Im Rahmen der internationalen Konferenz der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) wurde Deutschland am 8. Oktober mit einer besonderen Auszeichnung geehrt. Die Auszeichnung würdigt das herausragende Engagement der deutschen Multi-Stakeholder-Gruppe bei der Umsetzung der EITI-Standards in Deutschland und den Einsatz der Bundesregierung seit 2016.

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und politische Leitung der EITI-Umsetzung in DEU, Stefan Rouenhoff:
„Die Ehrung ist eine große Anerkennung für die Arbeit der deutschen Multi-Stakeholder-Gruppe, die sich in den vergangenen Jahren sehr engagiert für mehr Transparenz im Rohstoffsektor und eine nachhaltige Rohstoffgewinnung eingesetzt hat. Mit der Umsetzung der Extractive Industries Transparency Initiative - der EITI - haben wir ein klares Signal für Good Governance im Rohstoffsektor ausgesendet und international zur Korruptionsbekämpfung sowie zur Stärkung sozialer und ökologischer Standards beigetragen.“

EITI wurde 2003 gegründet und ist heute eine globale Initiative für mehr Finanztransparenz und Rechenschaftspflicht im Rohstoffsektor. Weltweit wird sie derzeit in 56 Ländern umgesetzt. Die Umsetzung der EITI fördert Good Governance der Verwaltung im Staat und den Rohstoffunternehmen. Dies schafft stabile Rahmenbedingungen für eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung, insbesondere in rohstoffreichen Ländern.

Helen Clark, Vorsitzende (Chair) der globalen Initiative und ehemalige Premierministerin von Neuseeland, hat Deutschland den renommierten EITI Chair’s Award verliehen. Botschafterin Dr. Helen Winter (Ständigen Vertretung Deutschlands bei der EU) nahm die Auszeichnung für Deutschland entgegen.

Der Internationale EITI-Vorstand hat die aktive Arbeit der deutschen Multi-Stakeholder-Gruppe mit der Verleihung des EITI Chair’s Awards besonders hervorgehoben. Die Multi-Stakeholder-Gruppe ist in dieser Zusammensetzung das einzige Gremium in Deutschland, das paritätisch besetzt ist und konsensorientiert über den heimischen Rohstoffsektor berichtet. Gewürdigt wurde insbesondere ihr Beitrag zur Entwicklung eines systematisch-risikobasierten Prüfungsverfahrens für Zahlungsdaten, die die Industrie an staatliche Stellen im Rohstoffsektor leistet. Dieses Verfahren hat für eine gleichbleibend hohe Transparenz und Datenqualität gesorgt: Durch die systematische Analyse der Einnahmeprozesse hat es das Verständnis für den Rohstoffsektor und die Abwicklung finanzieller Transaktionen vertieft.

Weitere Informationen unter folgenden Links:

https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Artikel/Industrie/gewinnung-heimischer-rohstoffe-transparenz-06.html
https://d-eiti.de/
https://eiti.org/