Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, gibt heute den Startschuss für den Prozess hin zu einer Chemieagenda 2045. Hierzu hat die Ministerin neben führenden Chemieunternehmen auch Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Bundesländer, der Gewerkschaften sowie des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) zur Auftaktveranstaltung in das Bundeswirtschaftsministerium eingeladen.

Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche:
„Der Chemiestandort Deutschland ist ein Garant für Wohlstand, für Wettbewerbsfähigkeit und für technologische Führerschaft. Ohne innovative Chemie keine leistungsfähigen Batterien, keine Impfstoffe, keine klimafreundlichen Kunststoffe, keine sauberen Produktionsprozesse. Deutschland braucht die Chemie und die Chemie braucht ein Deutschland, das an seinen industriellen Kern glaubt und ihn entschlossen stärkt. Genau dafür setzen wir heute mit der Auftaktveranstaltung zur Chemieagenda 2045 ein klares Signal.“

Die heutige Veranstaltung ist der Start für einen Arbeitsgruppenprozess mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten. Ziel ist es bis zum Frühjahr 2026 im Austausch mit Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften und Ländern eine Chemieagenda 2045 zu entwickeln, die sowohl kurzfristige Bedarfe und Instrumenten benennt als auch mittelfristige Themen adressiert. Im Schwerpunkt geht es im weiteren Prozess um drei Handlungsfelder:

  1. Nationaler und europäischer Regulierungsrahmen einschließlich der Energie- und Rohstoffversorgung (u.a. Chemikalien-Regulierung REACH, Emissionshandel ETS 1, Grenzausgleichsmechanismus CBAM),
  2. Zukunftsfähige Grundstoffchemie (CCU/CCS, Biotechnologie, Biomasse, Chemisches Recycling),
  3. Innovationen und KI in der Chemie (IPCEI-AI, AI-Act, Investitionen in KI, Quanten-Technologie und Cloud Computing, Start-Ups).