Der Parlamentarische Staatssekretär Stefan Rouenhoff hat im Rahmen seiner Reise nach Südkorea mit dem südkoreanischen Vizeminister für Klima, Energie und Umwelt Hohyeon Lee eine Absichtserklärung zur Erneuerung der Energiepartnerschaft zwischen den beiden Ministerien unterschrieben.

Der Parlamentarische Staatssekretär Rouenhoff: „Deutschland und Südkorea verbindet eine fundamentale Gemeinsamkeit: Als exportstarke, technologisch führende Industrienationen stehen beide Länder vor der monumentalen Aufgabe, die Dekarbonisierung voranzutreiben und gleichzeitig die Energieversorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit unserer Halbleiter-, Automobil- und Schwerindustrien auf Spitzenniveau zu halten. Dabei teilen wir nicht nur Ziele und Herausforderungen, sondern verfügen gemeinsam über eine Reihe von Lösungsansätzen, die wir im Rahmen der Energiepartnerschaft weiter erkunden möchten.“

Die Erklärung unterstreicht die strategische Bedeutung der bilateralen Beziehung: Als Hightech-Nationen mit hohem Energieimportbedarf sind Südkorea und Deutschland natürliche Partner beim Aufbau resilienter, erschwinglicher, sauberer und digitaler Energiesysteme. Die beiden Länder verbindet zudem ein wachsender Energiebedarf durch ambitionierte Ziele beim Ausbau von Rechenzentren für KI-Anwendungen.

Bereits seit 2019 unterhält Deutschland eine Energiepartnerschaft mit Südkorea. Im Zuge der Erneuerung der Partnerschaft wurde heute eine Reihe von strategischen Zukunftsthemen in den Dialog aufgenommen. Dazu gehören unter anderem der Austausch zu Energieversorgung und -effizienz von Rechenzentren und Industriesektoren wie der Halbleiterindustrie sowie Ausbau und Modernisierung der dafür benötigten Stromnetze. Während Deutschland beispielsweise den Netzausbau in den letzten Jahren stark vorangetrieben hat, gilt Südkorea als Vorreiter beim Betrieb von Smart Grids und dem Einsatz von KI im Energiesektor.

Für Unternehmen bietet eine engere Kooperation der beiden Länder erhebliches Potenzial für gemeinsame Entwicklung von Projekten, Integration von Lieferketten und Investitionen in beiden Ländern. Privatwirtschaftliche Kooperation sollen im Rahmen der Energiepartnerschaft unterstützt und politisch flankiert werden.

Die Umsetzung der Erklärung soll insbesondere durch den Austausch von Erfahrungen und Fachwissen, gegenseitige Delegationsbesuchen sowie die Organisation von Konferenzen und Fachveranstaltungen erfolgen.