Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat heute die neue Bekanntmachung zur Förderung eines bundesweiten Netzwerks der Mittelstand-Digital Zentren und für breitenwirksame Fokusprojekte zu Digitalisierung oder Künstlicher Intelligenz (KI) veröffentlicht. Sie knüpft damit an die vorherige Förderung eines bundesweiten Netzwerks der Mittelstand-Digital Zentren an, das Ende 2026 ausläuft. Die Skizzen können für die neuen regionalen Zentren bis zum 31. März 2026 und für die neuen themen- und branchenspezifische Zentren bis zum 30. April 2026 eingereicht werden. Bestehende und neue nicht-gewinnorientierte Konsortien können sich gleichermaßen bewerben.
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium Wirtschaft und Energie Gitta Connemann:
Die digitale Transformation ist für große Teile des Mittelstands eine Herausforderung. Künstliche Intelligenz verändert Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen. Und der Druck für die Cybersicherheit steigt rasant. Darauf müssen unsere Betriebe reagieren - mit neuen Strategien, mit gezielten Investitionen, mit Ausbau des Wissens. Unsere Betriebe brauchen dafür Raum - ohne Innovationsdruck. Dafür stellen wir das Netzwerk der Mittelstand-Digital-Zentren neu auf. Anbieterneutral. Praxisnah. Auf Augenhöhe. Wir bieten Orientierung zu allen digitalen Fragen und Pflichten. Für kleine und mittlere Unternehmen, das Handwerk und Start-ups – heute und morgen.
Ziel des bundesweiten Netzwerks der Mittelstand-Digital Zentren ist und bleibt es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mithilfe neuer digitaler Anwendungen und Technologien zukunfts- und wettbewerbsfähiger zu machen. Mit den Angeboten der Zentren wird die digitale Transformation der KMU in Deutschland nachhaltig unterstützt. Ferner wird das IT- und Cybersicherheitsniveau der Unternehmen erhöht, um so aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden. Seit Juni 2021 wurde ein bundesweites und branchenspezifisches Transfernetzwerk an Mittelstand-Digital Zentren gefördert, das bis heute mit über 340.000 Unternehmenskontakten viele KMU unterstützt hat. Das jetzige Netzwerk mit bis zu 29 Mittelstand-Digital Zentren läuft derzeit schrittweise bis Ende 2026 aus. Der nun eröffnete Förderwettbewerb sucht neue Konsortien aus Wissenschaft, Kammern und Verbänden. Die konzeptionellen Änderungen durch die neue Förderung betreffen insbesondere:
- eine stärkere Fokussierung der Zielgruppe auf kleine und kleinste Unternehmen, wobei auch die allgemeine Zielgruppe KMU einschließlich Handwerk und Start-ups weiterhin adressiert wird,
- einen zusätzlichen Fokus auf das Thema Cybersicherheit (neben Digitalisierung und KI), um der steigenden Bedrohung durch Cyberangriffe sowie regulatorischen Anforderungen an Unternehmen gerecht zu werden; hierzu werden nach dem Vorbild der bisherigen KI-Trainerinnen und -Trainer neue Cybersicher-Trainerinnen und -Trainer an den Zentren eingeführt,
- die Möglichkeit, mit den KI- und Cybersicher-Trainerinnen und -Trainern individuell auf die spezifischen Bedarfe der KMU einzugehen,
- einen stärkeren Vernetzungs- und Kooperationsauftrag für die Mittelstand-Digital Zentren, der gleichzeitig durch zentralisierte Onlineangebote flankiert werden soll sowie
- die Durchführung separater Förderwettbewerbe für breitenwirksame Fokusprojekte zu Digitalisierung oder KI, mit denen ergänzende Unterstützungsformate für KMU entwickelt werden können, um aktuelle digitale Entwicklungen zu adressieren.
Was ist „Mittelstand-Digital“?
Der Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital des BMWE bietet mit dem bundesweiten Netzwerk der Mittelstand-Digital Zentren und der Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft umfassende Unterstützung bei der sicheren und nachhaltigen Digitalisierung. Kleine und mittlere Unternehmen profitieren von konkreten Praxisbeispielen und passgenauen, anbieterneutralen Angeboten zur Qualifikation und IT-Sicherheit. Das BMWE ermöglicht die kostenfreie Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital.
Weitere Informationen:
Förderbekanntmachung im Bundesanzeiger
Förderseite mit ergänzenden Hinweisen und den Ergänzenden Erläuterungen zur Förderbekantmachung