Das „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ vom 1. Juli 2026 enthält die Bitte der Koalitionspartner an die Tarifvertragsparteien, in Branchendialogen Empfehlungen zur Verbesserung von Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz zu erarbeiten.

Dazu haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Gewerkschaften, Arbeitgeber- sowie Branchenverbände im Monat September zu drei Dialogrunden eingeladen. Das Gespräch zur Automobilindustrie, zum Maschinenbau und zur Elektroindustrie fand am 22. September statt. Teilgenommen haben IG Metall, Gesamtmetall, VDA, VDMA und ZVEI. Am 23. September fand der Dialog zur Stahlindustrie mit IG Metall, dem Arbeitgeberverband Stahl und der Wirtschaftsvereinigung Stahl statt. Der Dialog zur Chemieindustrie folgte am 29. September mit IG BCE, BAVC und VCI.
Die beteiligten Verbände und Gewerkschaften haben jeweils gemeinsame Vorschläge zur Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz erarbeitet. Die horizontalen und branchenspezifischen Themen wurden in den Dialogen intensiv mit der Bundesregierung erörtert und im Anschluss in Form von drei Papieren dem Bundeswirtschaftsministerium und dem Bundesarbeitsministerium vorgelegt.

Staatssekretär Frank Wetzel stellt heraus:
„Die Sozialpartnerschaft ist eine besondere Stärke des Standorts Deutschland. Gerade mit Blick auf die großen Herausforderungen, vor denen unsere Industrie derzeit steht, braucht es ein gemeinsames Verständnis und einen tragfähigen Konsens zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Branchenverbänden. Die erarbeiteten Vorschläge senden in dieser Hinsicht ein starkes Signal und stellen einen wichtigen Beitrag zu den aktuellen Debatten dar.“

Staatssekretär Dr. Michael Schäfer, Bundesministerium für Arbeit und Soziales hebt hervor:
„Ich möchte mich bei allen Beteiligten der Sozialpartner und Branchenverbände ausdrücklich bedanken. Ihre Bereitschaft und ihr Vermögen, auch in kurzer Zeit gemeinsam lösungsorientierte Vorschläge zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Industrie vorzulegen, zeugen von der Stärke der deutschen Sozialpartnerschaft. Dieser Prozess hat deutlich gezeigt: Die Sorge um den deutschen Wirtschaftsstandort eint Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter, Branchenverbände und die Bundesregierung. Unser Land steht vor großen Herausforderungen und ich bin sicher, dass viele der hier erarbeiteten Vorschläge zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft beitragen können.“

Gemeinsam haben BMWE und BMAS die Maßnahmenvorschläge der Sozialpartner an das Bundeskanzleramt übermittelt. Beide Ressorts werden im weiteren Prozess im engen Austausch mit den Sozialpartnern bleiben und die Maßnahmenvorschläge in die Reformdiskussionen der Bundesregierung einbringen.

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