Um die Abhängigkeit von Importen kritischer Rohstoffe zu verringern, verstärkt das Bundeswirtschaftsministerium die Kooperation mit Kanada. Wirtschaftsministerin Reiche und der kanadische Minister für Energie und natürliche Ressourcen, Hodgson, unterzeichneten heute dazu eine gemeinsame Erklärung.

Kanada zählt weltweit zu den bedeutendsten Bergbauländern. Das Land fördert eine Vielzahl von kritischen Rohstoffen wie etwa Kobalt, Graphit, Lithium, Nickel und Kupfer, auch die Gewinnung Seltener Erden soll entwickelt werden. Diese Rohstoffe sind essentiell z.B. für Batterien, Elektromotoren, Windkraftanlagen oder medizinische Geräte.

Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche: Deutschland und Kanada setzen heute ein klares Signal: Wir vertiefen unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit und stärken durch eine enge Partnerschaft bei kritischen Rohstoffen die Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie. Ein starkes Signal für eine Partnerschaft für Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Denn für Unternehmen beider Länder sind stabile und verlässliche Lieferketten von zentraler Bedeutung. Insbesondere die Versorgung mit kritischen Rohstoffen ist ein Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Deshalb arbeiten deutsche Unternehmen eng mit ihren kanadischen Partnern zusammen – unter anderem bei der Rohstoffgewinnung. Diese Kooperation wollen wir gezielt weiter ausbauen.

Die Bundesregierung hat mit dem Rohstofffonds, Ungebundenen Finanzkreditgarantien für Rohstoffprojekte und der Förderung der Kreislaufwirtschaft bereits ein breites Maßnahmenportfolio zur Unterstützung einer sicheren Rohstoffversorgung geschaffen. An diese Grundlage knüpft die nun vereinbarte Kooperation mit Kanada an. Sie soll bestehende Instrumente gezielt ergänzen und durch bilaterale Maßnahmen mit einem wichtigen Partner konkret ausgestalten. Ein zentrales Ziel der Kooperation ist es, gemeinsame Rohstoffprojekte deutscher und kanadischer Unternehmen durch einen besseren Rahmen zu fördern. Weitere Schwerpunkte der Kooperation sind die Zusammenarbeit bei Technologien zur Weiterverarbeitung sowie die stärkere Vernetzung von Unternehmen beider Länder. Zudem soll der Dialog zu Rahmenbedingungen der Rohstoffproduktion intensiviert werden – ein entscheidender Faktor dafür, wie wettbewerbsfähige Wertschöpfungsketten auch außerhalb Chinas entstehen können.

Im Rahmen der Unterzeichnung zwischen Deutschland und Kanada werden auch drei Absichtserklärungen (Memorandum of Understanding – MoU) zur Zusammenarbeit im Bereich Rohstoffgewinnung und Verarbeitung zwischen deutschen und kanadischen Unternehmen unterzeichnet: Zwischen Vaccuumschmelze und Torngat Metals, Enetrag und Rock Tech Lithium und Aurubis und Troilus Gold.

Schon heute suchen deutsche Unternehmen zunehmend Partner in Kanada im Bereich der Rohstoffgewinnung, Weiterverarbeitung oder im Recycling. Dieses Match-Making wollen wir weiter befördern, dabei ist die Unterzeichnung der drei MoUs ein wichtiger Schritt.

Die gemeinsame Absichtserklärung zur Zusammenarbeit zu kritischen Rohstoffen ist unter folgendem Link abrufbar: Gemeinsame Absichtserklärung zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung Kanadas zur Zusammenarbeit zu kritischen Rohstoffen (PDF, 186 KB)