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Nach detaillierter Meldung des Statistischen Bundesamtes stagnierte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt mit +0,1 % nahezu. Im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe wie auch bei den unternehmensnahen Dienstleistern waren Einbußen zu verzeichnen. Zuwächse ergaben sich bei den öffentlichen Dienstleistern sowie in konsumnahen Dienstleistungsbereichen (Gastgewerbe, Handel). Dies lässt auf eine nachlassende Kaufzurückhaltung der privaten Haushalte nicht zuletzt infolge kräftig steigender Nominal- und Reallöhne schließen. Aufgrund einer erneuten Eintrübung jüngster Stimmungsindikatoren und angesichts der anhaltend hohen geo- und innenpolitischen Unsicherheiten ist noch keine nachhaltige konjunkturelle Belebung abzusehen.
Die Schwächephase der deutschen Außenwirtschaft hält an. Im Oktober sind die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen saison- und kalenderbereinigt mit -3,2 % gegenüber dem Vormonat deutlich gefallen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich fiel das Minus mit -1,5 % aber geringer aus. Gleichzeitig nahmen auch die nominalen Einfuhren von Waren und Dienstleistungen gegenüber dem Vormonat mit -1,7 % ab, während sie im Dreimonatsvergleich mit 0,4 % noch leicht im Plus lagen. Die deutschen Exporteure operieren aktuell angesichts der angekündigten US-Handelspolitik unter erhöhter Unsicherheit. Darüber hinaus entwickelt sich die globale Industriekonjunktur nach wie vor verhalten und liefert damit kaum Impulse für die deutschen Warenexporte. Insgesamt lassen die aktuellen Daten noch keine baldige Trendwende für das Exportgeschäft erwarten.
Produktion und Aufträge starten mit Rückgängen ins Schlussquartal 2024.Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ging im Oktober preis-, kalender- und saisonberei- nigt um 1,0 % gegenüber dem Vormonat zurück, was insbesondere auf einen Einbruch im Energiesektor um -8,9 % zurückzuführen ist. In der Industrie verringerte sich die Ausbringung hingegen nur leicht um 0,3 %. Im Baugewerbe blieb die Produktion stabil. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind im Oktober gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,5 % gesunken.
Die Umsätze im Einzelhandel liegen wieder im Minus und auch die Stimmung unter den Verbraucherinnen und Verbrauchern hat sich zuletzt eingetrübt. So sind die realen Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) im Oktober gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0,5 % gesunken, nachdem sie dreimal in Folge gestiegen waren. Laut Prognose der GfK wird das Konsumklima im Dezember um 4,9 Zähler auf 23,3 Pt. zurückgehen. Dies ist eine deutliche Eintrübung nach einer zuletzt positiven Entwicklung. Negative Effekte hatten laut GfK am aktuellen Rand ein starker Rückgang bei den Einkommensaussichten und eine schwächere Anschaffungsneigung.
Die wirtschaftliche Schwäche prägt nach wie vor die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Im Oktober legte die Erwerbstätigkeit im Vorjahresvergleich zwar um 0,1% zu, gegenüber September kam es jedoch saisonbereinigt (sb) zu einem leichten Rückgang um 3.000 Personen. Die registrierte Arbeitslosigkeit stieg im November um +7.000 Personen. Die Anzeigen von Kurzarbeit bei der BA, die nach Ende der Ferienzeit spürbar zugenommen hatten, hielten im November ihr erhöhtes Niveau. Angesichts der jüngsten Ankündigungen zum Stellenabbau im Verarbeitenden Gewerbe ist daher mit einer Fortsetzung der negativen Entwicklung am Arbeitsmarkt zu rechnen, bis eine konjunkturelle Erholung einsetzt.