VGR-Bilanz der vergangenen Legislaturperiode: Stagnation und Dynamik Bild vergrößern: VGR-Bilanz der vergangenen Legislaturperiode: Stagnation und Dynamik

© Statistisches Bundesamt, prozentuale Veränderung der quartalsweisen, preisbereinigten Verwendungskomponenten. Hinweise: Anteile summieren sich nicht auf 100 Prozent, da die Lagerinvestitionen nicht abgebildet werden.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich in den vergangenen 3 Jahren, d. h. seit Amtsantritt der Ampelregierung, per Saldo kaum verändert. Innerhalb der Verwendungskomponenten hat es vor allem bei den privaten und öffentlichen Konsumausgaben sowie den sonstigen Anlageinvestitionen, zu denen immaterielle Güter wie Forschungs- und Entwicklungsausgaben und Softwareinvestitionen zählen, durchaus substanzielle Zuwächse gegeben. Eine negative Entwicklung ist hingegen bei den Bauinvestitionen und dem Außenhandel festzustellen. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Anteile der Komponenten am BIP (rechte Spalte) lässt sich ableiten, dass die Entwicklungen bei den Bauinvestitionen und im Außenhandel die größten Wachstumsbremsen gewesen sind (zusammen rund -2 %), während die Konsumausgaben (privat und öffentlich) sowie die Ausgaben für sonstige Anlagen das Wachstum in etwa gleicher Höhe stabilisiert haben. An dieser Zusammenstellung lassen sich auch die prägenden Entwicklungen der vergangenen Jahre wie die zunehmenden geopolitischen Spannungen (Außenhandel), die Energiepreiskrise, gestiegene Unsicherheit und die geldpolitische Reaktion auf die hohen Preissteigerungen (Investitionen) sowie die Stabilisierungsbemühungen des Staates (öffentlicher Konsum) ablesen.