Die teilnehmenden Staaten haben konkrete Maßnahmen verabschiedet. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Stärkung der regionalen Koordination und Finanzierung des Ausbaus von Offshore-Windparks und der dazugehörigen Stromnetze. So können etwa durch den vermehrten Bau sogenannter Kooperationsprojekte bestehende Flächen effizienter genutzt, Kosten reduziert und die Resilienz des Energiesystems verbessert werden. Kooperationsprojekte sind Offshore-Windparks mit Stromanbindung an mehr als ein Land sowie aus der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) anderer Länder angebundene Offshore-Windparks. Konkret haben sich die Nordsee-Staaten darauf geeinigt, bis zu 100 GW Erzeugungsleistung grenzüberschreitend zu vernetzen.
In einem gemeinsamen Investitionspakt zwischen Nordsee-Staaten, Offshore-Windindustrie und Übertragungsnetzbetreibern haben sich alle Beteiligten auf Maßnahmen verständigt, um die gemeinsame Vision des Nordseeraums als weltweit größten Hub für saubere Energie zu realisieren. Unter anderem streben die Nordsee-Staaten die Sicherstellung einer stabilen Pipeline von Offshore-Wind-Ausschreibungen über das Jahr 2030 hinaus an und geben der Windenergie- und Netzindustrie damit Planungs- und Investitionssicherheit. Basierend darauf verpflichtet sich die Branche dazu, die Stromgestehungskosten bis 2040 um 30 Prozent zu reduzieren, in Europa bis 2030 9,5 Milliarden Euro in neue Produktionskapazitäten zu investieren und 91.000 zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen.
Die Ergebnisse des Gipfels stehen hier zum Download zur Verfügung. Die Ergebnisse umfassen zwischenstaatliche Gipfel-Erklärungen auf verschiedenen Ebenen, Abkommen mit Nordsee-Staaten zu Kooperationsprojekten sowie eine Vereinbarung mit der Industrie.
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