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Gemeinsam suchen das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und das Bundesumweltministerium (BMUV) weltweit Ideen für Projekte, die subnationale Initiativen zur Dekarbonisierung erproben sowie mit Kleinbäuer*innen und Kooperativen entwaldungsfreie Lieferketten fördern. Dazu wurde zum vierten Mal das Förderprogramm IKI Medium Grants der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) für Kleinprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern aufgelegt. Für die Projekte mit einer Laufzeit von zwei bis drei Jahren kann jeweils ein Förderbetrag zwischen 300.000 und 800.000 Euro gewährt werden. Insgesamt stehen für den diesjährigen Förderaufruf bis zu 8 Millionen Euro bereit.
Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck: „Um die Klimakrise einzudämmen und den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen ist der Ausstieg aus der kohlenstoffbasierten Wirtschaft, also eine Dekarbonisierung, unerlässlich. Dies muss auf allen Ebenen geschehen – von globalen Übereinkommen bis in Städte und Dörfer. Durch die Internationale Klimaschutzinitiative fördern wir mit dem neuen Aufruf der IKI Medium Grants gezielt Kleinprojekte, die diesen Wandel mit subnationalen Initiativen erproben und vorantreiben.“
Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Der ökologische ‚Rucksack‘ eines Produkts bleibt viel zu häufig unsichtbar. Dies gilt auch für landwirtschaftliche Produkte und ihre Lieferketten. Die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen verursacht 90 Prozent der globalen Entwaldung. Entwaldungsfreie Lieferketten können nachhaltige Einkommen und Lebensverhältnisse ermöglichen – in ökologischer, sozialer wie auch wirtschaftlicher Hinsicht. Mit den IKI Medium Grants unterstützen wir Kleinstbetriebe und Kooperativen dabei, diesen Weg zu gehen.“
Mit den IKI Medium Grants fördert die IKI seit 2020 Nord-Süd-Kooperationen, die zusammen mit zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren vor Ort innovative Beiträge zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens und des Übereinkommens über die biologische Vielfalt leisten. Die geförderten Projekte setzen Modellprojekte um und stärken die Kompetenzen in den Partnerländern. Dabei sollen in den Partnerländern vor allem kleinere Akteurinnen und Akteure unterstützt werden, die betroffenen Bevölkerungsgruppen unmittelbar erreichen. Antragsberechtigt sind zivilgesellschaftliche Organisationen mit gemeinnützigem Zweck und akademische Institutionen sowie gemeinnützige Unternehmen, die zum Zeitpunkt der ersten Auszahlung der Fördergelder einen Sitz in Deutschland vorweisen können, und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit ein bis zwei lokalen Durchführungsorganisationen aus dem Umsetzungsland oder der Umsetzungsregion eingehen. Insgesamt wurden bisher 20 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 14 Millionen Euro gefördert.
Die bundeseigene Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH führt als Projektträgerin die IKI Medium Grants im Auftrag des BMWK in enger Abstimmung mit BMUV durch. Über die Projektfinanzierung hinaus bietet die ZUG den Projekten der IKI Medium Grants eine enge fachliche und rechtlich-kaufmännische Begleitung.
Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) ist ein wichtiger Teil der internationalen Klimafinanzzusagen der Bundesregierung. Die IKI wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und dem Auswärtigen Amt (AA) umgesetzt. Sie agiert im Kontext der Klimarahmenkonvention und des Übereinkommens über die biologische Vielfalt. Sie finanziert Klimaschutz und Biodiversitätserhalt in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie in Transformationsländern. Bis heute hat die IKI mehr als 950 Klima- und Biodiversitätsprojekte weltweit mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von 5 Milliarden Euro (2008-2022) genehmigt. https://www.international-climate-initiative.com/
Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH Die ZUG ist eine Bundesgesellschaft und spezialisierte Projektträgerin für alle Themen rund um den Schutz von Umwelt, Natur und Klima. Im Auftrag mehrerer Bundesministerien entwickelt und betreut sie eine Vielzahl von Förderprogrammen und strategischen Projekten auf nationaler und internationaler Ebene. Leitlinie und Fundament unserer Arbeit sind die Ziele der Bundesregierung für den Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Wir gestalten innovative, ganzheitliche Lösungen an der Schnittstelle zwischen Förderpolitik und Praxis. An den Standorten Berlin, Bonn und Cottbus stehen rund 700 Beschäftigte mit ihrem Know-how für unsere Auftraggeber*innen sowie die Fördernehmenden bereit. https://www.z-u-g.org/