Artikel - Energiewende

NDE Germany

Einleitung

Über uns

Die Nationale Kontaktstelle - NDE

Klimatechnologien spielen eine elementare Rolle für effektiven Klimaschutz. Deutsche Unternehmen bieten eine Vielzahl an wertvollen Technologien an. Die deutsche Politik unterstützt die internationale Kooperation zu Technologieentwicklung und Transfer durch zahlreiche Initiativen und politische Flankierung. 

NDE (National Designated Entity) Germany ist die nationale Kontaktstelle für Klimatechnologietransfer unter der internationalen Klimarahmenkonvention UNFCCC. Damit ist sie eine von insgesamt über 160 NDEs weltweit, die gegründet wurden um die Zusammenarbeit zu Technologietransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer in Sinne des Klimaschutzes weltweit voranzubringen.

Die deutsche NDE ist im Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) verankert. Die Aufgaben der Geschäftsstelle über nimmt seit dem 20.06.2016 in enger Abstimmung mit dem BMWE die HEAT GmbH wahr.

Die NDE dient als zentrale Anlaufstelle für alle 

  • Anfragen aus dem CTCN bzw. anderer nationaler Kontaktstellen nach klimarelevanten Technologien, Programmen der Bundesregierung, Dienstleistungen oder möglichen Forschungskooperationen im Zusammenhang mit dem Technologiemechanismus
  • Anfragen nach Technologiekooperationen mit deutschen Unternehmen, Forschungsstellen und öffentlichen Stellen
  • Anfragen deutscher Unternehmen und Investoren.

Auf unserem Internetportal möchten wir über Technologietransfer informieren und Ihnen den Zugang zu deutschen Akteuren, Förderinitiativen und Finanzierungsmöglichkeiten sowie hilfreichen Plattformen und relevanten Publikationen erleichtern. Im Fokus sind dabei sowohl Klimatechnologien zur Minderung von Emissionen als auch zur Anpassung an ein sich wandelndes Klima.

Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen.

Technologiekooperation unter UNFCCC

Technologiekooperation unter UNFCCC

Die Vertragsparteien der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) haben sich bei den Klimaverhandlungen Ende 2010 in Cancún (Mexiko) auf eine Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich klimarelevanter Technologien (Minderung der Treibhausgasemissionen und Anpassung an den Klimawandel) verständigt und beschlossen, den sog. Technologiemechanismus einzurichten. Dieser besteht aus einem politischen Teil, dem Technologie-Exekutivausschuss (Technology Executive Committee), und einem Implementierungsteil, dem Klimatechnologiezentrum und -netzwerk (Climate Technology Centre and Network).

Das Technology Executive Committee (TEC) hat im September 2011 seine Arbeit aufgenommen; seine Empfehlungen sollen Eingang in die Beschlüsse der Klimarahmenkonvention finden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das Climate Technology Centre and Network (CTCN) bildet die Basis für eine intensivierte Zusammenarbeit in klimarelevanten Technologien, um die Vernetzungsmöglichkeiten zu verbessern. Als Trägerorganisation für das Netzwerk wurde das United Nations Environment Programme (UNEP) ausgewählt. CTCN hat seinen Sitz in Kopenhagen und hat seine Tätigkeit im Mai 2013 aufgenommen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Technologieportale

Technologieportale

Teilen Sie Ihre Klimatechnologien

Die Nachfrage nach Klimatechnologien wächst rasant – und ebenso das Portfolio an Lösungen, die weltweit bereits verfügbar sind. Es gibt zwar zahlreiche Kanäle, um Ihre Technologien zu bewerben (Branchenverbände, Initiativen u. v. m.), wir möchten jedoch zwei globale Plattformen hervorheben, die für diesen Zweck besonders relevant sind.

1. WIPO GREEN Datenbank in Zusammenarbeit mit CTCN

WIPO GREEN ist eine kostenlose globale Plattform zur Vernetzung von Anbietern und Nachfragern grüner Technologien. Sie wird von der Weltorganisation für geistiges Eigentum betrieben und ermöglicht es, gezielt nach Technologien zu suchen oder eigene Lösungen einem globalen Publikum vorzustellen, wobei das direkte Matchmaking über die Plattform selbst erfolgt. Einen exklusiven Überblick über aktuelle Entwicklungen bietet zudem die letzte Ausgabe des Green Technology Book. Besuchen Sie: WIPO GREEN Datenbank.

2. Global Matchmaking Platform

Die Global Matchmaking Platform ist eine dedizierte Plattform zur Vernetzung von Technologieanbietern, Geldgebern und Regierungen, die eine Dekarbonisierung emissionsintensiver Industrien anstreben. Sie wurde auf der COP29 ins Leben gerufen und wird von UNIDO als zentraler Mechanismus des Climate Club umgesetzt. Im Fokus stehen Sektoren wie Stahl, Zement und Chemie in Schwellen- und Entwicklungsländern, wobei diese Länder durch bedarfsorientiertes, maßgeschneidertes Matchmaking dabei unterstützt werden, direkt in eine klimafreundliche Industrieentwicklung einzusteigen. Regierungen können maßgeschneiderte Unterstützungsanträge stellen, auf die Geber und Durchführungsorganisationen, darunter multilaterale Entwicklungsbanken, Klimafonds, bilaterale Geber, UN-Organisationen, Initiativen usw., reagieren können. Es kann sowohl technische als auch finanzielle Hilfe geleistet werden.
Besuchen Sie: Global Matchmaking Platform.

Finanzierung und Förderinitiativen

Finanzierung und Förderinitiativen

Skyline von Frankfurt am Main im Sonnenuntergang

© instamatics

Im gemeinsamen Vorhaben der internationalen Gemeinschaft, die globale Erwärmung einzudämmen und diejenigen Länder zu unterstützen, die vom Klimawandel am stärksten betroffen sind, ist das Thema Klimafinanzierung einer der entscheidenden Einflussfaktoren. Eine wichtige Voraussetzung für erfolgreichen Technologietransfer ist daher der unbeschränkte Zugang zu möglichen Finanzierungsquellen. In diesem Zusammenhang sind öffentlich-private Partnerschaften, Finanzierung durch multilaterale Fonds, bilaterale finanzielle Zusammenarbeit sowie staatliche Finanzierung gleichbedeutend wichtig.

Partner für Finanzierung

KfW Bankengruppe

Die KfW ist eine der führenden Förderbanken der Welt. Seit 1948 setzt sie sich im Auftrag des Bundes und der Länder dafür ein, die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebensbedingungen weltweit zu verbessern. Mit ihren Tochtergesellschaften, der KfW IPEX-Bank für die Finanzierung internationaler Projekte und Exporte, der DEG zur Unterstützung von Unternehmen zu Investitionen in Entwicklungsländern und der KfW Entwicklungsbank für die Kooperation mit staatlichen Institutionen, ist sie ein zentraler Partner für gelungene Kooperation mit Entwicklungsländern.

AuslandsgeschäftsabsicherungExportkreditgarantien, Investitionsgarantien und Garantien für Ungebundene Finanzkredite sind seit Jahrzehnten etablierte und bewährte Außenwirtschaftsförderinstrumente der Bundesregierung. Exportkreditgarantien ("Hermesdeckungen") sichern deutsche Exportgeschäfte und die sie finanzierenden Banken gegen politische und wirtschaftliche Risiken ab. Mit Garantien für Ungebundene Finanzkredite unterstützt die Bundesregierung förderungswürdige Rohstoffprojekte im Ausland. Investitionsgarantien sichern förderungswürdige deutsche Direktinvestitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern gegen politische Risiken ab. Ein besonderes Ziel ist die Unterstützung des Mittelstands.

Des Weiteren wurden mehrere umfassende Förderinitiativen etabliert, mit denen auch insbesondere für die Entwicklung und der Transfer von Klimatechnologien durch finanzielle und rahmengebende Aktivitäten unterstützt wird.

Förderinitiativen

Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) fördert seit 2008 über 1100 ambitionierte Klima- und Biodiversitätsprojekte in rund 150 Partnerländern mit bisher fast 8 Milliarden Euro. Sie ist ein wichtiges Tool der deutschen internationalen Zusammenarbeit zur Minderung von Treibhausgasemissionen in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie Anpassungsmaßnahmen. Dazu gehören unter anderem Technologiekooperationen sowie zahlreiche Projekte mit Technologiekomponenten.

Programm develoPPP

Förderung der Privatwirtschaft: Mit dem Programm develoPPP.de unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Unternehmen, die nachhaltig in Entwicklungs- und Schwellenländern investieren wollen, mit finanzieller und bei Bedarf auch fachlicher Unterstützung. Die finanzielle Unterstützung kann bis zu 50% der Projektkosten betragen, maximal jedoch 2 Mio. Euro. Wichtig ist, dass diese Projekte nicht nur ein langfristiges wirtschaftliches Ziel erreichen, sondern auch einen nachhaltigen Nutzen für die Menschen vor Ort schaffen. Seit dem Start des Programms im Jahr 1999 wurden rund 2.800 Entwicklungspartnerschaften initiiert. Viele dieser Projekte sind klimarelevant, da sie Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Wasseraufbereitung, Recycling / Kreislaufwirtschaft, Biodiversität oder Forstwirtschaft beinhalten.

Exportinitiative EnergieMit der Exportinitiative Energie unterstützt das BMWE deutsche Anbieter nachhaltiger Energielösungen aus den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, intelligente Netze und Speicher bei der Erschließung von Auslandsmärkten. Auch neue Technologien wie Power-to-Gas und Brennstoffzellen werden zunehmend in den Blick genommen. Das Angebot richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen und unterstützt die Teilnehmenden durch Maßnahmen zur Marktvorbereitung sowie bei der Marktsondierung, -erschließung und -sicherung.
Global Energy Transformation Programme (GET.pro)GET.pro ist ein 2018 gegründetes europäisches Multi-Geber-Vorhaben, das zu den Schlüsselthemen einer gerechten globalen Energiewende arbeitet und unter anderem von Deutschland unterstützt wird. Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung der Voraussetzungen für Investitionen in eine globale Energiewende im Rahmen eines koordinierten europäischen Ansatzes. Dazu nutzt es skalierbare Instrumente: GET.invest mobilisiert private Investitionen, GET.transform unterstützt öffentliche Partner bei der Gestaltung und Umsetzung ihrer Energiewenden, das Sekretariat der Afrika-EU-Energiepartnerschaft (AEEP) fördert strategischen politischen Dialog zwischen Afrika und Europa auf Augenhöhe zur Beschleunigung einer gerechten afrikanischen Energiewende. Schwerpunkt der Implementierung dieses globalen Vorhabens liegt auf Afrika und Lateinamerika.
Projektentwicklungs-programm für Entwicklungs- und Schwellenländer (PEP)Mit dem Projektentwicklungsprogramm für Entwicklungs- und Schwellenländer (PEP), einer wichtigen Säule der Exportinitiative Energie, unterstützt die Bundesregierung die Geschäftsanbahnung zwischen ausländischen Industrieunternehmen mit hohem Energiebedarf und deutschen Anbietern von nachhaltigen Energielösungen. Derzeit wird PEP in Ländern Subsahara-Afrikas, Süd- und Südostasiens und des Nahen Ostens durchgeführt.
Exportinitiative Umweltschutz (EXI) "Greentech made in Germany"(des BMUKN)Die 2016 ins Leben gerufene "Exportinitiative Umweltschutz" (kurz EXI) des Bundesumweltministeriums zielt mit ihren Projekten darauf ab, die Marktvorbereitung deutscher Umweltschutztechnologien zu unterstützen. Der Fokus liegt dabei auf den thematischen Kernfeldern des BMUKN: Wasser- und Abwasserwirtschaft, Kreislauf-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, Ressourceneffizienz, Umweltmanagement und nachhaltiger Konsum, "grüne" Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien für netzferne Stromanwendungen sowie umweltfreundliche Mobilitätslösungen und innovative Querschnittstechnologien. Das Förderprogramm ist ein wichtiger Baustein für eine umweltfokussiert Außenwirtschaftförderung.
Energising Development (EnDev)Energising Development (EnDev) ist ein Energiezugangsprogramm, das der Problematik des fehlenden Zugangs zu sauberer Energie (Strom, nachhaltige Kochlösungen) von Millionen von Haushalten weltweit addressiert. Das Globalvorhaben wird von sechs Gebern finanziert und in 20 Ländern weltweit durchgeführt. Gefördert wird der Einsatz und die Verbreitung nachhaltiger, energieeffiziente Technologien. Über 30 Mio. Menschen hat das Programm bisher erreicht.
Klimaaktionsbündnis Salpetersäure (NACAG)Ziel der globalen Initiative Klimaaktionsbündnis Salpetersäure, initiiert von der deutschen Bundesregierung, ist die Ausstattung aller Salpetersäureanlagen weltweit mit effektiver Technologie zur Lachgasvermeidung. Das Bündnis bietet allen interessierten Unternehmen, Organisationen und Regierungen Informationen und technische Beratung zum Einsatz der Minderungstechnologie an. Darüber hinaus stellt die Initiative jenen Staaten finanzielle Unterstützung für die Minderungstechnologie zur Verfügung, die bereit sind, die Emissionsminderungen im Salpetersäuresektor in nationalen Strategien (z.B. NDCs) zu verankern.
Transformative Urban Mobility Initiative (TUMI Friends)Die German Partnership for Sustainable Mobility (GPSM) wurde zu „TUMI Friends“ und dient weiterhin als Wegweiser für nachhaltige Mobilität und grüne Logistiklösungen aus Deutschland für das Ausland. Als Plattform für den Austausch von Wissen, Expertise und Erfahrungen unterstützt TUMI Friends die Transformation zur Nachhaltigkeit in Entwicklungs- und Schwellenländern. Es dient als Netzwerk von Informationen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verbänden.

Die internationale Zusammenarbeit zum Klimaschutz wird durch zahlreiche politische Aktivitäten flankiert, die u.a. gegenseitigen Austausch, vermehrte Ambitionssteigerungen und verbesserte Bedingungen für privatwirtschaftliche Zusammenarbeit bezwecken. Im Folgenden einzelne Beispiele.

Politische Flankierung

Klima-, Energie- und Wasserstoffpartnerschaften und Energiedialoge Klima-, Energie- und Wasserstoffpartnerschaften und Energiedialoge zentrale Instrumente der deutschen außenpolitischen Energie- und Klimapolitik. Die Partnerschaften dienen der Unterstützung des Ausbaus Erneuerbarer Energien, der Förderung von Energieeffizienz und der Verbreitung grüner Technologien. Gleichzeitig werden marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Exportchancen gefördert und die gemeinsame Entwicklung neuer Klimatechnologien vorangetrieben. Eine unverbindlichere Form stellen Energiedialoge mit verschiedenen Formaten des Austausch und Dialog dar. Mit derzeit über 30 Längern unterhält Deutschland derzeit Partnerschaften und Dialoge.
Just Energy Transition Partnerships (JETP)Deutschland engagiert sich in der seit 2022 bestehenden G7 Initiative zur Gründung von Just Energy Transition Partnerships, welche multilateralen Energiepartnerschaften darstellen und derzeit mit Südafrika, Indonesien, Senegal und Vietnam bestehen.
Klimaclub2022 wurde auf Initiative Deutschlands der Klimaclub als High-Level Forum zur Förderung der Dekarbonisierung der Industrie gegründet. Der von den G7 und der EU Kommission gegründete Klimaclub arbeitet zu zentralen Weichenstellungen für Dekarbonisierungs-strategien inkl. Technologieentwicklung und Transfer. Das Arbeitsprogramm wurde im Dezember 2022 in einer gemeinsamen Satzung anhand von drei Säulen (i) Förderung ehrgeiziger und transparenter Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels, (ii) Industrietransformation und (iii) Förderung der internationalen Klimazusammenarbeit und Partnerschaften definiert.
Unterstützung des Technologiemechanismus unter UNFCCCDeutschland unterstützt den Technologiemechanismus der VN-Klimarahmenkonvention und seine Organisationen: den Technologie-Exekutivausschuss (TEC) und das Climate Technology Centre and Network (CTCN) durch finanzielle Beiträge, gemeinsame Initiativen und der aktiven Beteiligung and Veranstaltungen (z.B. Regionalen Klimawochen, Webinare etc.). Deutschland betreibt seit mehreren Jahren eine nationale Kontaktstelle für den Technologiemechanismus (NDE Deutschland). Weitere Zusammenarbeit mit CTCN besteht zu den Themen emissionsfreier Zement, Stahl und klimafreundliche Gebäude. Bezüglich der Klimaverhandlungen unterstützt Deutschland den regelmäßigen Austausch mit anderen NDEs innerhalb Europas, mit der Europäischen Kommission, und auf globaler Ebene.

Hinweis: Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Deutsche Akteure

Deutsche Akteure

Skyline von Frankfurt am Main im Sonnenuntergang Bild vergrößern: Skyline von Frankfurt am Main im Sonnenuntergang

© iStock.com / VioletaStoimenova

Zahlreiche Akteure in Deutschland sind direkt und indirekt an Technologieentwicklung und -Transfer zu Entwicklungsländern beteiligt. Politische Unterstützung kommt insbesondere von den unten gelisteten Bundesministerien und Ämtern. Darüber hinaus sind viele Vereine und Verbände aktiv dabei, ihre Mitglieder bei der Anbahnung und Kontaktaufnahme mit entsprechenden Partnern im Ausland zu unterstützen und Informationen bereit zu stellen. Desweiteren thematisieren verschiedene Forschungsinstitute das Thema, meist mit spezifischen Schwerpunkten auf bestimmte Technologien und Anwendungsbereiche. 

Im Folgenden wird ein Überblick über relevante, öffentliche Akteure in Deutschland gegeben. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Ministerien und Bundesanstalten

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)

Das BMWE ist federführend für die deutsche Wirtschafts- und Energiepolitik. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Sicherung von Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit. Das Ministerium stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland durch gezielte Wirtschaftspolitik, insbesondere für Industrie und Mittelstand, fördert die deutsche Außenwirtschaft, gestaltet die europäische Wirtschaftpolitik maßgeblich mit und fördert die Digitalisierung der Wirtschaft. Geichzeitig ist die Sicherung eines verlässlichen, bezahlbaren and nachhaltigen Energiesystems zentraler Aufgabenbereich der Ministeriumsarbeit.
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Das BMZ ist federführend bei der Gestaltung von Deutschlands Entwicklungspolitik. Grundpfeiler sind bilaterale Kooperationen und internationale Partnerschaften. Partnerländern werden in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung durch Kredite, Zuschüsse, Fortbildungsmaßnahmen oder Investitionsanreize für den Privatsektor gefördert. Das BMZ unterstützt multilaterale und europäische Kooperationen wie z.B. regionale Entwicklungsbanken oder UN-Programme.

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)Das BMUKN betreut, wie der Name schon widerspiegelt, vielfältige Politikbereiche: Umweltthemen, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Bald 40 Jahre arbeitet das Ministerium bereits für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Umweltgiften und Strahlung, für einen klugen und sparsamen Umgang mit Rohstoffen, den Klimaschutz sowie für eine Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen, bei der die Vielfalt von Tier-, und Pflanzenarten und der Erhalt ihrer Lebensräume sichergestellt wird. Mit Neugestaltung der Zuständigkeiten der Ministerien (Mai 2025) hat das BMUKN die Aufgabenbereiche für den nationalen und internationalen Klimaschutz erhalten. Es gestaltet somit zentrale Zukunftsthemen, und ist Treiberin einer ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Modernisierung.

Auswärtiges Amt (AA)

Das Auswärtige Amt vertritt die Interessen Deutschlands in der Welt, es fördert den internationalen Austausch und bietet Deutschen im Ausland Schutz und Hilfe. Mit seiner Zentrale in Berlin und seinem Netz von rund 230 Auslandsvertretungen pflegt das Auswärtige Amt die Beziehungen Deutschlands zu anderen Staaten sowie zu den zwischen- und überstaatlichen Organisationen. Es pflegt einen intensiven Austausch mit der Welt zu Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Technologie, Umwelt, Entwicklungsfragen und vielen weiteren Themen. Auch Klimaaußenpolitik ist ein Arbeitsfeld des Auswärtigen Amtes, der sich mit der Unterstützung der internationalen Klimapolitik und Verhandlungen, Klimaschutz-Dialogen mit dem Ländern sowie der Auseinandersetzung mit den sicherheitspolitischen Folgen des Klimawandels beschäftigt.
Deutscher Wetterdienst (DWD)Der Deutsche Wetterdienst (DWD) unterstützt mit vielfältigen Klimaservices alle gesellschaftlichen Bereiche bei der optimalen Nutzung der bestehenden und zukünftigen klimatischen Verhältnisse. Insbesondere die Potentiale und Risiken des Klimawandels werden dargestellt.
Umweltbundesamt (UBA)Deutschlands zentrale Umweltbehörde kümmert sich darum, dass es in Deutschland eine gesunde Umwelt gibt, in der Menschen so weit wie möglich vor schädlichen Umwelteinwirkungen, wie Schadstoffen in Luft oder Wasser, geschützt leben können. Das UBA deckt dafür ein breites Themenfeld ab, das von Abfallvermeidung über den ⁠Klimaschutz⁠ bis zur Zulassung von Pflanzenschutzmitteln reicht. Forschung, Politikberatung, Öffentlichkeitsarbeit und die Umsetzung und Nachverfolgung von Umweltgesetzen sind wichtige Arbeitsfelder.

Vereine und Verbände

Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWKe.V.)

Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWKe.V.) ist ein breites gesellschaftliches Bündnis von Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung. Der Verband wurde 2001 in Berlin gegründet und zählt mittlerweile rund 560 Mitglieder. Ziel ist dabei die Effizienzsteigerung bei der Energieumwandlung zur Schonung von Ressourcen und zur Reduktion umwelt- und klimaschädlicher Emissionen.

Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)

Der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) vertritt ca. 3.200 Unternehmen, vorrangig KMU. Die Branche bildet die Prozesskette ab – einschließlich der zugehörigen Werkzeuge und Komponenten, der Verfahrens-, Produktions-, Fertigungs-, Antriebs- und Automatisierungstechnik, Büro- und Informationstechnik, Software, produktbezogenen Dienstleistungen, von der Komponente zur Anlage, vom Systemlieferanten- zum Integrator und Servicedienstleister.
German RETech Partnership e.V.German RETech Partnership e.V. ist eine neutrale Organisation für Unternehmen und Institutionen, die am Export von Technologien der Kreislaufwirtschaft, am Wissenstransfer und an einem Beitrag zu einer weltweit nachhaltigen Abfallwirtschaft interessiert sind.

Fachverband Biogas e.V. (FvBe.V.)

Der Fachverband Biogas e.V. vertritt Hersteller, Anlagenbauer und landwirtschaftliche wie industrielle Biogasanlagenbetreiber sowie alle mit Interesse an Biogas. Seit seiner Gründung im Jahr 1992 ist er die größte europäische Interessenvertretung der Biogas-Branche. Ziel des Verbandes ist es, die Biogaserzeugung und -nutzung durch politische Lobbyarbeit auf EU-, Bundes- und Länderebene auszubauen.
German Water Partnership

German Water Partnership (GWP) ist ein starkes, tragfähiges Netzwerk, in dem sich private und öffentliche Unternehmen sowie Institute und Institutionen des Wassersektors aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung zusammengeschlossen haben. Unterstützt wird GWP seit seiner Gründung im Jahr 2008 von den fünf Bundesministerien Umwelt (BMUKN), Forschung (BMFTR), Entwicklung (BMZ), Wirtschaft (BMWE) und Auswärtiges Amt (AA).

Verein Deutscher Ingenieure (VDI)Der VDI ist ein gemeinnütziger Verein deutscher Ingenieur*innen und Naturwissenschaftler*innen. Er hat die Förderung der technischen Wissenschaft und Forschung sowie der technischen Bildung zum Ziel. Unter der Initiative „1,5 Grad – INNOVATIONEN.ENERGIE.KLIMA. – Gemeinsam für das Klimaziel“ werden klimarelevante Themen behandelt.

Forschungseinrichtungen

Internationales Geothermiezentrum e.V.

Das Internationale Geothermiezentrum hat das Ziel, die wissenschaftliche und technologische Innovationsfähigkeit sowie die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu fördern. Die Förderung wissenschaftlicher Einrichtungen, die auf dem Gebiet der flachen und tiefen Geothermie tätig sind, ist für die Arbeit des Geothermiezentrums ebenfalls von großer Bedeutung.

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung forscht zu einem nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen. Im Fokus steht die Frage, wie gesellschaftliche Entwicklung mit einer gesunden Umwelt in Einklang gebracht werden können. Das UFZ ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)Das DLR ist das deutsche Forschungs- und Technologiezentrum für Luft- und Raumfahrt. In seinen Kerngebieten entwickelt das DLR Technologien für Luft- und Raumfahrt, Energie und Verkehr, sowie Sicherheits- und Verteidigungsforschung. Durch einen intensiven Wissensaustausch und gezielten Technologietransfer stellt sich das DLR seiner Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Die Beobachtung klimatischer Veränderungen, die Forschung und Entwicklung zukunftsfähiger innovativer Energiesysteme, alternative Antriebssysteme und Energieträger, CO2-arme Industrieprozesse und neue Mobilitätskonzepte sind Beispiele für die Arbeit des DLR.
Alfred-Wegener-Institut (AWI)Naturwissenschaftliche Erforschung (Beobachtung und Modellierung) von Klimaveränderungen, Wandel von Ökosystemen, Permafrost, Müll im Meer (Mikroplastik), Bionisch inspirierten Struktur-Leichtbau, Aquakultur. Beiträge zu IPCC, Klimabüro für Polarregionen und Meeresspiegelanstieg, Nordseebüro, Deutsches Arktisbüro, Meeres- und Umweltmesstechnik, Wissens- und Technologietransfer, Politikberatung.
Max-Planck-Institut für MeteorologieDie Wissenschaftler am MPI-M untersuchen die Anfälligkeit des Erdsystems gegenüber Störungen, wie etwa Änderungen in der Zusammensetzung seiner Atmosphäre, und erforschen die Grundlagen und Grenzen der Vorhersagbarkeit des Erdsystems. Dazu entwickelt und analysiert das MPI-M hoch komplexe Erdsystemmodelle. Gezielt eingesetzte in-situ-Messungen und Satellitenbeobachtungen ergänzen die Modellsimulationen.
Climate Service Center Germany (GERICS)

GERICS entwickelt wissenschaftlich fundiert prototypische Produkte und Dienstleistungen, um Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Zurzeit liegt der Schwerpunkt der unterstützenden Aktivitäten auf den Bereichen Wasser, Energie, Ökosysteme und Städte.

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISEDas Fraunhofer ISE schafft technische Voraussetzungen für eine effiziente und umweltfreundliche Energieversorgung, sowohl in Industrie- als auch in Schwellen- und Entwicklungsländern. Mit seinen Forschungsschwerpunkten Energiegewinnung, Energieeffizienz, Energieverteilung und Energiespeicherung trägt es zur breiten Anwendung neuer Technologien für die Transformation unseres Energiesystems hin zu nachhaltigen und erneuerbaren Quellen bei.
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) e.V.Das PIK untersucht wissenschaftlich und gesellschaftlich relevante Fragestellungen in den Bereichen Globaler Wandel, Klimawirkung und Nachhaltige Entwicklung, welche wiederum eine robuste Grundlage für Entscheidungen in Politik Wirtschaft und Zivilgesellschaft darstellen. Die wichtigsten methodischen Ansätze am PIK sind System- und Szenarienanalyse, quantitative und qualitative Modellierung, Computersimulation und Datenintegration.
DBFZ GmbH Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbHDie Wissenschaftler des DBFZGmbH sind auf der Suche nach Verfahren, die eine technisch einfache und sichere, ökologisch verträgliche sowie ökonomisch vielversprechende Nutzung von festen, flüssigen und gasförmigen Bioenergieträgern ermöglichen. Hierfür werden z.B. Potenzialanalysen, Machbarkeitsstudien und praktische Versuche in den Laboren des Forschungszentrums durchgeführt.
Thünen InstitutDas Thünen-Institut arbeitet in verschiedenen Fachinstituten zu Themen bzgl. natürlicher Ressourcen und der nachhaltigen Weiterentwicklung der ländlichen Räume, Agrar-, Forst- und Holzwirtschaft und der Fischerei aus naturwissenschaftlicher, technologischer und sozioökonomischer Sicht.
GEOMAR (GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel)Das GEOMAR erforscht den globalen Ozean vom Meeresboden bis in die Atmosphäre, um das Ozeansystem zu verstehen und die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für drängende gesellschaftliche Probleme zu ermöglichen.

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Viele Kameras sind in eine Richtung gerichtet

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