Cover der Publikation Industriepolitik in Europa

Die europäische Industriepolitik befindet sich im Wandel. Globale Herausforderungen wie Klimaschutz, Digitalisierung, geopolitische Spannungen und der internationale Subventionswettlauf erfordern eine strategische Neuausrichtung. Das vorliegende Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) analysiert die Chancen und Risiken industriepolitischer Eingriffe in Deutschland und Europa.

Im Zentrum steht die Frage, unter welchen Bedingungen staatliche Maßnahmen zur Förderung bestimmter Branchen, Technologien oder Regionen gerechtfertigt sind – und wie diese mit dem Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft vereinbar bleiben. Das Gutachten entwickelt eine Systematik zur Einordnung von Industriepolitik, bewertet empirische Forschungsergebnisse und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für eine marktkonforme, europäisch koordinierte Industriepolitik.

Besonders beleuchtet werden aktuelle Initiativen wie der „Clean Industrial Deal“, Anpassungen im EU-Beihilferecht, Maßnahmen zur Dekarbonisierung und zur Stärkung von Lieferkettensicherheit sowie die Förderung strategischer Wertschöpfungsketten, zum Beispiel Halbleiter, Wasserstoff, Batterien sowie Maßnahmen zur Dekarbonisierung und zur Stärkung von Lieferkettensicherheit. Gleichzeitig warnt der Beirat vor den Gefahren wettbewerbsverzerrender Subventionswettläufe und plädiert für eine enge Begrenzung der industriepolitischen Ziele.

Die Publikation richtet sich an Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die eine fundierte Grundlage für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Industriepolitik in Europa suchen.

Detaillierte Analysen, wissenschaftliche Hintergründe und Empfehlungen können Sie der Publikation entnehmen.