Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat im Rahmen ihrer Reise nach Saudi-Arabien am Sonntag, 1. Februar 2026, gemeinsam mit dem Saudi-Arabischen Energieminister Abdulaziz Bin Salman Bin Abdulaziz ein Memorandum of Understanding (MoU) zu verstärkter Kooperation zwischen den beiden Ministerien im Energiesektor unterschrieben.

Die Erklärung bietet einen strategisch-politischen Rahmen für die weitere Ausgestaltung der energiepolitischen Zusammenarbeit zwischen dem Saudi-Arabischen Energieministerium (MoE) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und ergänzt damit eine im Jahr 2021 geschlossene Absichtserklärung zu Wasserstoff.

Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche:

Deutschland und Saudi-Arabien heben ihre Energiepartnerschaft auf eine neue Stufe. Wir vertiefen unsere wirtschaftlichen Beziehungen und erweitern die energiepolitischen Handlungsspielräume. In einem geopolitischen Umfeld, das von Brüchen und Unsicherheiten geprägt ist, sind verlässliche Partnerschaften, wie jene zwischen Deutschland und Saudi-Arabien, ein wichtiger Beitrag zu mehr Stabilität, Berechenbarkeit und Wachstum. Gleichzeitig eröffnet die Energiepartnerschaft neue Perspektiven für Industrie, Mittelstand, Technologie und nachhaltiges Wachstum.

Das Abkommen umfasst alle Energiesektoren sowie den Chemiekalienbereich. Zu den thematischen Schwerpunkten zählen unter anderem Carbon-Management-Technologien, Energieeffizienzlösungen, die digitale Transformation des Energiesektors einschließlich Innovation, Cybersicherheit und Künstlicher Intelligenz sowie der Aufbau sicherer, nachhaltiger und resilienter Lieferketten. Darüber hinaus zielt das MoU auf die Förderung von Public-Private-Partnerships und die Förderung von Unternehmenskooperationen, sowie einen verbesserten Austausch in multilateralen Foren und Organisationen.

Die Umsetzung soll insbesondere durch den Austausch von Erfahrungen und Fachwissen, gegenseitige Delegationsbesuche, gemeinsame Forschungsprojekte sowie die Organisation von Konferenzen und Fachveranstaltungen erfolgen und baut damit auf den seit 2019 bestehenden bilateralen Energiedialog zwischen den beiden Ländern auf.