Staatssekretär Dr. Thomas Steffen reist für die Ukraine Recovery Conference 2025 nach Rom. Die URC ist die zentrale internationale Konferenz für den Wiederaufbau der Ukraine, die in diesem Jahr gemeinsam von den Regierungen der Ukraine und Italiens am 10. und 11. Juli 2025 in Rom ausgerichtet wird. Ein Fokus wird wie bei der Vorgängerkonferenz 2024 in Berlin auf dem wirtschaftlichen Wiederaufbau und der Einbindung der Wirtschaft in diesen Prozess liegen.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche: Die Bundesregierung unterstützt die Ukraine dabei, den russischen Angriffskrieg abzuwehren und das von Putins Krieg zerstörte Land wieder aufzubauen. Auch wenn Putin leider noch nicht zum Frieden bereit ist, unterstützen wir beim wichtigen Wiederaufbau von Infrastrukturen wie Kraftwerken und Stromnetzen und von sozialen Infrastrukturen wie Schulen und Kliniken, damit die Menschen in der Ukraine trotz der ständigen russischen Angriffe weiterleben können.

Die Ukraine ist ein Land mit EU-Beitrittsperspektive und großem wirtschaftlichen Zukunftspotenzial. Die Zusammenarbeit mit der Ukraine liegt im deutschen Interesse. Wir wollen Frieden, Wiederaufbau und wirtschaftlichen Aufschwung für die Ukraine.

Die Ukraine Recovery Conference 2025 mit ihren zahlreichen internationalen Unternehmen, darunter auch viele aus Deutschland, sendet ein starkes Signal. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt die deutschen Unternehmen bei ihrem Engagement mit einem vielfältigen Instrumentarium - von Investitionsgarantien über Exportkreditgarantien bis zu B2B-Austausch und Informationsangeboten.

Am Vortag der Konferenz informierte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen einer hochrangigen Veranstaltung in Rom über Möglichkeiten, am Wiederaufbau mitzuwirken. Im Mittelpunkt stehen nationale und internationale Fördermöglichkeiten für deutsche Unternehmen in der Ukraine sowie besonders chancenreiche ukrainische Wirtschaftssektoren. Staatssekretär Dr. Thomas Steffen hielt eine Key-Note bei der Veranstaltung.

Anlässlich der URC 2025 wurde zudem der Business Guide für die Ukraine, eine Sonderseite von Germany Trade and Invest (GTAI) mit einem umfassenden Informationsangebot für deutsche Unternehmen, weiter ausgebaut. Hierzu zählt unter anderem eine neue Publikationsreihe über die wirtschaftlichen Potenziale verschiedener ukrainischer Oblasten. Zudem wurde der Start einer Reihe von Wirtschaftsdelegationsreisen ukrainischer Unternehmen nach Deutschland angekündigt. Diese sollen dazu dienen, die Vernetzung beider Volkswirtschaften voranzutreiben und zugleich die Integration der ukrainischen Unternehmen in europäische Lieferketten zu unterstützen.

Ein weiterer Fokus der deutschen Unterstützung der Ukraine liegt auf dem ukrainischen Energiesektor. Nach massiven russischen Angriffen auf ukrainische Energieinfrastruktur im Februar/März steht die Energieversorgung weiterhin unter hohem Druck. Eine Steigerung der Energiesicherheit ist nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für die Wirtschaft überlebenswichtig. Mit einer möglichst zeitnah, nach Abschluss der erforderlichen internen Schritte, vorgesehenen Einzahlung von rund 30 Mio. EUR in den Ukraine Energy Support Fund der Energiegemeinschaft wird Deutschland erneut ein wichtiges Zeichen der Solidarität setzen. Deutschland ist mit über 390 Mio. EUR seit 2022 der größte Geber des Fonds, über den vor allem dringend benötigte Ersatzteile für ukrainische Energieversorger finanziert werden.