Deutschland hatte im September 2023 mit Australien eine Absichtserklärung unterzeichnet, im Rahmen ihrer Energiepartnerschaft eine gemeinsame Ausschreibung für grüne Wasserstoffprodukte auszuarbeiten. Diese Ausschreibung soll unter dem bestehenden Doppelauktionsmodell H2Global erfolgen. Die gemeinsame Ausschreibung soll den globalen Markthochlauf für grünen Wasserstoff durch sichere Abnahmeverträge auf der Nachfrageseite und regelmäßige Preissignale unterstützen. Dazu stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) in den kommenden Jahren bis zu 200 Millionen Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) bereit. Die australische Regierung, vertreten durch das Department of Climate Change, Energy, the Environment and Water, beteiligt sich in gleichem Umfang.

Bislang scheitert der internationale Wasserstoffhochlauf vor allem an der Differenz zwischen den hohen Kosten zur Produktion des erneuerbaren Wasserstoffs und der niedrigeren Zahlungsbereitschaft der Abnehmer. In der gemeinsamen deutsch-australischen Ausschreibung sollen diese Differenzkosten gemeinsam und hälftig durch beide Staaten getragen werden.

Zur Gestaltung der Auktion und zur Erfüllung EU-beihilferechtlicher Vorgaben führt das BMWE ab heute eine öffentliche Marktkonsultation durch. Das BMWE lädt alle betroffenen Unternehmen ein, sich an der Marktkonsultation zu beteiligen. Der Fragebogen, welcher die Maßnahme beschreibt und konkrete Fragen an die Unternehmen formuliert, ist unter folgendem Link in englischer Sprache bis zum 16. Februar 2026 abrufbar.

H2Global ist ein innovatives Instrument zur Förderung eines rechtzeitigen und effektiven Technologie- und Markthochlaufs von grünem Wasserstoff und Wasserstoffderivaten. Die Umsetzung und Weiterentwicklung von H2Global erfolgt durch die gemeinnützige Stiftung H2Global, deren Tochtergesellschaft HINT.CO GmbH die bereitgestellten Mittel zum Ausgleich der möglichen Differenz zwischen jeweils wettbewerblich ermittelten Angebots- und Nachfragepreisen einsetzt. Neben der geplanten deutsch-australischen Ausschreibung führt Deutschland auch eine gemeinsame Ausschreibung mit den Niederlanden, mit Kanada sowie eigene Ausschreibungen zur Förderung der Produktion erneuerbaren Wasserstoffs durch.