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Mittelständische Unternehmen sind eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft. Sie sind innovativ, wettbewerbsfähig und verfügen über Know-how, das es zu schützen gilt. Doch vielfach reichen die Maßnahmen zur IT-Sicherheit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) derzeit nicht aus. Sie sind aufgrund ihrer oft schlankeren Unternehmensstruktur und geringerer Ressourcen stärker gefährdet als größere Unternehmen und häufiger Ziel von Cyberkriminalität, gerade wenn sie innovative Produkte in einem internationalen Umfeld vertreiben. Diese Unternehmen müssen sich besser vor Cyberattacken schützen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
Die vom BMWK ins Leben gerufene Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand (TISiM, www.tisim.de) fördert seit Frühjahr 2020 digitale Innovationen in IT-Sicherheit. Erstmals steht damit insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen eine Anlaufstelle zur Verfügung, die bestehende Angebote zur IT-Sicherheit bündelt und passgenau vermittelt. So sollen KMU befähigt werden, einfach und schnell ihre IT-Sicherheit zu erhöhen, um wieder mehr Zeit für ihr Kerngeschäft zu haben.
Die Transferstelle wird von Deutschland sicher im Netz e. V. (DsiN), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Fraunhofer FOKUS, Fraunhofer IAO sowie der Hochschule Mannheim getragen. Mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sowie dem Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi) sind zusätzliche Partner vorhanden, die auch regional stark vernetzt sind und ein großes Know-how in Sachen IT-Sicherheit mitbringen.
Starke Partner in den Regionen
Am 5. Oktober 2020 hat die Transferstelle ihre ersten elf regionalen Schaufenster eröffnet. In der Pilotphase stehen den Unternehmen bei den beteiligten Industrie- und Handelskammern in Berlin, Bielefeld, Bonn/Rhein-Sieg, Erfurt, Gera, Hannover, Köln, Ludwigshafen, München, Münster und Trier Anlaufstellen zur Information und Beratung zur Verfügung. Weitere Regionen werden sukzessive erschlossen. Bis zu 80 Schaufenster – auch für das Handwerk und Freiberufler – sind bundesweit geplant. Zudem ist ein Tourenbus vorgesehen, um Unternehmen in Regionen, in denen keine Schaufenster vorhanden sind, zu informieren und zu beraten. Das Bewusstsein für IT-Sicherheit in der Wirtschaft soll auf breiter Basis gestärkt werden.
Digitale Mitmachsäulen mit dem sogenannten Sec-O-Mat sind das Herzstück der regionalen Schaufenster. Dieses auch online und perspektivisch als App verfügbare Werkzeug nutzt Künstliche Intelligenz, um KMU-spezifische, passgenaue IT-Sicherheitslösungen vorzuschlagen. Damit die Vorschläge erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden, schlägt der Sec-O-Mat konkrete „Routen“ mit Maßnahmen vor, die die Unternehmen Schritt für Schritt abarbeiten können, um ihre IT-Sicherheit sukzessive zu erhöhen. Die vom Sec-O-Mat vorgeschlagenen Maßnahmen orientieren sich an etablierten Sicherheitskatalogen wie dem BSI IT-Grundschutz oder der Norm VdS 10000.
In Kürze:
Mit dem Sec-O-Mat können Unternehmen ihre IT-Sicherheit sukzessive erhöhen.
Der Sec-O-Mat steht ab sofort allen Unternehmen online kostenfrei zur Verfügung: sec-o-mat.de. In einer bis zum Jahresende dauernden Pilotphase können Unternehmen spezifische Aktionspläne erhalten und sich bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen unterstützen lassen. Ab Januar 2021 wird der Sec-O-Mat in einer ausgebauten Version zur Verfügung stehen, die den Unternehmen verfeinerte Informationen und Ergebnisse anbietet.
Weitere Impulse der Initiative „IT-Sicherheit in der Wirtschaft“
Die Transferstelle mit den regionalen Schaufenstern, den Mitmachsäulen und dem Tourenbus ist der zentrale Pfeiler der BMWK-Initiative „IT-Sicherheit in der Wirtschaft“. Darüber hinaus fördert die Initiative weitere Einzelprojekte, die das Bewusstsein für IT-Sicherheit erhöhen, konkrete IT-Lösungen erarbeiten und Sensibilisierungskampagnen oder Schulungskonzepte für Mitarbeiter entwerfen.