Cover des Berichts zur Vergabestatistik zum Gesamtjahr 2024

Der Bericht „Vergabestatistik. Bericht für das Gesamtjahr 2024“ wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) herausgegeben. Das Statistische Bundesamt hat den Bericht im Auftrag des BMWE erstellt. Anlass ist die Auswertung der öffentlichen Aufträge und Konzessionen mit Vertragsdatum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024. Die Vergabestatistik schafft eine Datengrundlage, um Umfang, Struktur und Entwicklung der öffentlichen Beschaffung in Deutschland zu erfassen.

Im Jahr 2024 wurden 199.334 öffentliche Aufträge und Konzessionen mit einem Gesamtvolumen von 135,2 Milliarden Euro gemeldet. Damit erreichten sowohl die Zahl der Vergaben als auch das Auftragsvolumen den höchsten Stand seit Beginn der statistischen Erfassung. Die Zahl der registrierten Berichtsstellen stieg auf 11.524.

Der Bericht zeigt, wie sich die Vergaben auf Bund, Länder, Kommunen und sonstige Auftraggeber verteilen. Auf kommunaler Ebene wurden mit rund 53 Prozent die meisten Vergaben gemeldet. Beim Auftragsvolumen entfielen rund 36 Prozent auf die Bundesebene, rund 29 Prozent auf die kommunale Ebene und rund 23 Prozent auf die Landesebene.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verteilung nach Auftragsarten. Bauaufträge machten mit knapp 48 Prozent den größten Anteil an der Zahl der Vergaben aus. Gemessen am Auftragsvolumen entfielen auf Bauaufträge 47,7 Milliarden Euro, auf Dienstleistungsaufträge 44,5 Milliarden Euro und auf Lieferaufträge 43,0 Milliarden Euro.

Weitere Auswertungen befassen sich mit der Zahl der eingegangenen Angebote und der Wettbewerbssituation in den Vergabeverfahren. Der Bericht untersucht außerdem die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen als Auftragnehmer. Dabei zeigt sich im vierten Jahr in Folge, dass kleine und mittlere Unternehmen die wichtigsten Auftragnehmer der öffentlichen Hand sind.

Weitere Auswertungen, methodische Erläuterungen und detaillierte Ergebnisse zur öffentlichen Beschaffung in Deutschland erhalten Sie im Bericht.