklung jedoch unterschiedlich dar: Während der Nordrange-Index nur leicht zurückging (-0,3 auf 119,4 Punkte), sank der Umschlag in den chinesischen Häfen mit einem Rückgang um 1,7 auf 157,3 Punkte spürbar und liegt weiterhin unter den Werten vor Beginn des Konflikts im Nahen Osten. Der Trade Nowcast des Internationalen Währungsfonds, der auf Schiffsbewegungsdaten beruht, bleibt für das weltweite Handelsvolumen im Juli ebenfalls abwärtsgerichtet.

Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Weitere Pressemitteilungen zur wirtschaftlichen Lage

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Konjunkturschlaglicht September 2026

Konjunkturausblick im dritten Quartal gedämpft

Gesamtwirtschaft

Frühindikatoren geben gemischte Signale. Die Stimmung in den Unternehmen hat sich seit Jahresbeginn zwar spürbar aufgehellt, die jüngsten Konjunkturindikatoren zu Industrieproduktion, Exporten und privatem Konsum deuten jedoch auf eine Abschwächung der konjunkturellen Dynamik hin. Angesichts der neuerlichen Eskalation im Nahen Osten und der zusätzlichen Belastungen durch niedrige Pegelstände sind die Risiken für eine konjunkturelle Abschwächung im dritten Quartal zuletzt gestiegen. 

Lesen Sie hier mehr zum Konjunkturschlaglicht im September 2026.

Aktuelle Projektion

Wirtschaftliche Entwicklung und Konjunktur

Die Bundesregierung projiziert unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) in der Regel dreimal im Jahr die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für Deutschland. Rechtliche Grundlage bildet das Vorausschätzungsgesetz.

Die Jahresprojektion im Januar ist Teil des Jahreswirtschaftsberichts der Bundesregierung. Die Frühjahrs- und Herbstprojektionen, üblicherweise im April beziehungsweise Oktober, bilden die Grundlage für die Schätzungen des Steueraufkommens im Arbeitskreis „Steuerschätzungen“. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen orientieren sich bei der Aufstellung ihrer Haushalte an den projizierten gesamtwirtschaftlichen Eckwerten. Auch die Meldungen an die Europäische Union im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes werden auf Grundlage der Projektionen erstellt.

Die Bundesregierung projiziert die Wirtschaftsentwicklung in der kurzen und mittleren Frist und bestimmt das Produktionspotenzial. Diese Schätzungen sind Grundlage für die Berechnung der maximal zulässigen Nettokreditaufnahme des Bundes nach der nationalen Schuldenregel gemäß Artikeln 109 und 115 des Grundgesetzes. Frühere Projektionen finden Sie im Archiv.

In der aktuellen Herbstprojektion erwartet die Bundesregierung im Jahr 2026 reales Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent, 1,1 Prozent im Jahr 2027 und 0,6 Prozent im Jahr 2028.

Mehr Informationen zur Herbstprojektion 2026 lesen.

Kennzahlen zur Jahresprojektion der Bundesregierung

+0,5
Symbolicon für Wachstumskurve

Prozent Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
in 2026 erwartet und 0,9 Prozent in 2027.

+2,9
Symbolicon für Münzen und Geldschein

Prozent Wachstum des globalen Bruttoinlandprodukts (BIP)
in 2026 erwartet und 3,0 Prozent in 2027.

+2,7
Symbolicon für Geld

Prozent Inflationsrate
in 2026 erwartet und 2,8 Prozent in 2027.

6,3
Symbolicon für Arbeiter

Prozent Arbeitslosenquote
in 2026 und 2027 erwartet.

Archiv

Weitere Projektionen finden Sie hier

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Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Aktuelle Themen und Analysen

Der monatliche Bericht „Schlaglichter der Wirtschaftspolitik“ informiert über die aktuellen Themen der deutschen Wirtschaftspolitik. Mit Analysen und Grafiken bietet er einen kompakten Überblick über die gesamtwirtschaftliche Situation.

Im Fokus der Oktober-Ausgabe 2026 der Schlaglichter der Wirtschaftspolitik stehen folgende Themen:

Zweites Wirtschaftspolitisches Symposium (PDF, 2 MB): Am 14. September 2026 fand das Zweite Wirtschaftspolitische Symposium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in der Reihe „Soziale Marktwirtschaft in Zeiten des Umbruchs“ statt. Unter dem Titel „Ein stärkeres Europa – Voraussetzungen für Wachstum und Stabilität schaffen“ diskutierte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, europäischen Institutionen und Politik darüber, wie Europa in einem veränderten geoökonomischen Umfeld wirtschaftliche Stärke, Stabilität und Resilienz sichern kann. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Orientierung die Soziale Marktwirtschaft dafür bietet. In der Rede von Bundesministerin Reiche sowie in den wissenschaftlich und zugleich politiknah besetzten Panels wurde deutlich, dass Stabilität und Wachstum zusammengedacht werden müssen. Sie erfahren mehr dazu in unserem Fokusartikel.

Mehr Transparenz bei Kurzzeitvermietungen (PDF, 1 MB): Die Kurzzeit-Miete über Online-Plattformen wie AirBnB oder Booking.com liegt ungebrochen im Trend. Sie macht circa ein Viertel der Beherbergungen in der EU aus – Tendenz weiterhin steigend. Bislang fehlt es jedoch an verlässlichen und vergleichbaren Daten über den Umfang und die regionale Verteilung dieser Kurzzeitvermietungen über Online-Vermittlungsplattformen. Diesem Umstand widmet sich die EU-Verordnung 2024/1028, indem sie ein System für den digitalen Datenaustausch einführt. Am 1. Oktober 2026 startet der monatliche Datenaustausch bei der Kurzzeitvermietung möblierter Unterkünfte in Deutschland in den Regelbetrieb. Für Länder und Kommunen wird es dadurch einfacher, die Entwicklung des Marktes nachzuvollziehen und zukünftige Tourismus- und wohnungspolitische Entscheidungen auf eine belastbare Datengrundlage zu stützen. Wir berichten in dieser Ausgabe.

Der Rohstofffonds der Bundesregierung (PDF, 2 MB): Kritische – d.h. aus Drittstaaten zu importierende und angebotsseitig auf wenige Länder konzentrierte – Rohstoffe sind für innovative Produkte unverzichtbar und ihr Bedarf steigt. Die damit einhergehenden starken Abhängigkeiten können jedoch zum Risiko für industrielle Lieferketten werden. Eine hohe Materialeffizienz und zirkuläres Wirtschaften können dem wachsenden Importbedarf von Rohstoffen entgegenwirken, während Diversifikation Abhängigkeiten abbauen kann. Mit dem Rohstofffonds erweitert die Bundesregierung ihr Instrumentarium, um Unternehmen gezielt bei dieser Diversifikation ihrer Rohstoffbezugsquellen zu unterstützen. Er ist ein zentraler Baustein des Deutschlandfonds, mit dem die Bundesregierung private Investitionen in wichtige Zukunftsfelder mobilisiert. Wir berichten.

Europäische Handelspolitik im weltwirtschaftlichen Umbruch (PDF, 1 MB): Zunehmende geopolitische Spannungen, wachsende geoökonomische Rivalitäten und stärkerer Protektionismus verändern die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend. In seinem neuen Gutachten gibt der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Antworten auf die Frage, wie Europa angesichts dieser Entwicklungen seine wirtschaftliche Widerstands- und Handlungsfähigkeit stärken und gleichzeitig die Vorteile offener Märkte bewahren kann. Weitere Informationen erhalten Sie in dieser Ausgabe.

Wie üblich enthält die Ausgabe auch eine ausführliche Berichterstattung zur Konjunkturlage.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

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Weitere Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

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Analysen

Analysen der Wirtschaftsentwicklung

Herbstgutachten 2026 der Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose

Die Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose haben am 24. September 2026 ihr Herbstgutachten vorgestellt. Das Schwerpunktthema befasst sich mit der Messung des Kapitalstocks und seiner Erfassung im Rahmen der Potenzialschätzung. Die Institute erwarten in diesem Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 1,3 Prozent und im Jahr 2027 einen Anstieg von 1,1 Prozent und im Jahr 2028 einen Anstieg von 0,4 Prozent.

Dashboard Deutschland

Online-Plattform bündelt wirtschaftlich relevante Daten

Mit dem „Dashboard Deutschland“ stellt das Statistische Bundesamt (Destatis) hochaktuelle Informationen zur Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Lage auf einer öffentlich zugänglichen Online-Plattform bereit.

Das im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI), des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) entwickelte „Dashboard Deutschland“ bietet mehr als 100 aussagekräftige Indikatoren aus unterschiedlichen Datenquellen zu gesellschaftlich und wirtschaftlich relevanten Themenbereichen wie Gesundheit, Wirtschaft, Mobilität und Finanzen. Das Angebot wird stetig weiter ausgebaut und ist kostenfrei nutzbar.

Weitere Informationen im Dashboard Deutschland einsehen.

Konjunkturstatistik

Konjunkturstatistik

 

Konjunktur

KONJUNKTUR
Grafiken & Tabellen

Schlaglichter – Konjunktur Oktober 2026

Basisregister

Das Basisregister für Unternehmen

Mit dem Basisregister für Unternehmen sollen Stammdaten aller Unternehmen in einem zentralen Register gespeichert werden, um Mehrfachmeldungen zu verhindern, Dateninkonsistenzen abzuschaffen und insgesamt der Zeit- und Arbeitsaufwand für Unternehmen und Verwaltung deutlich reduziert werden. Durch die Digitalisierung und Vernetzung sollen künftig Kosten eingespart und Bürokratiepflichten abgebaut werden.

 

Welchem Zweck dient das Basisregister?

Das Basisregister für Unternehmen ist ein zentrales Digitalisierungsprojekt um Bürokratieabbau für Wirtschaft und Verwaltung zu schaffen: Die stark fragmentierte Registerlandschaft in Deutschland ist bisher kaum vernetzt und wenig digitalisiert. Derzeit sind viele Unternehmen in mehreren Registern mit ihren Daten und teilweise unterschiedlichen Identifikationsnummern parallel erfasst; ein Austausch von Informationen zwischen Registern erfolgt häufig nicht. Die regelmäßige erforderliche Pflege und mehrfache Meldung beziehungsweise Abfrage von Daten führen bei Unternehmen und in der Verwaltung zu unnötiger Bürokratie. Hier setzt das Basisregister für Unternehmen an: Es speichert zukünftig Stammdaten aller Unternehmen in Deutschland, einschließlich einer bundeseinheitlichen Wirtschaftsnummer zur eindeutigen Identifizierung.

Was ist die bundeseinheitliche Wirtschaftsnummer?

Die bundeseinheitliche Wirtschaftsnummer entspricht der Wirtschafts-Identifikationsnummer, die derzeit vom Bundeszentralamt für Steuern jedem wirtschaftlich Tätigen auf Grundlage von § 139c Abgabenordnung (AO) zugeteilt wird. Sie besteht aus den Anfangsbuchstaben „DE“ und einer neunstelligen Ziffernfolge. Für unterschiedliche wirtschaftliche Tätigkeiten wird an die Nummer ein Unterscheidungsmerkmal beginnend mit „00001“ angehangen.

Welche Vorteile bietet die bundeseinheitliche Wirtschaftsnummer?

Sie schafft zusammen mit dem Basisregister die Voraussetzungen für effiziente Datenaustausche zwischen Behörden und für die Umsetzung des „Once-Only“-Prinzips im Unternehmensbereich: Zukünftig sollen Unternehmen ihre Daten der Verwaltung nur einmal mitteilen müssen; Mehrfachmeldungen an verschiedene Register können schrittweise durch Registerabfragen und zwischenbehördliche Datenaustausche ersetzt werden. Zudem vereinfacht das Vorhaben nicht nur den Kontakt von Unternehmen mit der öffentlichen Hand, sondern verbessert gleichzeitig die Qualität der Registerdaten.

Wie stark reduziert sich der bürokratische Aufwand für Unternehmen durch das Basisregister?

Schätzungen gehen perspektivisch von einem hohen Entlastungspotenzial für Unternehmen aus. Eine Studie des Normenkontrollrats aus dem Jahr 2017 hat ermittelt, dass sich der Zeitaufwand nach der Registermodernisierung für Unternehmen und die Verwaltung mehr als halbieren wird. Der potentielle Nutzen erhöht sich mit jeder Ausbaustufe, in der aktuellen ersten Ausbaustufe soll zunächst die Grundstruktur des Basisregisters für Unternehmen aufgebaut werden.

Derzeit wird die erste Ausbaustufe des Basisregisters für Unternehmen bei der registerführenden Behörde, dem Statistischen Bundesamt, umgesetzt. Nach einer Änderung der Verordnung soll zeitnah damit begonnen werden die zweite Ausbaustufe umzusetzen.

Gesetzliche Grundlage: Das Unternehmensbasisdatenregistergesetz – UBRegG
https://www.gesetze-im-internet.de/ubregg/BJNR250610021.html

Verordnung des Bundesministeriums der Finanzen, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und des Bundesministeriums der Justiz über das Register über Unternehmensbasisdaten
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Service/Gesetzesvorhaben/240424-ubregg.html


Übersichtsseite zum Basisregister vom Statistischen Bundesamt:
https://www.destatis.de/Verwaltungsregister/DE/Basisregister/_inhalt.html

Informationen vom BZSt zur Wirtschafts-Identifikationsnummer
https://www.bzst.de/DE/Unternehmen/Identifikationsnummern/Wirtschaftsidentifikationsnummer/ wirtschaftsidentifikationsnummer_node.html

Der Aufbau des Basisregisters ist Teil der Registermodernisierung
https://www.bva.bund.de/DE/Services/Behoerden/Verwaltungsdienstleistungen/Registermodernisie rung/Ueberblick/ueberblick_node.html

Graph zum Thema Wirtschaftliche Entwicklung; Quelle: istockphoto.com/jxfzsy

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