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Artikel - Tourismuspolitik

Tourismus

Einleitung

Bedeutsam für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland

Tourismus ist in Deutschland Motor für Wachstum und Beschäftigung. Vor allem in ländlichen Regionen ist er häufig ein Dreh- und Angelpunkt von Wirtschaft und Gesellschaft. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts trug der Tourismus im Jahr 2023 rund 3,5 Prozent zum deutschen Bruttoinlandsprodukt bei. Damit entfiel rund jeder 29. Euro auf den Tourismus. Die im Jahr 2023 erwirtschaftete direkte Bruttowertschöpfung betrug 113 Milliarden Euro. Die Zahl der direkt im Tourismus Erwerbstätigen belief sich auf 2,0 Millionen; dies entspricht einem Anteil von 4,3 Prozent an allen Erwerbstätigen in Deutschland. Dabei strahlt der Tourismus in viele andere Bereiche hinein, wie beispielsweise in die gesamte regionale Dienstleistungswirtschaft – von medizinischer Versorgung bis zum Einzelhandel. Und auch der Erhalt von öffentlichen Strukturen und örtlicher Infrastruktur ist mit dem Reisen eng verbunden. Der Erhalt kultureller Einrichtungen steht und fällt mit den Besucherzahlen, denn Betrieb und Pflege dieser Einrichtungen gibt es nicht zum Nulltarif. Die Tourismusbranche gehörte zu den von der Corona-Pandemie am schwersten und am längsten betroffenen Branchen. In den vergangenen Jahren konnte sich die Tourismuswirtschaft zwar insgesamt erholen. Durch die allgemein starken Preisanstiege und ein gestiegenes Preisniveau im Gastgewerbe haben sich jedoch deutliche Differenzen zwischen realen und nominalen Umsätzen gebildet. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 war der reale Gastgewerbeumsatz im Jahr 2025 um 14,8 Prozent niedriger, während der nominale Umsatz um 11,6 Prozent höher ausfiel.

Tourismussatellitenkonto

Der Tourismus als Querschnittsbranche setzt sich aus den Wirtschaftszweigen Hotel- und Gaststättengewerbe sowie der Reisewirtschaft zusammen. Um die wirtschaftliche Bedeutung sowie die Umweltwirkungen des Tourismus als Ganzes zu erfassen, erstellt das Statistische Bundesamt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ein eigenes Tourismussatellitenkonto (TSA) mit ökonomischen und Umweltdaten für die gesamte Tourismusbranche. Die dem TSA zugrunde liegenden amtlichen Daten stehen grundsätzlich zweieinhalb Jahre nach dem jeweiligen Berichtsjahr vollständig zur Verfügung.

Die Ergebnisse des TSA werden vom Statistischen Bundesamt bereitgestellt:

Mittelstand prägt Tourismus

Die deutsche Tourismuswirtschaft ist vor allem mittelständisch geprägt: In Deutschland sind nach Branchenangaben weitgehend konstant ca. 2.300 Reiseveranstalter, gut 4.000 Busunternehmen und rund 8.000 Reisebüros tätig. Darüber hinaus gab es nach den Daten des Statistischen Bundesamtes 2024 knapp 239.000 Unternehmen im Gastgewerbe, darunter knapp 50.000 Beherbergungsunternehmen und knapp 190.000 gastronomische Unternehmen. Vielfach sind dies Kleinstbetriebe mit weniger als zehn Beschäftigten.

Deutschlandtourismus liegt im Trend

Der Deutschlandtourismus hat im Jahr 2025 wiederholt einen Rekord aufgestellt. Die Zahl der Übernachtungen ist auf 497,5 Millionen angestiegen und hat damit das Vor-Corona-Jahr 2019 mit 495,6 Millionen Übernachtungen übertroffen. Die Übernachtungen ausländischer Gäste betrugen 2025 mit 83,8 Millionen einen Anteil von knapp 17 Prozent an allen Übernachtungen. Dies zeigt, dass unter den eigenen Bürgerinnen und Bürgern Urlaub in Deutschland mit rund 83 Prozent der Übernachtungen sehr beliebt ist.

Vier Zahlen zum Tourismus

190
Symbolicon für Flugzeug

Millionen Menschen
machten 2024 Urlaub in Deutschland

2,14
Symbolicon für Menschen

Millionen Beschäftigte
in der Tourismuswirtschaft in Deutschland (2023)

496,1
Symbolicon für Hotel

Millionen Übernachtungen
in Hotels und Herbergen gab es in Deutschland 2024

Platz 2
Symbolicon für Bett

der Reiseziele der Europäer
belegte Deutschland 2024

Ziele, Strategien, Akteure

Gute Rahmenbedingungen für Tourismus schaffen

Aufgabe und Ziel der Tourismuspolitik auf Bundesebene ist es, die Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung des Tourismus in Deutschland zu gestalten. Innerhalb der Bundesregierung ist das Bundeswirtschaftsministerium für die Tourismuspolitik federführend zuständig.

Bund und Länder arbeiten Hand in Hand, um gute Rahmenbedingungen für den Tourismus zu schaffen. Dabei gilt es, ein komplexes Zuständigkeitsgefüge innerhalb des Bundes und zwischen Bund und Ländern zu beachten, das den Tourismus als Querschnittsbranche prägt. Für die Tourismusentwicklung und das Marketing vor Ort sind allein die Länder verantwortlich. Aufgabe und Ziel der Tourismuspolitik auf Bundesebene ist es, die Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung des Tourismus in Deutschland zu gestalten und Prozesse wie insbesondere die Nationale Tourismusstrategie zu koordinieren. Innerhalb der Bundesregierung ist das Bundeswirtschaftsministerium für die Tourismuspolitik federführend zuständig. Tourismus betrifft aufgrund seines Querschnittscharakters viele verschiedene Bereiche. Dazu gehören die Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie oder Visa-Fragen ebenso wie Mindestlohn sowie Arbeits- und Ausbildungsbedingungen, Verkehrs- und Mobilitätsthemen oder die Digitalisierung einschließlich der Sharing Economy. Zu allen Themen steht das Bundeswirtschaftsministerium im offenen und kontinuierlichen Dialog mit den für einzelne Themen zuständigen Bundesministerien, den Ländern, wie auch mit den jeweiligen Verbänden, die die verschiedenen Facetten der deutschen Tourismuswirtschaft repräsentieren.

Angesichts der Bedeutung des Tourismus für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, insbesondere mit Blick auf Wettbewerbsfähigkeit, Arbeits- und Ausbildungsplätze und die Attraktivität von Regionen, ist es im gesamtwirtschaftlichen Interesse, dass die Tourismuswirtschaft ihre vielfältigen Herausforderungen meistert und sich zukunftsfähig aufstellt. Programme des Bundes, die bestimmten Zielen dienen, wie der Entwicklung ländlicher Räume, sind notwendigerweise branchenübergreifend angelegt und stehen damit offen, um diese Ziele auch zum Wohle der Tourismuswirtschaft voranzutreiben. Daneben initiiert die Bundesregierung auch tourismusspezifische Vorhaben und stellt dafür Mittel zur Verfügung. Einen Überblick über Fördermaßnahmen, die der Tourismuswirtschaft zugutekommen, finden Sie auf der Website "Förderwegweiser Tourismus".

Nationale Tourismusstrategie

Am 28. Januar 2026 wurde die Nationale Tourismusstrategie (NTS) beschlossen. Die Strategie stellt die Wettbewerbsfähigkeit der Branche konsequent in den Vordergrund mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für die Tourismuswirtschaft zu verbessern und sie auf einen stabilen Wachstumskurs zu bringen. Unter dem Dach der Wettbewerbsfähigkeit setzt sie thematische Schwerpunkte entlang aktueller Herausforderungen für die Branche: von der Entlastung der Unternehmen und Bürokratieabbau über Mobilität, Digitalisierung, Arbeitskräftesicherung bis hin zur Tourismusbalance und nachhaltigem Tourismus. Zu jedem dieser Themen bündelt sie geeignete Maßnahmen des Bundes, die die gesamte Vielfalt der Tourismuswirtschaft in den Blick nehmen – vom Gastgewerbe über die Reise- bis hin zur Freizeitwirtschaft, vom Deutschland-Tourismus über den Incoming- bis hin zum Outgoing-Tourismus.  

Tourismuspolitisches Forum

Da der Erfolg der bundespolitischen Rahmenbedingungen stark vom Engagement der Länder, Kommunen und der Branche selbst abhängt, legt die Strategie auch einen Grundstein, um die Vernetzung und Beteiligung der verschiedenen Akteure in einem Tourismuspolitischen Forum beim Koordinator für maritime Wirtschaft und Tourismus auszubauen. Das Forum trägt dazu bei, in einem agilen Format die Maßnahmen der NTS Schritt für Schritt umzusetzen, die Interessen der Tourismuswirtschaft zielgenau einzubringen und einen Expertenaustausch zu gewährleisten. Damit dies gelingen kann, hat das Tourismuspolitische Forum keine festen Mitglieder, sondern arbeitet in sogenannten „Thementischen“ rein themenspezifisch, mit entsprechend wechselndem Teilnehmerkreis.

Koordinator für Tourismus

Wegen zahlreicher Aspekte von bundesweiter Bedeutung wurde Ende 2005 das Amt der/des Beauftragten der Bundesregierung für Tourismus geschaffen. Dieses Amt ist in der letzten Legislaturperiode auf den Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus übergegangen. Seit dem 28. Mai 2025 führt Dr. Christoph Ploß das Amt aus.

Er ist Mittler zwischen der Politik und den zahlreichen Akteurinnen und Akteuren im Tourismusbereich und Ansprechpartner für die Tourismuswirtschaft und ihre Verbände. Der Koordinator vertritt die Bundesregierung international und im parlamentarischen Raum, zum Beispiel im Ausschuss für Tourismus des Deutschen Bundestages.

Hier finden Sie die Schwerpunkte seiner Tourismus-Agenda: „Rückenwind für die Tourismuswirtschaft“ (PDF, 117 KB)

Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes

Das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes ist ein Informationsknotenpunkt für den Wissensaustausch zwischen Tourismuswirtschaft, Wissenschaft und Politik. Es begleitet Akteurinnen und Akteure der deutschen Tourismuslandschaft auf dem Weg zu einer wettbewerbsfähigen Zukunft. Es informiert die Branche und ihre Unternehmen über Fördermöglichkeiten und innovative Ideen für wirtschaftliches Wachstum. Das Kompetenzzentrum soll dazu Best Practices hervorheben und Innovationen fördern. Zudem informiert das Kompetenzzentrum auf seiner Internetseite über die Projektergebnisse der Fördermaßnahme LIFT des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Arbeit richtet sich in erster Linie an die zahlreichen Branchenverbände im Tourismus, an Kammern und lokale und regionale Tourismusorganisationen als Multiplikatoren.

Darüber hinaus wird das Kompetenzzentrum mit dem speziell für diesen Querschnittssektor entwickelten „Förderwegweiser Tourismus“ auch weiterhin über die vielfältigen Fördermöglichkeiten auf Ebene der EU, des Bundes und der Länder informieren.

Mehr unter www.kompetenzzentrum-tourismus.de.

Vermarktung des Reiselands Deutschland

Wichtig für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Tourismus in Deutschland ist auch die Vermarktung Deutschlands als Reiseland im Ausland. Dies ist Kerngeschäft der Deutschen Zentrale für Tourismus e. V. (DZT) mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die DZT 2026 mit über 40 Millionen Euro. Unterstützt wird die DZT außerdem von Mitgliedern und Fördernden, zu denen touristische Unternehmen und Marketingorganisationen sowie wichtige Verbände der Branche gehören.

Ziel ist, dass noch mehr ausländische Gäste nach Deutschland reisen, bei uns die Nachfrage nach Dienstleistungen stärken und damit der volkswirtschaftliche Beitrag des Tourismus in Deutschland weiterwächst. Durch die gebündelte Vermarktung der ganzen Vielfalt Deutschlands als Reiseland, stärkt die DZT die von kleinen und mittleren Unternehmen geprägte heimische Tourismuswirtschaft. Damit trägt sie auch dazu bei, das wirtschaftliche Potenzial des Tourismus für (strukturschwache) Regionen in Deutschland zu heben. Die DZT unterhält Ländervertretungen in den für Deutschland touristisch relevanten Quellmärkten, um dort gezielt Deutschland als Reiseland zu vermarkten. Durch fundierte Marktanalysen und Studien erkennt die DZT frühzeitig aktuelle Trends und kann ihre Marketingstrategien zielgenau auf die Bedürfnisse der ausländischen Urlauberinnen und Urlauber ausrichten. Die DZT kooperiert eng mit vielen Unternehmen der deutschen Tourismuswirtschaft, um das Reiseland Deutschland in der Welt optimal zu positionieren. Ihre Aktivitäten kommen nicht nur der deutschen Wirtschaft und den Regionen, sondern auch dem Image Deutschlands in der Welt zugute. Sie werden maßgeblich vom Bund finanziert.

Die DZT präsentiert das Reiseland Deutschland in der internationalen Fachwelt durch vielfältige Veranstaltungen, Kampagnen und sonstige Angebote. Dazu gehören internationale Touristikmessen, Workshops und Medienveranstaltungen, die eine wichtige Werbeplattform sind. Interessierte Reisende und Organisationen können sich auf der Website der DZT, durch spezielle Apps und in sozialen Netzwerken in mehreren Sprachen über Reiseziele, Programme und touristische Events in Deutschland informieren.

Infografiken

Internationale Zusammenarbeit

Austausch über Grenzen hinweg

Das Bundeswirtschaftsministerium vertritt Deutschland in europäischen und internationalen Fragen des Tourismus, wie zum Beispiel in der Europäischen Union, der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen, der OECD, bei den G20 und in bilateralen Kontakten zu anderen Staaten.

Dabei werden Maßnahmen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und sozialen Verantwortung entwickelt und Best Practices zur Tourismuspolitik ausgetauscht.

Tourismus als globaler Entwicklungsmotor

Tourismus ist in vielen Ländern der Welt ein wichtiger Motor gesellschaftlicher Entwicklungen, wirtschaftlich, sozial und ökologisch. Nachhaltig gestalteter Tourismus kann nicht nur Einkommen und Beschäftigung, sondern auch Klima- und Umweltschutz sowie Standards bei der Einhaltung von Menschenrechten in den Zielgebieten fördern.

Nach Angaben der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen UN Tourism hat sich der Tourismussektor zu einem der wichtigsten Akteure im internationalen Handel entwickelt, welcher Millionen Arbeitsplätze auf der ganzen Welt sichert. In vielen Zielmärkten, auch in Entwicklungs- und Schwellenländern, leistet der Tourismus einen wesentlichen Beitrag zum wirtschaftlichen Wohlstand. Auch die Beschäftigungsrate von Frauen ist nach Aussage der UN Tourism im Vergleich zu anderen Sektoren hoch; über 50 Prozent der Beschäftigten im Tourismusbereich sind Frauen.

Der Sektor hat damit großen Einfluss auf die sozioökonomische Entwicklung in den Zielmärkten weltweit und kann im besten Falle einen wesentlichen Beitrag zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit, fairen Arbeitsbedingungen und Achtung von Menschenrechten leisten.

Die Tourismuspolitik der Europäischen Union

Tourismus ist ein subsidiärer Bereich: Die Entwicklung und Gestaltung des Tourismus ist Sache der EU-Mitgliedstaaten (EU-MS) beziehungsweise Regionen, in Deutschland nach der durch das Grundgesetz vorgegebenen Aufgabenteilung der Länder. Artikel 195 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union von 2009 (AEUV) berechtigt die Europäische Union (EU), die Tourismuspolitik der EU-MS zu unterstützen und zu beraten. Darüber hinaus schreibt Artikel 6 AEUV der EU im Tourismus auch eine koordinierende Rolle zu. In diesem Sektor besitzt die EU allerdings keine gestaltende Kompetenz.

Im "Beratenden Ausschuss für Tourismus" tauschen sich die EU-MS auf Arbeitsebene mehrmals im Jahr zu aktuellen Themen und Entwicklungen mit der Europäischen Kommission (KOM) aus. Das schafft unter anderem auch Transparenz bei Rechtsetzungsvorhaben in anderen Politikbereichen, die sich auf den Tourismus beziehungsweise die Tourismuswirtschaft auswirken, zum Beispiel Verbraucher- und Sicherheitspolitik. Die KOM beruft die Sitzungen nach Bedarf ein.

Unter dem Dach des Wettbewerbsfähigkeitsrates kann die jeweilige EU-Ratspräsidentschaft nach Bedarf und eigenem Ermessen zu Sitzungen der nicht ständigen Ratsarbeitsgruppe Tourismus einladen. Erforderlich ist dies für die Einberufung informeller Konferenzen der Tourismusministerinnen und Minister, die Verabschiedung von Ratsschlussfolgerungen oder für die im Sektor Tourismus sehr seltenen Verhandlungen zu Rechtsetzungsvorhaben wie die Verordnung zur Kurzzeitvermietung.

Im Dezember 2024 wurde mit Apostolos Tzitzikostas erstmals ein EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus berufen. Die EU-KOM arbeitet aktuell an einer Strategie für nachhaltigen Tourismus, die bis Ende 2026 veröffentlicht werden soll.

OECD: Internationaler Austausch

Das Bundeswirtschaftsministerium vertritt Deutschland im Tourismusausschuss der OECD. Hier werden Informationen und Positionen zu aktuellen Tourismusfragen sowie Best-Practice-Beispiele der Tourismuspolitik der OECD-Mitgliedstaaten ausgetauscht. Alle tourismusrelevanten Themen und Untersuchungen anderer Bereiche der OECD werden dabei in die Diskussion einbezogen, so zum Beispiel Klimawandel, Green Growth, Nachhaltigkeit, Kunst und Kultur, Liberalisierung, Digitalisierung/Sharing Economy, Sicherheit im Reiseverkehr und Infrastruktur. Davon profitiert auch die Tourismuspolitik der Bundesregierung.

Die Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen

Die Welttourismusorganisation UN Tourism ist eine Sonder­organisation der Vereinten Nationen. Ihre Aufgabe ist die „Förderung und Entwicklung des Tourismus als Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung, zu internationalem Verständnis, Frieden, Wohlstand und Respekt für Freiheit und Menschenrechte für alle ohne Unterschiede nach Rasse, Geschlecht, Sprachen und Religion.“ Die UN Tourism unterstützt dabei im Besonderen die Interessen der Entwicklungsländer an einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung des Tourismus. Das Bundeswirtschaftsministerium vertritt Deutschland in der Organisation. Mehr erfahren über die Welttourismusorganisation.

G20: Treffen der Tourismusministerinnen und -minister

Im Jahr 2009 war die „T20-Initiative“ von verschiedenen zur UN Tourism gehörenden G20-Staaten ins Leben gerufen und zunächst außerhalb der förmlichen G20-Agenda organisiert worden. 2019 fand das Treffen der Tourismusministerinnen und -minister in Japan zum ersten Mal im Rahmen des offiziellen G20-Formats statt. Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit der UN Tourism, der OECD und/oder des Weltverbands der Tourismuswirtschaft WTTC. Unter der saudi-arabischen G20-Präsidentschaft 2020 wurde zur Vorbereitung der Tourismusministertreffen eine ständige Arbeitsgruppe (Tourism Working Group) ins Leben gerufen.

Ziel des G20-Formats ist es, das Potenzial des Tourismus für die wirtschaftliche Entwicklung in den G20-Staaten durch Austausch von Best Practices und fundierte Handlungsempfehlungen zu stärken und sich für eine tourismusfreundliche Wirtschaftspolitik einzusetzen. Im Fokus der G20-Tourismusministerinnen und -minister steht dabei auch die Frage, wie eine nachhaltige Transformation des Tourismussektors global gelingen kann. Unter Italienischer Präsidentschaft fand 2024 erstmals auch ein Treffen der G7-Tourismusministerinnen und -minister statt.

Internationale Tourismuspolitik

Pressemitteilungen

  • 24.08.2026 - Pressemitteilung - Tourismuspolitik

    Pressemitteilung: Tourismus-Koordinator Christoph Ploß besucht das Reiseland Sachsen

    Öffnet Einzelsicht
  • 20.07.2026 - Pressemitteilung - Maritime Wirtschaft

    Pressemitteilung: Sommerreise des Tourismuskoordinators der Bundesregierung: Dr. Christoph Ploß besucht Bayerns Tourismusregionen

    Öffnet Einzelsicht
  • 14.07.2026 - Pressemitteilung - Tourismuswirtschaft

    Pressemitteilung: Aufbruch in der maritimen Branche – Maritimer Koordinator der Bundesregierung, Christoph Ploß, auf Sommerreise in Mecklenburg-Vorpommern

    Öffnet Einzelsicht
  • 02.03.2026 - Pressemitteilung - Tourismuswirtschaft

    Pressemitteilung: 60 Jahre Internationale Tourismusbörse – Tourismuskoordinator der Bundesregierung Christoph Ploß eröffnet Jubiläums-ITB

    Öffnet Einzelsicht
  • 28.01.2026 - Pressemitteilung - Tourismuspolitik

    Pressemitteilung: Nationale Tourismusstrategie setzt klaren Kurs auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

    Öffnet Einzelsicht

Publikationen

Weiterführende Informationen

  • Artikel - Tourismuswirtschaft

    Artikel: Geschäftstätigkeit in der Reisebranche

    Öffnet Einzelsicht
Urlauber und Strandkörbe am Strand zum Thema Tourismus

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