Im Rahmen des Antrittsbesuchs der deutschen Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche in Israel unterzeichnete sie zusammen mit ihrem Amtskollegen, dem Minister für Energie und Infrastruktur des Staates Israel, Eliahu Cohen, das Arbeitsprogramms 2026 der Deutsch-Israelischen Energiepartnerschaft. Das Programm betont die herausragende Rolle von Energiesicherheit mit neuen Arbeitsschwerpunkten auf Cybersicherheit und physischem Schutz von Energieinfrastruktur.

Ministerin Reiche: Deutschland steht vor großen Herausforderungen im Energiebereich: Wir müssen Energie bezahlbar machen, wir müssen Versorgungssicherheit gewährleisten und wir müssen unsere Verwundbarkeit durch Einflussnahme von außen verringern. Diese Herausforderungen lassen sich nur mit technologischer Stärke, strategischer Weitsicht und verlässlichen Partnern bewältigen. Israel bringt genau diese Qualitäten ein. Deshalb ist es ein großer Gewinn, dass wir in der deutsch-israelischen Energiepartnerschaft eng, pragmatisch und lösungsorientiert zusammenarbeiten – mit dem gemeinsamen Anspruch, konkrete Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit zu liefern.

Minister Cohen: Israel und Deutschland sind zwei der höchstentwickelten Wirtschaften der Welt. In meinem Treffen mit Ministerin Katherina Reiche haben wir darüber gesprochen, die Beziehungen in den Feldern Energie und Innovation, Erdgas, Solarenergie und anderen zu erweitern. Eine Vertiefung unserer Kooperation ist im Interesse beider Staaten und trägt zum Wohlstand und Wachstum weltweit und insbesondere im Nahen Osten bei.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2022 dient die deutsch-israelische Energiepartnerschaft als hochrangige zwischenstaatliche Plattform, die politische Entscheidungsträger, Unternehmen und führende Forschungseinrichtungen beider Länder zusammenbringt, um Innovation und Fortschritt im Energiebereich zu fördern. Die Energiepartnerschaft kann bereits erste Erfolge vorweisen, darunter die Gründung einer Forschungskooperation im Bereich Cybersicherheit zwischen dem israelischen Ministerium für Energie und Infrastruktur und dem deutschen nationalen Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE als auch die Durchführung einer multilateralen Cybersicherheitsübung im Energiebereich mit hochrangigen Vertretern aus Israel, Deutschland, den USA und Australien.

Aufgrund der Zusammenarbeit in der Energiepartnerschaft hat sich Israel zudem entschieden, einen Anschlussanspruch für kleine und mittlere Photovoltaik einzuführen, der zu einer Steigerung der Erneuerbaren-Kapazität im Stromnetz um 2,5 Gigawatt geführt hat.

Das Arbeitsprogramm für 2026 baut auf den Erfolgen der vergangenen Jahre auf und ebnet den Weg in die Zukunft mit einer Reihe neue Schwerpunkte, um den sich wandelnden Herausforderungen in den Bereichen Energiesicherheit, Infrastrukturresilienz, Energiewende und technologische Innovation zu begegnen.