Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft sorgen für Beschäftigungsaufbau in Deutschland Bild vergrößern: Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft sorgen für Beschäftigungsaufbau in Deutschland

© Bundesagentur für Arbeit, Veränderung der Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter ggü. dem jeweiligen Monat des Vorjahres, vorläufige Daten

Insgesamt ist die Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in Deutschland zum Jahresende 2024 im Vergleich zum Jahresende 2023 um rund 80.000 Personen gestiegen. Der Beschäftigungszuwachs hat sich damit deutlich verlangsamt. Schlüsselt man die Entwicklung nach Staatsangehörigkeit auf, wird deutlich, dass die Beschäftigung von Deutschen seit dem Jahreswechsel 2022/2023 rückläufig ist. Hierin zeigen sich die Auswirkungen des demografischen Wandels. 2023 haben mit knapp 340.000 bereits mehr Personen das typische Erwerbsalter verlassen als eingetreten sind. Mit der zuletzt beobachteten Abkühlung am Arbeitsmarkt hat sich diese Entwicklung noch einmal beschleunigt; auch die Beschäftigung von Personen aus dem Europäischen Wirtschaftsraum entwickelte sich zuletzt leicht rückläufig. So ist der Beschäftigungszuwachs im Jahr 2024 – ebenso wie im Jahr 2023 – abermals ausschließlich auf Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft zurückzuführen, insbesondere auf die sonstigen Drittstaaten (ca. +100.000), Osteuropa (ca. +80.000, insbesondere aus der Ukraine) und die Asylherkunftsländer (ca. +60.000 u. a. Syrien und Afghanistan). Um künftig das Arbeitsangebot zu stabilisieren, wird es auf zügige und gute Integration von bereits Eingewanderten in den deutschen Arbeitsmarkt, beschleunigte Erwerbsmigration und verbesserte Arbeitsanreize sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Passgenauigkeit zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage ankommen.