Gesamtwirtschaft

Grafik Konjunkturschlaglicht Gesamtwirtschaft Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Gesamtwirtschaft

Die aktuellen Konjunkturindikatoren deuten darauf hin, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auch im dritten Quartal schwach verlief. So lag die Produktion in der Industrie im Durchschnitt der Monate Juli und August noch spürbar niedriger als im zweiten Quartal. Die Stimmungsindikatoren deuten auf keine baldige Belebung hin. Das ifo Geschäftsklima hat sich im September zum vierten Mal in Folge verschlechtert. Zunehmend dämpft die konjunkturelle Schwäche nun auch die Stimmung im Dienstleistungssektor. Bei den privaten Konsumausgaben zeichnet sich indes eine gewisse Bodenbildung ab. Die Umsätze im Einzelhandel haben sich im Juli und August spürbar erholt. Alles in allem ist vor diesem Hintergrund von einem leichten Rückgang des BIP im dritten Quartal auszugehen.

Außenwirtschaft

Grafik Konjunkturschlaglicht Außenwirtschaft Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Außenwirtschaft

Der Überschuss in der Handelsbilanz nahm im August zwar wieder zu, aber das deutsche Auslandsgeschäft kommt noch nicht in Schwung. Die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen sind im August gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Die Einfuhren von Waren und Dienstleistungen verringerten sich mit -3,4 % jedoch noch stärker, so dass der Überschuss in der monatlichen Handelsbilanz merklich zunahm. Frühindikatoren wie die ifo Exporterwartungen für die kommenden Monate und die Auftragseingänge aus dem Ausland senden weiterhin verhaltene Signale für das Auslandsgeschäft.

Produktion

Grafik Konjunkturschlaglicht Produktion Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Produktion

Die Produktion in der Industrie konnte den Verlust im Vormonat wieder ausgleichen. Die Industrieproduktion ist im August um 3,4 % gegenüber dem Vormonat gestiegen; im aussagekräftigeren Dreimonatsvergleich fiel sie allerdings noch um 1,3 %. Die Auftragseingänge dagegen nahmen im August um 5,8 % ab, wobei diesmal vor allem aus dem Inland deutlich weniger Bestellungen eingingen. Da auch die Stimmung in den Unternehmen eingetrübt bleibt, ist bis auf weiteres mit einer verhaltenen Entwicklung des Produzierenden Gewerbes zu rechnen.

Privater Konsum

Grafik Konjunkturschlaglicht Privater Konsum Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Privater Konsum

Die Umsätze im Einzelhandel liegen insgesamt leicht im Plus und bei der Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher zeichnet sich eine Bodenbildung ab. So sind die realen Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) im Juli und August um 1,5 % bzw. 1,6 % gestiegen. Die Stimmung bei den privaten Haushalten wird sich laut Prognose für das GfK-Konsumklima im Oktober etwas verbessern. Positive Effekte kommen dabei von den zuletzt verbesserten Einkommensaussichten. Die Sorgen um die Jobsicherheit und geopolitischen Krisen stellen allerdings nach wie vor Risikofaktoren dar.

Arbeitsmarkt

Grafik Konjunkturschlaglicht Arbeitsmarkt Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Arbeitsmarkt

In Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Schwäche bleibt die Herbstbelebung am Arbeitsmarkt hinter den Erwartungen zurück. Die Arbeitslosigkeit nahm im September saisonbereinigt um 17.000 Personen zu und die Erwerbstätigkeit ist erstmals seit einem Jahr im August gegenüber Juli mit -21.000 Personen gesunken. Laut Frühindikatoren wie dem IAB-Arbeitsmarktbarometer und dem ifo Beschäftigungsbarometer haben sich die Aussichten auf eine Belebung am Arbeitsmarkt im weiteren Jahresverlauf abermals eingetrübt.