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Start: März 2020. Bisher rund 103.200 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 59,4 Mrd. Euro; davon 97.900 Anträge in Höhe von insgesamt 45,87 Mrd. Euro bewilligt.
Soforthilfen des Bundes
Antragsstellung bis 31.05.2020. Bis Ende November etwa 2,21 Mio. eingegangene Anträge; davon 1,78 Mio. bewilligt und etwa 380 Tsd. abgelehnt oder aufgehoben. Gesamtvolumen der Bewilligungen rund 13,70 Mrd. Euro (Bundesmittel). Zusätzlich hatten zahlreiche Bundesländer eigene Soforthilfeprogramme aufgelegt, die Zahlen dieser Landesprogramme sind in den zuvor genannten Werten nicht enthalten.
Überbrückungshilfe I
Fördermonate: Juni bis August 2020; Antragsstellung bis 09.10.2020. Insgesamt ca. 127.800 Erstanträge (Gesamtvolumen: 1,53 Mrd. Euro). Bewilligtes Gesamtvolumen: 1,47 Mrd. Euro.
Überbrückungshilfe II
Fördermonate: September bis Dezember 2020; Start: 21.10.2020. Bisher etwa 75.600 Anträge mit Fördervolumen von insgesamt 1,4 Mrd. Euro; mittlere Höhe der beantragten Förderung: 19.200 Euro. Bereits Auszahlungen im Gesamtvolumen von 630 Mio. Euro erfolgt.
Novemberhilfe
Start: 25.11.2020. Bisher 203.700 Anträge mit Fördervolumen von insgesamt 3,33 Mrd. Euro; davon 52.400 Direktanträge mit durchschnittlicher beantragter Förderhöhe von 2.200 Euro sowie 151.300 Anträge über prüfende Dritte mit durchschnittlicher Antragshöhe von 21.200 Euro. Auszahlungen: seit 27.11.2020; bisher insgesamt 608 Mio. Euro, bei einem Teil davon Abschlagszahlungen.
Wirtschaftsstabilisierungsfonds
Start: März 2020. Bisher insgesamt sieben Rekapitalisierungsmaßnahmen zur Kapitalstärkung von Unternehmen, Gesamtvolumen: 6,53 Mrd. Euro. Darunter fallen grundsätzlich Eigenkapital bzw. eigenkapitalähnliche Instrumente wie z.B. Nachrangdarlehen, Stille Beteiligungen, Wandelanleihen und, als Ultima Ratio, offene Beteiligungen.
Großbürgschaften/ Bürgschaften der Bürgschaftsbanken
Start der erweiterten Fördermöglichkeiten: März 2020. Bisher neun Großbürgschaftszusagen im Gesamtvolumen von 2,68 Mrd. Euro. Knapp 6.360 Anträge bei den Bürgschaftsbanken, davon 4.730 Bürgschaftszusagen (unterstütztes Kreditvolumen: 1,5 Mrd. Euro).
Der tägliche Lkw-Maut-Fahrleistungsindex kann, mit nur wenigen Tagen Abstand, Aufschluss über die aktuellen Produktions- und Handelsaktivitäten geben. So spiegeln sich die ab Mitte März 2020 auferlegten Einschränkungen des wirtschaftlichen Lebens in den stark sinkenden Fahrleistungen wider. Mit den Lockerungen ab Mitte April setzte eine Erholung ein. Am aktuellen Rand in KW 49 lagen die durchschnittlichen Fahrleistungen an Werktagen um 2,6 % über dem Mittel im Februar 2020.
Strom kommt bei nahezu jeder privaten und wirtschaftlichen Aktivität zum Einsatz. So gehen die Corona-Maßnahmen einher mit Änderungen des Stromverbrauchs. Kumuliert bis zur KW 50 liegt er 2020 um 4 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Der dargestellte Stromverbrauch gibt nur die Nutzung elektrischer Energie aus dem Stromnetz an („Netzlast“; daher Abweichungen zu anderen Statistiken). Zudem beeinflussen weitere Faktoren den Stromverbrauch: Kurzfristig u. a. saisonale Effekte; langfristig stromsparende Effizienzsteigerungen und neue Anwendungen im Zuge der Energiewende oder Digitalisierung.
Zur Abbildung der Mobilität im Fernverkehr nutzt das Statistische Bundesamt anonymisierte Bewegungsdaten von rund 30 Mio. Mobilfunkgeräten, die mit Verkehrsrouten abgeglichen werden. Im Frühjahr 2020 ging die Nutzung des Fernverkehrs im Zuge der Corona-Maßnahmen deutlich zurück. Die Zahl der zurückgelegten Bahnfahrten sank zu dieser Zeit um rund 90 % gegenüber dem Vorjahr, Mitte Dezember betrug der Rückgang noch 67 %. Der innerdeutsche Flugverkehr kam nahezu vollständig zum Erliegen, am aktuellen Rand liegt die Nutzung 90 % unter Vorjahresniveau.
23.12.2020 - Download -
Publikation:Coronaschlaglicht Januar 2021
Schlaglichter der Wirtschaftspolitik (Monatsbericht 01/2021)