Am 3. und 4. Juni 2024 findet der erste deutsch-amerikanische Raumfahrtdialog in Berlin statt, an dem neben Bundesminister Habeck auch die Koordinatorin der Bundesregierung für die Dt. Luft- und Raumfahrt Anna Christmann teilnimmt. Im Vorfeld der ILA kommen Vertreterinnen und Vertreter Deutschlands und der USA im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zusammen, um in einem zweitägigen Fachdialog die Partnerschaft im Raumfahrtbereich zu vertiefen.

Bundesminister Robert Habeck: Um globalen Herausforderungen wie der Klimakrise, dem zunehmenden Weltraummüll oder der steigenden Relevanz von Weltraumsicherheit gerecht zu werden, sind internationale Kooperationen in der Raumfahrt mehr als essentiell und entscheidendes Ziel unserer nationalen Raumfahrtstrategie. Satellitendaten bestimmen heute unser tägliches Leben und Zusammenleben – in diesen Zeiten auch immer mehr unsere Sicherheit. Umso wichtiger ist es mit der Aufnahme des deutsch-amerikanischen Raumfahrtdialogs die Zusammenarbeit unserer Länder im Raumfahrtbereich zu stärken und vom Austausch unserer beiden Expertisen zu profitieren, um gemeinsam höher hinaus zu kommen.

Deutschland und die USA blicken in der Raumfahrt auf eine lange und erfolgreiche Kooperationsgeschichte zurück. Im Rahmen des ersten deutsch-amerikanischen Raumfahrtdialogs wird zum Auftakt ein gemeinsames Leuchtturmprojekt die deutsch-amerikanische Satellitenmission Gravity Recovery and Climate Experiment-Continuity (GRACE-C), die in gemeinsamer Federführung durch BMWK und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in einem eignen Panel vorgestellt. Bei dieser Mission fliegen zwei baugleiche Satelliten mit einem Abstand von ca. 200 km voneinander entfernt auf derselben Flugbahn und führen dabei Messungen zu globalen Veränderungen des Schwerefeldes der Erde durch. Bereits 2002 startete die erste GRACE-Mission. Seitdem unterstützen diese mit wichtigen Forschungsdaten den Kampf gegen den Klimawandel und helfen dabei, dessen Folgen für die Erde besser zu verstehen. Zudem fließen diese Daten regelmäßig in die Berichte des Weltklimarates IPCC.

Darüber hinaus wird sich der deutsch-amerikanische Raumfahrtdialogs auf die zivile und verstärkt kommerzielle Raumfahrt fokussieren. Im Rahmen des Austauschs soll eine Bandbreite von Raumfahrtthemen angesprochen werden von nationalen Strategien und Prioritäten, die Bedeutung von Erdbeobachtungsdaten und ihren Nutzen für öffentliche Belange, zivile und militärische Herausforderungen im Sicherheitsbereich sowie die nachhaltige und sichere Nutzung des Weltraums. Am zweiten Tag wird zudem ein Austausch zwischen Regierungs- und Industrievertretern beider Länder stattfinden.

Am Ende des zweitägigen Austauschs soll eine gemeinsame Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet werden, die gemeinsamen Absichten im Bereich der Raumfahrt der USA und Deutschlands zusammenfasst.