Unter dem diesjährigen Motto „Under Destruction“ findet vom 13. bis 15. Februar 2026 die Münchener Sicherheitskonferenz (MSC) statt. In einer Zeit, in der die globale Sicherheitsarchitektur zunehmend unter Druck gerät, rückt die ökonomische Dimension der Sicherheit in den Fokus. Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, wird die MSC nutzen, um die wichtige Verbindung von wirtschaftlicher Stärke und geopolitischer Stabilität zu unterstreichen. Zentrale Themen sind die Energie-, Rohstoff- und Wirtschaftssicherheit

Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Reiche: „Verteidigungsfähigkeit bedeutet auch Wettbewerbsfähigkeit – und deshalb ist Wirtschaftspolitik immer auch Sicherheitspolitik. In Zeiten disruptiver Politik wird Resilienz zur Strategie. Deutschland verfügt über eine starke Basis in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Wir haben das Know-how, die Innovationskraft und die klugen Köpfe. Jetzt kommt es darauf an, Prozesse zu vereinfachen, Strukturen zu beschleunigen, zu skalieren und zu standardisieren. Wenn wir unsere industrielle Stärke mit strategischer Klarheit und politischem Mut verbinden, können wir technologische Souveränität sichern, Wertschöpfung im Land halten und Europas Sicherheit nachhaltig stärken.“

Programm und bilaterale Gespräche

Im Rahmen der MSC wird Ministerin Reiche eine Keynote zur Energiesicherheit halten. In einem hochkarätig besetzten Panel diskutiert sie zudem mit Jarrod Agen (Exekutivdirektor des National Energy Dominance Council der USA), dem argentinischen Außen- und Handelsminister Pablo Quirno Magrane sowie Thérèse Kayikwamba Wagner (Außenministerin der Demokratischen Republik Kongo) über die Balance zwischen nationaler Energie-Souveränität, globaler Handelsliberalisierung und der Sicherung kritischer Rohstoffvorkommen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie die industrielle Basis und technologische Innovationen unter veränderten Sicherheitsbedingungen gesichert werden können.

Vor Ort wird die Ministerin zudem eine Reihe hochkarätiger bilateraler Gespräche führen, unter anderem mit Partnern aus Nordamerika und dem Nahen Osten, um die Zusammenarbeit bei der Diversifizierung von Energiequellen und der Sicherung kritischer Rohstoffvorkommen zu vertiefen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Dialog mit der Wirtschaft: So wird Ministerin Reiche mit Führungspersönlichkeiten globaler Unternehmen über die Resilienz und Wirtschaftssicherheit Deutschlands und Europas diskutieren. Ein besonderes Anliegen von ihr ist es, Kooperationen von Start-ups und großen Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zu flankieren.

Hintergrund zur MSC 2026

Die Münchener Sicherheitskonferenz ist das weltweit führende Forum für Debatten zur internationalen Sicherheitspolitik. Das diesjährige Motto „Under Destruction“ reflektiert die Erosion bestehender Ordnungen und die Notwendigkeit, neue, resiliente Rahmenbedingungen zu schaffen. In München diskutieren Staats- und Regierungschefs sowie Experten über die Zukunft der NATO, die Sicherheit im Indopazifik, den Schutz kritischer Infrastruktur sowie die geopolitischen Folgen der Energiewende und den Einsatz von Schlüsseltechnologien.