2024 wurde fast 60 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt. Je höher der Anteil der erneuerbaren Energien, desto seltener werden fossile Kraftwerke gebraucht. Jedes Mal, wenn die Stromnachfrage höher ist als das Angebot aus erneuerbaren Energien, müssen fossile Kraftwerke eingesetzt werden. Dann steigt der Strompreis im Großhandel so hoch, dass die fossilen Kraftwerke ihre Brennstoffe und die CO₂-Emissionen finanzieren können. Je häufiger fossile Kraftwerke benötigt werden, umso höher ist der durchschnittliche Strompreis. Sowohl die Brennstoffkosten als auch Kosten für CO₂ liegen heute höher als 2020 und davor.

Grundsätzlich gilt: Wie viel eine Kilowattstunde Strom kostet, entscheidet vor allem die Kombination aus dem aktuellen Börsenstrompreis und den staatlichen Preisbestandteilen. Der Börsenstrompreis bildet sich aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage von Strom und ändert sich somit im Laufe eines Tages kontinuierlich nach den Regeln des freien Wettbewerbs. Die Börsenstrompreise sind im Vergleich zu den Krisenjahren wieder deutlich gesunken. Von sinkenden Börsenstrompreisen profitieren Unternehmen wie Verbraucher. Die staatlich veranlassten Bestandteile des Strompreises hingegen ändern sich nicht oder nur in größeren Zeitabständen. Die Erneuerbaren-Energien-Gesetz-(EEG)-Umlage war mit Werten von bis zu 6,88 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) (2017) lange Zeit einer der größten Preisbestandteile für Haushalte und Unternehmen. Seit dem 01. Juli 2022 wird die Förderung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen vollständig über den Bundeshaushalt refinanziert.

Die Stromversorgungsunternehmen leiten ihre Tarifangebote für die Stromverbraucher aus den Kosten für die Strombeschaffung, den staatlich veranlassten Preisbestandteilen sowie den Netzentgelten ab. Die Tarife unterscheiden sich zum Teil erheblich. Hier kann sich ein Wechsel lohnen. Daher ist stets anzuraten, Tarife regelmäßig zu vergleichen und gegebenenfalls zu wechseln.

Informationen zu Kündigungsmöglichkeiten und Lieferantenwechsel finden Sie auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur.