Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich nach Angaben des Statistischen Bundesamts1 im Dezember 2025 weiter erholt: Das Ordervolumen stieg preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber November um kräftige 7,8 Prozent. Wie bereits im Vormonat sind inländische Großaufträge ein zentraler Treiber der Auftragseingänge. Auch ohne Großaufträge legten die Auftragseingänge im Dezember um 0,9 Prozent zu. Verglichen mit Dezember 2024 lagen die Auftragseingänge insgesamt deutlich um 13,0 Prozent höher.

Die stärkste Nachfragedynamik kam erneut aus dem Inland, von wo die Bestellungen – auch beflügelt durch Großaufträge – deutlich um 10,7 Prozent gegenüber November zulegten. Auch die Nachfrage aus Ländern außerhalb der Eurozone zog mit +9,7 Prozent kräftig an, während die Order aus der Eurozone verglichen mit November um 0,6 Prozent zurückgingen.

In den einzelnen Gütergruppen erhöhten sich die Auftragseingänge gegenüber November insbesondere bei den Produzenten von Investitionsgütern (+10,5 Prozent) und von Vorleistungsgütern (+5,7 Prozent); die Bestellungen bei Verbrauchsgüter-, Konsumgüter- und Gebrauchsgüterproduzenten waren dagegen rückläufig.

Die überwiegende Mehrheit der Wirtschaftszweige registrierte höhere Auftragseingänge: Die größten Zuwächse im Vormonatsvergleich kamen aus dem Bereich der Metallerzeugnisse (+30,2 Prozent), des Maschinenbaus (+11,5 Prozent), der elektrischen Ausrüstungen (+9,8 Prozent), der Metallerzeugung (+5,1 Prozent) und der Chemie (+4,7 Prozent), getragen durch Aufträge aus dem Inland wie auch der Nachfrage außerhalb der Eurozone. Auftragseingänge in der gewichtigen Kfz-Industrie fielen allerdings um 6,3 Prozent deutlich gegenüber November – hier belasteten vor allem rückläufige Aufträge aus dem Ausland jenseits der Eurozone. Die Auftragseingänge im sonstigen Fahrzeugbau verringerten sich nach den sehr kräftigen, durch Großaufträge dominierten Zuwächsen in den vergangenen Monaten um 18,7 Prozent, wobei sich die Nachfrage aus dem Nicht-Euroraum zuletzt belebte. Bereits seit einigen Monaten führen inländische Großaufträge – insbesondere in Verbindung mit öffentlichen Beschaffungen im Rahmen der Modernisierung der Bundeswehr wie auch mit Aufträgen im Rahmen des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität – zu Ausschlägen bei den monatlichen Auftragseingängen. Demgegenüber entwickeln sich die Auftragseingänge aus dem Ausland angesichts der handels- und geopolitischen Unwägbarkeiten tendenziell schwächer und unter stärkeren Schwankungen.

________________________________________

1 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 5. Feburar 2026