Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche zum 25. Jahrestag des Terroranschlags auf die USA:

"Am 11. September 2001 stand ich wie angewurzelt in unserer Wohnung in Potsdam, mein Kind auf dem Arm, das ich gerade aus dem Kindergarten abgeholt hatte, und blickte fassungslos auf die Fernsehbilder aus New York und Washington. In diesem Augenblick war nicht absehbar, wie tief dieser Tag unser Leben, unsere Gesellschaften und die internationale Ordnung verändern würde.

Auch 25 Jahre später ist der 11. September für mich keine abgeschlossene Geschichte. Die Erinnerung an die Opfer, an das Leid ihrer Angehörigen und an die Verwundbarkeit unserer offenen Gesellschaften bleibt ebenso gegenwärtig wie die politische Verantwortung, die daraus erwächst. Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind weder selbstverständlich noch wehrlos zu verteidigen. Sie verlangen Entschlossenheit, Zusammenhalt und die Bereitschaft, Bedrohungen klar zu benennen und ihnen gemeinsam entgegenzutreten.

Für mich bleibt der 11. September deshalb Mahnung und Auftrag zugleich: die Werte des Westens selbstbewusst zu schützen, unsere Demokratien widerstandsfähiger zu machen und die transatlantische Partnerschaft als unverzichtbares Fundament unserer gemeinsamen Sicherheit und Freiheit gezielt zu stärken.“