Am 19. Juni 2026 unterzeichneten Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär für Wirtschaft und Energie und Australiens Stellvertretender Energieminister Josh Wilson eine Absichtserklärung, die die deutsch-australische Wasserstoff-Kooperation weiter vertiefen und definieren soll.

Im Rahmen einer gemeinsamen H2Global Auktion werden beide Staaten jeweils bis zu 200 Millionen Euro, also insgesamt bis zu 400 Millionen Euro, bereitstellen. Mit diesen Mitteln sollen in Australien Wasserstoffprodukte per Auktion angekauft und anschließend, ebenfalls per Auktion, in Deutschland weiterverkauft werden. Beide Auktionen wird die Hint.Co GmbH umsetzen.

Der parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Stefan Rouenhoff: "Australien und Deutschland verbindet seit vielen Jahren eine enge und vertrauensvolle Partnerschaft und Freundschaft. In einer Zeit wachsender geopolitischer Herausforderungen rücken wir nun noch enger zusammen. Wir verstärken die Anstrengungen, unsere nationalen Energiepolitiken auf ein breiteres Fundament zu stellen und energiepolitische Abhängigkeiten zu reduzieren. Mit meinem australischen Amtskollegen Josh Wilson habe ich deshalb heute eine Erklärung unterzeichnet, mit der wir eine vertiefte Zusammenarbeit in der Wasserstoffwirtschaft anstreben und Lieferungen von grünem Wasserstoff von Australien nach Deutschland ermöglichen wollen. Mit der Absichtserklärung beschreiten wir den Weg für eine resilientere Energieversorgung und die weitere Dekarbonisierung unserer Industrie."

Australiens Stellvertretender Energieminister Josh Wilson: „Ein starker internationaler Wasserstoffmarkt unterstützt die Energiesicherheit Australiens und Deutschlands sowie unser gemeinsames Bestreben, die Industrie zu dekarbonisieren. Gemeinsam mit Deutschland werden wir unsere Anstrengungen verstärken und die Chancen nutzen, die Wasserstoff im Bereich der erneuerbaren Energien und für die Wirtschaft bieten.“

Die gemeinsamen staatlichen Zuwendungen sollen die entstehenden Differenzkosten zwischen höherem Ankauf- und niedrigerem Verkaufspreis ausgleichen. Damit werden vor allem der deutschen Industrie Kaufanreize entsprechend ihrer Zahlungsbereitschaft sowie verlässliche Importe gewährt. Das Etablieren von Wasserstoff-Lieferketten nach Deutschland ist eine wesentliche Säule für eine resiliente, diversifizierte Energieversorgung.

Deutschland und Australien sind seit 2017 durch eine enge und vertrauensvolle Energie- und Klimapartnerschaft verbunden. Im Herbst 2024 unterzeichneten beide Staaten bereits eine erste Absichtserklärung, in welcher sie die jeweiligen Mittel für H2Global zusagten. Die seitdem laufenden Verhandlungen sind nahezu abgeschlossen und ein Ausschreibungsdesign definiert. Die heute unterzeichnete Absichtserklärung präzisiert die langfristige Kooperation bezüglich H2Global, welche eine gemeinsame Förderung von bis zu zehn Jahren vorsieht. Ab 2030 werden erste Lieferungen von erneuerbaren Wasserstoffprodukten wie Wasserstoff, Ammoniak oder Methanol aus Australien erwartet, welche deutsche Unternehmen zur Erreichung ihrer Klimaziele benötigen.