Gesamtwirtschaft

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Die wirtschaftliche Schwäche hält auch zu Beginn des dritten Quartals an. Die Produktion in der Industrie ist insbesondere aufgrund der rückläufigen Auslandsnachfrage und sinkender Auftragsbestände weiterhin in einem Abschwung. Auch wichtige Dienstleistungsbereiche wie Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie sonstige Dienstleister tendierten zuletzt schwächer. Das ifo Geschäftsklima ist im August zum dritten Mal in Folge gefallen. Vor diesem Hintergrund gehen führende Wirtschaftsforschungsinstitute in ihren Herbstprognosen von einer fortgesetzten wirtschaftlichen Stagnation in der zweiten Jahreshälfte aus. Eine konjunkturelle Belebung sehen sie erst im Verlauf des kommenden Jahres.

Außenwirtschaft

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Das deutsche Auslandsgeschäft tritt auf der Stelle und dürfte auch nicht so schnell in Schwung kommen. Die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen haben im Juli gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt nahezu stagniert (+0,1 %). Die Einfuhren von Waren und Dienstleistungen expandierten dagegen mit +2,8 % kräftig. Die Frühindikatoren für die weitere Entwicklung des Auslandsgeschäfts senden aktuell gemischte, aber überwiegend verhaltene Signale. Die Auftragseingänge aus dem Ausland haben zwar im Juli saisonbereinigt um +5,1 % gegenüber dem Vormonat zugelegt, aber im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich lagen sie mit -0,9 % weiter im Minus. Die ifo Exporterwartungen haben sich im August zum dritten Mal in Folge eingetrübt und laut einer aktuellen Umfrage des Verbands BGA erwarten die deutschen Exporteure 2024 rückläufige Geschäfte.

Produktion

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Die Produktion in der Industrie ist schwach ins dritte Quartal gestartet, während sich die Auftragslage im Verarbeitenden Gewerbe stabilisiert hat. Die Industrieproduktion ist im Juli preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,4 % gegenüber dem Vormonat zurückgegangen; im aussagekräftigeren Dreimonatsvergleich fiel sie um 2,7 %. Die Auftragseingänge dagegen nahmen im Juli um 2,9 % zu, wobei positive Impulse vor allem vom Auslandsgeschäft ausgingen. Neben den Produktionsdaten haben sich in der Industrie ebenfalls wichtige Stimmungsindikatoren zuletzt weiter eingetrübt. Damit ist kurzfristig nicht mit einer spürbaren Belebung der exportorientierten Industrie in Deutschland zu rechnen.

Privater Konsum

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Die Stimmung bei den privaten Haushalten hat sich laut HDE-Konsumbarometer und GfK-Konsumklima zuletzt eingetrübt. Das HDE-Konsumbarometer ging im September zurück, nachdem es im August vorübergehend stagniert hatte. Auch für das GfK-Konsumklima wird ein Rückgang für September prognostiziert, zuvor war eine Erholung beobachtet worden. Die Fußball-Europameisterschaft scheint dem Konsum keine spürbaren Impulse gegeben zu haben und die deutlichen realen Lohnsteigerungen konnten die Verbraucherstimmung angesichts steigender Sorgen um den Arbeitsplatz offenbar nicht heben. Ein spürbares Anziehen der Verbraucherausgaben zeichnet sich derzeit noch nicht ab.

Arbeitsmarkt

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Die wirtschaftliche Schwäche schlägt sich zunehmend auf dem Arbeitsmarkt nieder. Die Arbeitslosigkeit nahm im August saisonbereinigt um 2.000 Personen zu, bei der Erwerbstätigkeit fiel der Anstieg im Juli mit +4.000 Personen deutlich geringer aus als in den Monaten zuvor. Frühindikatoren wie das IAB-Arbeitsmarktbarometer und das ifo Beschäftigungsbarometer deuten nicht auf eine baldige Trendwende hin. Daher ist nicht von einer Belebung des Arbeitsmarktes in der zweiten Jahreshälfte auszugehen.