Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) unterstützt weiterhin die weltweite Umsetzung von Projekten für erneuerbaren Wasserstoff und seiner Derivate. Mit der Veröffentlichung des nunmehr dritten Förderaufrufs erhalten deutsche Unternehmen die Möglichkeit, Projektvorschläge für die Förderrichtlinie für internationale Wasserstoffprojekte einzureichen. Einreichfrist ist der 17.Dezember 2026.

Ziel der Förderrichtlinie für internationale Wasserstoffprojekte ist es, den Einsatz deutscher Wasserstofftechnologien bei industriellen Erzeugungsanlagen im Ausland zu stärken sowie neue Märkte und Importrouten für Wasserstoffprodukte vorzubereiten. Auch die Förderung von projektbegleitende Machbarkeitsstudien ist weiterhin Teil des Instruments. Deutsche Unternehmen können pro Projekt für die Jahre 2027 bis 2030 eine Förderung im Umfang von bis zu 30 Millionen Euro erhalten. Voraussetzung ist, dass das Projekt außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz umgesetzt wird und eine erhebliche deutsche und europäische Wertschöpfung sicherstellt. Die dafür vorgesehenen Mittel stehen noch unter Vorbehalt der Verabschiedung des Haushalts 2027.

Mit dem Instrument stärkt das BMWE gezielt die deutsche Kompetenz im Bereich Wasserstofftechnologien im internationalen Kontext. Im Fokus steht dabei vor allem der deutsche Mittelstand – Technologielieferanten und Projektentwickler – bei der Erprobung innovativer internationaler Projekte und der Etablierung neuer Märkte.

Das Bewerbungsverfahren um eine Förderung ist zweistufig gestaltet: In einem ersten Schritt sind deutsche Unternehmen eingeladen, Projektskizzen einzureichen. Erfolgsversprechende und von BMWE priorisierte Projektskizzen werden in einem zweiten Schritt zur Antragseinreichung aufgefordert. Mit der Vergabe von Zuwendungsbescheiden ist in der zweiten Hälfte 2027 zu rechnen.

In den bisher geförderten Projekten unterstützt das BMWE die Erprobung deutscher Technologien in Chile, Namibia, der Ukraine, Saudi-Arabien und Serbien. In Kürze werden weitere Projektförderungen im südlichen Afrika, dem MENA-Raum, Asien, Südamerika und Australien starten und bspw. die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff, Ammoniak, Methanol, erneuerbaren Flugtreibstoffen oder grünem Eisen unterstützen. Der Großteil der Förderungen geht an kleine und mittlere Unternehmen.

Am 15. Oktober 2026 haben interessierte Unternehmen von 11.30 bis 13 Uhr die Gelegenheit, sich im Rahmen einer digitalen Informationsveranstaltung über die Fördermöglichkeiten und das Verfahren zur Einreichung von Projektskizzen zu informieren sowie Fragen zu stellen. Diese können bereits bei der Anmeldung schriftlich eingereicht werden. Ein bereits erfolgreich abgeschlossenes Förderprojekt wird zudem praktische Beispiele und Einblicke zu Bewerbungsprozess sowie Projektumsetzung bereithalten. Eine Registrierung ist bereits möglich.

Darüber hinaus berät der Projektträger Jülich (PtJ) potenzielle Skizzeneinreicher im Auftrag des BMWE zu allen Fragen rund um die Antragstellung.

Die Förderrichtlinie für internationale Wasserstoffprojekte wird gemeinsam mit dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) umgesetzt, welche eine projektbegleitende Förderung für Grundlagenforschung (Modul 2) bereithalten.

Weitere Informationen:

Förderaufruf

Förderrichtlinie

PtJ