Bundesminister Habeck wird heute an der Weltklimakonferenz in Baku teilnehmen und mit zahlreichen internationalen Vertretern aus Politik und der Zivilgesellschaft sowie mit Vertretern der Wirtschaft zusammenkommen.
Die COP29 soll unter aserbaidschanischem Vorsitz maßgeblich dazu beitragen, die globalen Energiewendeziele bis 2030 – die globale Verdreifachung des Ausbaus der erneuerbaren Energien auf 11 TerraWatt und die Verdopplung der Energieeffizienz – jetzt in Taten umzusetzen, konkrete Vereinbarungen zur industrielle Dekarbonisierung zu verabschieden und vor allem, die internationale Klimafinanzierung neu aufzustellen: mit mehr Finanzgebern unter der internationalen Gemeinschaft und aus dem privatwirtschaftlichen Bereich. Zu diesen drei Schwerpunkten wird sich Minister Habeck in verschiedenen Diskussionen und Formaten auf der COP29 einbringen.
„Auf der COP29 läuten wir eine neue Umsetzungsphase ein, in der die industrielle Dekarbonisierung in das Blickfeld rückt. Der Klimaklub unter Vorsitz von Deutschland und Chile mit 43 Mitgliedern aus Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern hat dafür wichtige Vorarbeiten geleistet. Mittlerweile haben wir die Grundlagen für globale Standards für grünen Stahl und Zement geschaffen. Die internationale Baubranche hat sich zudem auf Definitionen für klimaneutralen Beton geeinigt. Die globale Energiewende schreitet mittlerweile schnell voran und ist zunehmend ein sich selbst tragender Prozess. Die Investitionen in erneuerbare Energien übersteige mittlerweile deutlich die in fossile Energien. Eine Verdreifachung der Erneuerbaren Energien bis 2030, wie sie die COP28 beschlossen hat, ist also möglich. Das zeigt: Der Weg zur Klimaneutralität führt zu deutlichen Innovationssprüngen und wird zum Motor der Modernisierung, sowohl unserer Wirtschaft und notwendigerweise auch unser Infrastrukturen. Damit diese Entwicklung möglichst viele Länder erfassen kann, sind noch sehr große Anstrengungen und Investitionen nötig. Hierfür muss die Weltklimakonferenz in Baku die richtigen Weichen stellen. Unser gemeinsames Ziel ist es, erfolgreich die weltweite Bedrohung des Klimawandels abzuwenden und einen dauerhaften Schutz unserer Natur zu sichern. Nur so können wir für kommende Generationen eine lebenswerte Welt bewahren. Erneuerbare Energien und eine weitgehend kohlenstofffreie Wirtschaft sind dafür die Voraussetzung.“
Minister Habeck wird Gespräche im Rahmen der deutschen Energie- und Klimapartnerschaften führen sowie verschiedene Amtskollegen treffen, u.a. den Aserbaidschanischen Energieminister Parviv Shahbazov und den Aserbaidschanischen Wirtschaftsminister Mikkaiyl Jabbarov sowie die Umwelt- und Klimaschutzministerin aus Bangladesch, Seyda Rizwana Hasan. Mit ihr nimmt er an einer Debatte über wirksame neue nationale Klimaschutzziele teil, die laut Pariser Abkommen jeder Unterzeichnerstaat bis 2025 neu vorlegen muss.
Zusammen mit seinem britischen Amtskollegen, Energieminister Ed Miliband, Vertretern des Climate Investment Fund und der kanadischen Regierung und damit zukünftigen G7-Präsidentschaft wird er zudem einen Beitrag zur Klimafinanzierung vorstellen, der die Dekarbonisierung der Industrie in Schwellen- und Entwicklungsländern anschieben soll. Gemeinsam mit der Baubranche wird Minister Habeck erstmals Standards für klimafreundlichen Beton und Zement vorstellen. Minister Habeck wird auch mit jungen Delegierten und Vertretern der Zivilgesellschaft aktuelle Fragen der nationalen und internationalen Klimapolitik diskutieren. Am Abend wird er eine Keynote beim Abend der Deutschen Industrie auf der Weltklimakonferenz halten.