Heizungen kommt bei der Umsetzung der Energie- und Klimaziele besondere Bedeutung zu. Je nach Effizienz des Heizkessels können die Geräte einen besonders großen Energieverbrauch verursachen. Gerade ältere Heizkessel sind meist ineffizient. Daher versehen Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger, Heizungsinstallateurinnen und Heizungsinstallateure sowie Energieberaterinnen und Energieberater alle Geräte, die älter als 15 Jahre sind, schrittweise mit dem nationalen Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen. Damit werden Verbraucherinnen und Verbraucher über den Effizienzstatus ihres Heizgerätes informiert. Die Kennzeichnung sowie die Information über Energieberatungsangebote und Förderungen soll die Austauschrate bei alten Heizgeräten erhöhen und Verbraucherinnen und Verbrauchern das Energiesparen erleichtern.

Mit dem Online-Rechner können Sie die Effizienzklasse eines Heizkessels ermitteln.

Nein. Als Eigentümerin beziehungsweise Eigentümer oder Mieterin beziehungsweise Mieter von Heizkesseln sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, dass das Label angebracht wird (§19 Absatz 2 EnVKG). Es liefert Ihnen Informationen über die Energieeffizienz des Heizkessels und ist außerdem kostenlos.

Nein. Das Anbringen des Labels und die Überreichung der Informationsbroschüre ist kostenfrei (§ 19 Absatz 1 EnVKG).

Nein, bei dem nationalen Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen handelt es sich lediglich um eine Erstinformation. Diese gibt Ihnen eine individuelle Einschätzung darüber, wie sparsam oder verschwenderisch Ihr Heizkessel mit der Energie umgeht. Daraus ergibt sich für Sie keine Pflicht zum Austausch des Heizkessels. Es kann sich für Sie aber wirtschaftlich lohnen, die Heizung zu erneuern.

Es gibt eine große Auswahl an neuen Heizgeräten mit verschiedenen Effizienzklassen. Bei der Auswahl können Ihnen Installateurinnen oder Installateure, Energieberaterinnen oder Energieberater, Schornsteinfegerinnen oder Schornsteinfeger sowie Internet-Ratgeber helfen. Die Effizienzklasse des bestehenden Heizkessels ist direkt vergleichbar mit der Effizienzklasse neuer Heizgeräte. Das heißt, ein Altgerät der Effizienzklasse A ist genauso effizient wie ein Neugerät der gleichen Klasse. 

Es gibt viele Möglichkeiten beraten zu werden. Einige Beispiele sind:

Interaktive Internetrechner:

Der einfachste Weg, unverbindlich mögliche Kosten und Einsparungen abzuschätzen, ist der Sanierungskonfigurator oder das Online-Angebot HeizCheck.

Energieberatung der Verbraucherzentralen:

Erhalten Sie telefonisch, per E-Mail oder persönlich bei sich zu Hause eine erste Einschätzung und Tipps für mehr Energieeffizienz. Kostengünstig dank Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mehr Infos dazu .finden Sie unter bei der Verbraucherzentrale oder vereinbaren Sie direkt einen Termin unter der kostenlosen Telefonnummer: 0800 809802400

Vor-Ort-Beratung:

Eine Energieberaterin oder ein Energieberater analysiert Ihr Haus und erstellt ein individuelles Sanierungskonzept. Staatlicher Zuschuss für Ein- und Zweifamilienhäuser: bis zu 500 Euro. Wenn Sie mehr wissen möchten, schauen Sie auf auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Energieeffizienz-Experten-Liste:

Die richtige Energieberaterin oder den richtigen Energieberater finden Sie unter www.energie-effizienz-experten.de Um Beraterinnen oder Berater, Schornsteinfegerinnen oder Schornsteinfeger sowie Installateurinnen oder Installateure auszuwählen, fragen Sie zum Beispiel nach Qualifikation, Fortbildungen und Referenzen.

Informationen zur Heizungsförderung finden Sie auf www.energiewechsel.de/beg oder auf der Seite der KfW.