Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zum Thema BIP-Zahlen:

„0,3 Prozent Wachstum im zweiten Quartal - die Richtung stimmt weiterhin, die Größenordnung stimmt noch nicht. Maßgeblich für das Wachstum im zweiten Quartal war der gesteigerte Außenhandel, insbesondere mit Ländern der Europäischen Union. Das unterstreicht, wie relevant der weltweit einmalige EU-Binnenmarkt mit 27 Staaten und fast 500 Millionen Verbrauchern ist - und wie viel Potential in einem Binnenmarkt steckt, den wir nun endlich weiter vertiefen müssen. Verbleibende Hindernisse im Handel und in der Freizügigkeit von Bürgern und Arbeitnehmern müssen beseitigt werden. Die Europäische Zentralbank schätzt, dass die bestehenden Hindernisse eine vergleichbare Wirkung wie 95 % Zölle auf Dienstleistungen und 67 % Zölle auf Waren haben. Das können wir nicht weiter hinnehmen. Und es bedarf endlich einer wirklich tiefen und starken Kapitalmarktunion. Damit werden die Finanzierungsbedingungen unserer Unternehmen verbessert und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft in der Welt entscheidend gestärkt. In einer von zunehmender geopolitischer Unsicherheit geprägten Welt müssen wir die Vorteile des Binnenmarkts gemeinschaftlich noch gezielter nutzen, indem wir unsere Stärken noch intensiver bündeln."