Liebe Leserin, lieber Leser,

Ob Norden, Süden, Westen oder Osten: Unsere Bürgerinnen und Bürger sollen überall in Deutschland gut leben, unsere Unternehmen in jedem Winkel des Landes erfolgreich ihren Geschäften nachgehen können. Gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Bundesgebiet sind daher ein zentrales Ziel der Bundesregierung. Um zu überprüfen, wie es um die jeweiligen Voraussetzungen in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands bestellt ist, hat das BMWK in gemeinsamer Federführung mit dem BMI den ersten Gleichwertigkeitsbericht „Für starke und lebenswerte Regionen in Deutschland“ erstellt. Anfang Juli hat das Bundeskabinett den Bericht beschlossen.

Der Bericht stellt den Stand und die Entwicklung der Lebensbedingungen in Deutschland auf Ebene der Stadt- und Landkreise dar. Im Rahmen der Arbeiten an dem Bericht wurden mehr als 30.000 Bürgerinnen und Bürger befragt, um auch deren Sicht auf die Lebensbedingungen vor Ort mit einzubeziehen. In dieser Ausgabe berichten wir zu den Ergebnissen der Analysen: Sie zeigen, dass regionale Unterschiede in Deutschland abgenommen haben; viele Regionen stehen zugleich aber vor großen Herausforderungen, etwa angesichts der demografischen Entwicklung. Die Bundesregierung unterstützt diese Regionen mit einer Vielzahl an Programmen und Initiativen, die im Bericht systematisch vorgestellt werden.

Neue saubere Technologien spielen eine zentrale Rolle auf unserem Weg hin zur Klimaneutralität. Gleichzeitig stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und der Europäischen Union (EU). In dieser Ausgabe beleuchten wir die Entwicklung von Innovationen im Bereich sauberer und nachhaltiger Technologien und werfen einen Blick auf deren Finanzierung. Damit die EU bei der Entwicklung sauberer Technologien ihre Spitzenrolle nicht nur beibehalten, sondern auch ausbauen kann, müssen bestehende Hemmnisse für Unternehmen abgebaut werden. Auf EU-Ebene setzen wir uns deswegen unter anderem dafür ein, den Zugang zur Finanzierung zu verbessern, verlässliche Leitlinien für die grüne Transformation bereitzustellen und einen konsistenten Regulierungsrahmen im EU-Binnenmarkt zu schaffen.

In der wirtschaftspolitischen Debatte steht Deutschland wegen seiner Leistungsbilanzüberschüsse immer wieder in der Kritik. Dabei werden nicht nur der Handelsbilanzüberschuss, sondern auch der Anstieg des deutschen Auslandsvermögens und dessen Rentabilität diskutiert, denn bei hohen Beständen von Finanzinvestitionen im Ausland können auch kleinere Renditeunterschiede eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Vermögenseinkommens spielen. In dieser Ausgabe untersuchen wir auf Basis von Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF), wie sich das deutsche Auslandsvermögen und die Rentabilität der deutschen Auslandsforderungen im internationalen Vergleich entwickelt haben.

Darüber hinaus berichten wir in einem kurzen Beitrag zum neuen Förderprogramm „Nachhaltig wirken – Förderung Gemeinwohlorientierter Unternehmen“, dem bisher größten Förderprogramm für Gemeinwohlorientierte Unternehmen. Wie gewohnt erhalten Sie natürlich auch wieder eine ausführliche Berichterstattung zur aktuellen konjunkturellen Entwicklung.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

Dr. Robert Habeck
Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz

Unterschrift Habeck